OCHSENHAUSEN SOUVERÄN INS FINALE



Die TTF Liebherr Ochsenhausen lassen auch im zweiten Play-off-Halbfinale der Tischtennis Bundesliga (TTBL) nichts anbrennen, schlagen den TTC Schwalbe Bergneustadt erneut mit 3:1 und folgen damit dem 1. FC Saarbrücken TT ins Finale um die Deutsche Meisterschaft. Die Gastgeber dürfen dank Paul Drinkhall nur kurz hoffen, ehe Hugo Calderano den Auswärtssieg des Pokalsiegers perfekt macht.

Benedikt Duda

Gegen Ochsenhausen ohne Fortune: Benedikt Duda (Foto: Braun)

Die TTF Liebherr Ochsenhausen stehen zum zweiten Mal in Folge im Liebherr TTBL-Finale und haben damit am 25. Mai in der Fraport Arena Frankfurt die Chance auf das Double aus Deutscher Meisterschaft und Pokalsieg. Die Mannschaft von Trainer Dmitrij Mazunov gewann am Sonntagnachmittag auch das zweite Play-off-Duell mit dem TTC Schwalbe Bergneustadt unterm Strich souverän mit 3:1. Die Gastgeber, die sich nach der Niederlage in Ochsenhausen einiges vorgenommen hatten, konnten nur in Person von Paul Drinkhall punkten, dem vor 350 Zuschauern in der Bergneustädter Burstenhalle der 1:1-Ausgleich gelang. „Ochsenhausen hat einfach eine starke Leistung gezeigt und steht daher auch verdient im Finale. Für uns ist es bitter“, musste Benedikt Duda zugeben.

Eingeleitet hatte Bergneustadts Eigengewächs die Niederlage selbst. Zum Auftakt musste sich Duda dem Franzosen Simon Gauzy glatt mit 0:3 geschlagen geben müssen, nachdem er es sowohl im zweiten (10:8) als auch im dritten Durchgang (10:9) verpasst hatte, seine Satzbälle zu nutzen. Wesentlich besser machte es im Anschluss sein Teamkollege Drinkhall, der den Weltranglisten-Siebten und im Hinspiel noch zweifach erfolgreichen Hugo Calderano erst gar nicht ins Spiel kommen ließ. Nach drei deutlichen Sätzen glich Drinkhall zum 1:1 aus – und brachte damit die Stimmung zurück in die Burstenhalle.

Fegerl erneut stark

Stefan Fegerl

Brachte die TTF wieder in Führung: Stefan Fegerl (Foto: BeLa Sportfoto)

Nach der Pause knüpfte dann jedoch Stefan Fegerl an seine starke Leistung aus dem Hinspiel an, in dem er Duda mit 3:0 bezwang, und schlug an diesem Nachmittag auch Alvaro Robles in dieser Höhe. Der Spanier hatte im Vorfeld erklärt, alles versuchen zu wollen, um das dritte Spiel zu erzwingen, und lieferte sich mit Fegerl einen zum Teil spektakulären Schlagabtausch. Das bessere Ende hatte jedoch Ochsenhausens Routinier und ebnete Calderano damit den Weg. Und dem war im Spitzeneinzel gegen Duda anzumerken, dass er die Niederlag gegen Drinkhall so nicht stehen lassen wollte. Ein hinter dem Rücken ausgeführter Schlag zum 3:0 im zweiten Satz war da nur das Sahnehäubchen auf einer souveränen Vorstellung des TTF-Spitzenspielers. Das sah auch Fegerl so: „Ich glaube, dass heute jeder eine gute Leistung gezeigt hat. Mannschaftlich ist es natürlich ein schöner Erfolg, wenn jeder einen Zähler beisteuert.“

Im Finale treffen Fegerl und Co. am 25. Mai in Frankfurt auf den 1. FC Saarbrücken TT, der sich am Freitagabend mit 3:1 gegen Titelverteidiger Borussia Düsseldorf durchsetzen konnte. Deutlich gestiegen seien die Chancen auf das Double dadurch jedoch nicht, so Fegerl: „Mit Patrick Franziska, der ein Mega-Jahr hat und unter anderem Timo Boll bezwungen hat, hat Saarbrücken einen Spieler in seinen Reihen, der gut und gerne zwei Punkte machen kann. Daher ist das Finale völlig offen. Wir freuen uns jedenfalls darauf, um den Titel zu spielen.“

Das Spiel in der Übersicht

TTC Schwalbe Bergneustadt – TTF Liebherr Ochsenhausen 1:3
Benedikt Duda – Simon Gauzy 0:3 (7:11, 12:14, 11:13)
Paul Drinkhall – Hugo Calderano 3:0 (11:6, 11:7, 11:6)
Alvaro Robles – Stefan Fegerl 0:3 (7:11, 8:11, 12:14)
Benedikt Duda – Hugo Calderano 0:3 (7:11, 5:11, 8:11)

Beitragsbild oben: BeLa Sportfoto