POKAL: DÜSSELDORF GEWINNT POKAL-KRACHER



Titelverteidiger Borussia Düsseldorf entscheidet das Pokal-Viertelfinale gegen den ASV Grünwettersbach für sich und steht im Liebherr Pokal-Finale 2017/18. Dabei stand das Spiel nach der Pause auf der Kippe.

Timo Boll

Wieder einmal Mann des Abend: Timo Boll (Foto: Weber)

Am Ende konnten sie sich wieder einmal auf ihn verlassen. Timo Boll, Spitzenspieler des Titelverteidigers Borussia Düsseldorf, hatte im Pokal-Viertelfinale gegen den ASV Grünwettersbach einmal mehr die nötige Ruhe und Abgeklärtheit, die Trainer Danny Heister, seine Teamkollegen und die Zuschauer im ARAG CenterCourt von ihm gewohnt sind. Mit zwei Punkten führte die Nummer fünf der Oktober-Weltrangliste die Borussia zum 3:1-Erfolg gegen die Gäste aus Karlsruhe – und damit ins Liebherr Pokal-Finale 2017/18 am 6. Januar in der ratiopharm arena Neu-Ulm.

Einem, dem mangelnde Ruhe und Abgeklärtheit an diesem Dienstagabend beinahe zum Verhängnis geworden wären, war Kristian Karlsson. Denn im Duell mit Grünwettersbachs Samuel Walker lag der Schwede bereits mit 2:0 in Führung, ehe der Brite ihn in den Entscheidungssatz zwang. Nach mehreren Matchbällen gegen sich gelang Karlsson schließlich in der Verlängerung des fünften Satzes doch noch die vorentscheidende 2:1-Führung für Düsseldorf.

Zuvor allerdings hatte sich der ASV, der erstmals in Düsseldorf unterlag, nach Kräften gewehrt. Zum Auftakt agierte zunächst Grünwettersbachs Neuzugang Ricardo Walther im Duell mit Boll zeitweise auf Augenhöhe, anschließend zeigte Masataka Morizono wie schon in der Liga gegen Bad Königshofen sein großes Kämpferherz. Gegen Anton Källberg ließ sich der kleine Japaner auch von einem 0:2-Satzrückstand nicht beeindrucken und sorgte für den verdienten 1:1-Ausgleich zur Pause.

Boll: „Haben uns durchgebissen“

Hätte sich anschließend auch Walker für seine Aufholjagd belohnt – zwei Boll-Punkte hätten Düsseldorf unter Umständen nicht zum Sieg gereicht. „Wenn wir ins fünfte Spiel kommen, stehen die Chancen auf beiden Seiten bei 50 Prozent. Dann wird es nochmal richtig eng“, haderte Walther. „So aber hat Düsseldorf verdient gewonnen.“ Gegen Morizono ließ Boll im Spitzeneinzel schließlich nichts mehr anbrennen. „Es war der erwartet schwere Gegner, unangenehm zu spielen“, fand Boll dennoch. „Wir haben uns durchgebissen. Leider bedeutet das, dass wir an Weihnachten nicht frei haben, aber damit leben wir gerne.“

Kurz nach den Feierttagen haben Boll und Co. die Möglichkeit, das Final-Four-Triple zu gewinnen. Ein erneuter Triumph am 6. Januar 2018 im Final-Turnier um den Deutschen Tischtennis-Pokal wäre der dritte in Folge in der ratiopharm arena Ulm/Neu-Ulm.

Das Spiel in der Übersicht

Borussia Düsseldorf – ASV Grünwettersbach 3:1

Timo Boll – Ricardo Walther 3:1 (11:6, 12:10, 8:11, 11:5)
Anton Källberg – Masataka Morizono 2:3 (12:10, 11:8, 2:11, 6:11, 8:11)
Kristian Karlsson – Samuel Walker 3:2 (11:4, 11:8, 7:11, 11:13, 15:13)
Timo Boll – Masataka Morizono 3:0 (11:6, 11:7, 11:9)