POKAL-ACHTELFINALE: SCHWERE AUFGABEN FÜR SAARBRÜCKEN UND DÜSSELDORF



Es geht Schlag auf Schlag für die Teams der Tischtennis Bundesliga (TTBL): Zwei Tage nach dem 3. Spieltag steht am Sonntag das Achtelfinale des Deutschen Tischtennis-Pokals an. Unter anderem bekommt es Borussia Düsseldorf mit dem TSV Bad Königshofen und der 1. FC Saarbrücken TT mit dem TTC Neu-Ulm zu tun.

Tomas Polansky

Tomas Polansky und der 1. FC Saarbrücken TT treffen auf den TTC Neu-Ulm. (Foto: Christian Habel)

Die Freude beim 1. FC Saarbrücken TT hielt sich in Grenzen, als im August die Achtelfinal-Paarungen im Deutschen Tischtennis-Pokal gelost worden waren. Der amtierende Meister in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) hat den TTC Neu-Ulm erwischt und damit eines der ambitioniertesten Teams der Liga. Mit Tiago Apolonia hatten die Westschwaben bereits in der Vorsaison einen der besten Spieler der Liga in ihren Reihen, zur neuen Saison wurde nun mit Emmanuel Lebesson noch einmal aufgerüstet. Trainiert wird Neu-Ulm seit der neuen Spielzeit vom Dmitrij Mazunov, der Ochsenhausen 2019 zum Pokalsieg geführt hatte. „Es wird ein schweres Spiel“, sagte Saarbrückens Tomas Polansky daher nach dem 3:0 gegen Bad Homburg am Freitag. „Wir müssen kämpfen und unser Bestes geben – dann werden wir sehen, wozu es reicht.“

Ebenfalls einer hohen Hürde sieht Borussia Düsseldorf entgegen: Der Rekordpokalsieger empfängt den TSV Bad Königshofen und hofft auf die Rückkehr von Timo Boll. Der Weltranglistenzehnte hatte an den ersten drei TTBL-Spieltagen und somit auch am Freitag beim 3:0 gegen Bergneustadt aufgrund von Rückenproblemen gefehlt. „Pokal ist Pokal, da ist sofort Druck auf dem Kessel“, meinte Borussia-Manager Andreas Preuß. Bad Königshofen unterlag zwar am Freitag mit 1:3 gegen Bremen, zeigte sich anschließend aber optimistisch für die Aufgabe am Sonntag. „Wir haben aus vielerlei Gründen nicht unsere bestmögliche Performance gezeigt“, sagte Kilian Ort. „Das wollen wir gegen Düsseldorf wieder anders machen.“

Wiedersehen zwischen Bremen und Bergneustadt

Zum Wiedersehen kommt es zwischen dem SV Werder Bremen und dem TTC Schwalbe Bergneustadt: Bereits am 1. TTBL-Spieltag waren diese beiden Teams aufeinandergetroffen, damals mit 3:0 mit dem besseren Ende für Bergneustadt. Werder aber ist pünktlich zum Achtelfinale heiß gelaufen: Angeführt von einem starken Mattias Falck, feierte Bremen am Freitag beim 3:1 gegen Bad Königshofen den ersten Saisonsieg. „Jetzt müssen wir nachlegen“, forderte der Vizeweltmeister im Anschluss.

Simon Gauzy

Simon Gauzy und die TTF Liebherr Ochsenhausen empfangen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell. (Foto: BeLa Sportfoto)

Ein weiteres TTBL-internes Duell steigt zwischen den TTF Liebherr Ochsenhausen und dem TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell. Während Ochsenhausen am Freitag nicht im Einsatz war, da die Partie gegen Neu-Ulm infolge der COVID-19-Pandemie verschoben werden musste, unterlag Fulda mit 1:3 in Mühlhausen. „Gegen Bremen haben wir gewonnen, auch in Mühlhausen haben wir nicht schlecht gespielt“, sagte Fuldas Fan Bo Meng. „Jetzt können wir mit breiter Brust nach Ochsenhausen fahren.“

Grünwettersbach reist nach Dortmund

Eine mutmaßlich leichtere Aufgabe gibt es für den Titelverteidiger: Der ASV Grünwettersbach reist zu Zweitligist BV Borussia Dortmund. Zwar ist das Mitwirken von Wang Xi aufgrund von Rückenproblemen noch fraglich, auch ohne den Abwehrspezialisten aber sind die Badener favorisiert. Rückenwind dürfte der 3:1-Sieg in Grenzau geben. Auch der TTC Zugbrücke übrigens reist zu einem Team aus der 2. Bundesliga: Beim TTC GW Bad Hamm wollen Aleksandar Karakasevic und Co. den ersten Saisonsieg und anschließend auch in der TTBL endlich punkten.

Eine ähnliche Ausgangslage hat der TTC OE Bad Homburg. Auch der Aufsteiger ist in der TTBL noch ohne Sieg, zeigte aber auch beim 0:3 in Saarbrücken am Freitag wieder vielversprechende Ansätze. Am Sonntag ist Bad Homburg beim TV 1879 Hilpoltstein gefordert. „Das Spiel in Hilpoltstein und auch die folgende Aufgabe gegen Grenzau werden sehr wichtig für uns“, sagte Rares Sipos. Abgeschlossen wird das Achtelfinale am Sonntagabend: Während die restlichen Partien bereits um 15 Uhr starten, spielt der Post SV Mühlhausen ab 19 Uhr gegen den TTC Fortuna Passau. Frisch gestärkt ist das Selbstbewusstsein der Thüringer durch den ersten Saisonsieg gegen Fulda.

Das Achtelfinale in der Übersicht

Sonntag, 4. Oktober 2020, 15 Uhr
Borussia Düsseldorf – TSV Bad Königshofen
1. FC Saarbrücken TT – TTC Neu-Ulm
TTC GW Bad Hamm – TTC Zugbrücke Grenzau
BV Borussia Dortmund – ASV Grünwettersbach
TV 1879 Hilpoltstein – TTC OE Bad Homburg
SV Werder Bremen – TTC Schwalbe Bergneustadt
TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell

Sonntag, 4. Oktober 2020, 19 Uhr
TTC Fortuna Passau – Post SV Mühlhausen

Beitragsfoto oben: BeLa Sportfoto