PLAY-OFFS: KLARE SIEGE FÜR FULDA UND DÜSSELDORF



Die ersten Play-off-Halbfinals der Tischtennis Bundesliga (TTBL) haben deutliche Sieger gefunden. Während die TTF Liebherr Ochsenhausen zuhause gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell untergingen, feierte Titelverteidiger Borussia Düsseldorf einen letztlich ungefährdeten Heimsieg gegen den 1. FC Saarbrücken TT.

Yuto Muramatsu, TTF Liebherr Ochsenhausen, Saison 2016/17

Kassierte Ochsenhausens Auftaktniederlage: Yuto Muramatsu (Foto: Schaal)

Was für ein Debakel für die TTF Liebherr Ochsenhausen! Im ersten Play-off-Duell gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell kassierten die Tischtennisfreunde in der heimischen Dr.-Hans-Liebherr-Halle am Sonntagnachmittag eine herbe 0:3-Klatsche.

Dabei hatte die Begegnung durchaus spannend begonnen. Die beiden Abwehr-Asse Yuto Muramatsu und Ruwen Filus lieferten sich gleich zu Beginn einen wahren Marathonsatz, den Filus mit 21:19 für sich entscheiden konnte. In die Verlängerung gingen auch die übrigen Sätze, beide jedoch mit dem besseren Ende für Fuldas Defensivspezialist.

Anders als der Japaner waren Muramastus Teamkollegen anschließend nahezu chancenlos. Zwar gelang Simon Gauzy gegen Wang Xi zumindest der 1:1-Satzausgleich, in der Folge traf der französische Vize-Europameister allerdings kaum noch einen Ball. Die deutliche Heimniederlage konnte nach der Pause auch der Pole Jakub Dyjas nicht verhindern. Jonathan Groth ließ den EM-Dritten gar nicht erst ins Spiel kommen.

Im Rückspiel am kommenden Samstag (17 Uhr) hat Fulda damit die Chance, nach dem Halbfinalaus im vergangen Jahr wieder ins Liebherr TTBL-Finale einzuziehen.

Saarbrücken hält dagegen

Timo Boll, Borussia Düsseldorf, Saison 2016/17

Matchwinner gegen Saarbrücken: Timo Boll (Foto: MaJo-Foto)

Der erste Schritt in diese Richtung gelang im Parallelspiel auch Borussia Düsseldorf. Dank zweier Punkte von Timo Boll bezwang der Titelverteidiger im Düsseldorfer ARAG CenterCourt den 1. FC Saarbrücken TT mit 3:1. Chancenlos waren die Saarländer an diesem Nachmittag jedoch keineswegs. Zum Auftakt verlangte Tiago Apolonia Boll alles ab und zwang die Nummer elf der Welt in den Entscheidungssatz. Auch Patrick Baum machte es nach einem 0:2-Rückstand gegen Kristian Karlsson noch einmal spannend, konnte das Spiel nach dem Satzanschluss jedoch nicht mehr drehen.

Bestens aufgelegt präsentierte sich nach der Pause überraschend Patrick Franziska, der sein Einzel am Donnerstag im Halbfinale der Champions League wegen einer Verletzung noch kampflos aufgeben musste. An diesem Sonntag jedoch war von einer Beeinträchtigung nichts zu spüren. Im Gegenteil: Düsseldorfs Stefan Fegerl ließ der Doppel-Europameister nicht den Hauch einer Chance. "Wir waren nah dran. Wenn Tiago gegen Timo gewinnt, gehen wir mit einem 1:1 in die Pause", fand Franziska. "Alles in allem war Düsseldorf jedoch einen Tick besser."

Den Schlusspunkt setzte schließlich jedoch Boll gegen den eingewechselten Bojan Tokic. „Das war heute ein guter Erfolg, aber die Höhe ist letztlich egal", so Borussia-Manager Andreas Preuß. "Wir brauchen am Donnerstag einen weiteren Sieg und wollen das dritte Halbfinale unbedingt vermeiden. Saarbrücken war stark, vor allem in den ersten beiden Spielen. Ich erwarte ein sehr schweres Rückspiel."

Die Partie in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle findet an Gründonnerstag um 19 Uhr statt. „Ich bin sicher, dass Saarbrücken im Rückspiel anders aufstellen wird“, sagte Boll nach dem verwandelten Matchball. „Vermutlich werden sie jetzt Patrick Franziska nach oben stellen. Das wird auf jeden Fall noch einmal eine interessante Partie.“

Die Spiele in der Übersicht

Borussia Düsseldorf – 1. FC Saarbrücken TT 3:1
Timo Boll – Tiago Apolonia 3:2 (11:6, 8:11, 4:11, 11:3, 11:7)
Kristian Karlsson – Patrick Baum 3:1 (11:7, 11:8, 16:18, 13:11)
Stefan Fegerl – Patrick Franziska 0:3 (7:11, 6:11, 5:11)
Timo Boll – Bojan Tokic 3:0 (11:6, 11:8, 11:2)

TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 0:3
Yuto Muramatsu – Ruwen Filus 0:3 (19:21, 10:12, 10:12)
Simon Gauzy – Wang Xi 1:3 (8:11, 11:7, 1:11, 5:11)
Jakub Dyjas – Jonathan Groth 0:3 (8:11, 9:11, 7:11)