OCHSENHAUSEN SIEGT IM PLAY-OFF-KRIMI



Die TTF Liebherr Ochsenhausen bezwingen den 1. FC Saarbrücken TT im Hinspiel des Play-off-Halbfinales dank zweier Punkte von Hugo Calderano mit 3:2. Die Aufholjagd der Gäste aus dem Saarland bleibt am Ende unbelohnt.

Stellte die Weichen auf Sieg: Simon Gauzy (Foto: Schaal)

Stellte die Weichen auf Sieg: Simon Gauzy (Foto: Schaal)

Der Schlüssel zum Sieg sei das erste Einzel, hatte TTF-Präsident Kristijan Pejinovic vor dem Spiel als Marschroute ausgegeben. Diese Worte hatte sich wohl vor allem Simon Gauzy besonders zu Herzen genommen, denn zum Auftakt des Hinspiels im Play-off-Halbfinale am Samstagabend gegen den 1. FC Saarbrücken TT bewies der junge Franzose, dass er absolut zu Recht zu den Top 25 der Welt gehört und bezwang Bojan Tokic klar mit 3:0. Es sollte der Startschuss für einen wahren Sturmlauf der TTF Liebherr Ochsenhausen werden, der sich vor 550 Zuschauern in der Dr. Hans-Liebherr-Sporthalle noch zu einem wahren Krimi entwickeln sollte. "Es war spannend bis zum letzten Punkt. Aber mir war klar, dass es so kommen wird, auch wenn es in der Halbzeit anders aussah", so Pejinovic. "Jetzt freuen wir uns auf ein tolles Rückspiel."

Im zweiten Einzel knüpfte Hugo Calderano gegen Saarbrückens Nummer eins Tiago Apolonia nahtlos an die Leistung seines Teamkollegen an. Nach drei umkämpften Sätzen, die erst in der Verlängerung einen Sieger fanden, spielte sich der 19-Jährige im vierten Durchgang in einen Rausch und ließ der Nummer 20 der Welt nicht den Hauch einer Chance (11:3). "Gegen Hugo habe ich heute zum ersten Mal gespielt und konnte nicht mein Top-Niveau abrufen. Er war vor allem mental sehr stark", so Apolonia. Zur Pause sah damit alles nach einem überrachend deutlichen und vor allem schnellen Erfolg der Gastgeber aus.

Mattenet und Apolonia gleichen aus

Gegen den hatte allerdings Adrien Mattenet im Duell mit Jakub Dyjas ebenso etwas einzuwenden wie Apolonia im Spitzeneinzel gegen Gauzy: Mit zwei klaren 3:0-Erfolgen erzwangen die Saarbrücker das Entscheidungsspiel.

Dort avancierte Calderano mit seinem zweiten Sieg des Abends schließlich zum umjubelten Matchwinner. Gegen den heute glücklosen Tokic musste Calderano nach einem knappen ersten Satz (14:12) zwar zunächst den Ausgleich hinnehmen, behielt jedoch auch nach vier vergebenen Matchballen um vierten Durchgang die Nerven und siegte in der Verlängerung. "Ich denke, jeder hat heute zum Sieg beigetragen", so Calderano bescheiden. "Aber natürlich bin ich glücklich, am Ende zwei Punkte gemacht zu haben."

Das Rückspiel in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle findet ebenso wie das zweite Play-off-Halbfinale zwischen dem TTC RhönSprudel und Borussia Düsseldorf am 24. April um 15 Uhr statt.

Das Spiel in der Übersicht

TTF Liebherr Ochsenhausen – 1. FC Saarbrücken TT 3:2
Simon Gauzy – Bojan Tokic 3:0 (11:6, 11:7, 11:8)
Hugo Calderano – Tiago Apolonia 3:1 (12:10, 15:13, 10:12, 11:3)
Jakub Dyjas – Adrien Mattenet 0:3 (8:11, 8:11, 5:11)
Simon Gauzy – Tiago Apolonia 0:3 (6:11, 8:11, 9:11)
Hugo Calderano – Bojan Tokic 3:1 (14:12, 9:11, 11:7, 14:12)