POKAL: GAUZY FÜHRT OCHSENHAUSEN INS VIERTELFINALE



Dank zweier Punkte ihrer Nummer eins Simon Gauzy stehen die TTF Liebherr Ochsenhausen im Pokal-Viertefinale. Gegen den TTC Zugbrücke Grenzau gerät der Sieg nur kurz in Gefahr. Ihrem Ziel, das Final Four im Januar zu erreichen, sind die Oberschwaben damit einen Schritt näher.

So schnell kann es manchmal gehen. Beim Saisonauftakt der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gegen Fulda musste Simon Gauzy noch krankheitsbedingt zuschauen, bei den Czech Open vergangene Woche war nach nur wenigen Tagen Training im Einzel gleich in der 1. Runde Endstation. Für das Pokal-Achtelfinale gegen den TTC Zugbrücke Grenzau gab der Franzose dennoch grünes Licht – und meldete sich an diesem Dienstagabend eindrucksvoll zurück.

Mit zwei Einzelerfolgen gegen Grenzaus Neuzugänge Constantin Cioto und Kirill Gerassimenko führte der Vize-Europameister und Weltranglisten-14. die TTF Liebherr Ochsenhauen zum letztlich ungefährdeten 3:1-Erfolg im Westerwald. Besonders beindruckend: sein glatter Dreisatzerfolg gegen Gerassimenko, den Grenzaus Dirk Wagner an diesem Abend an Position eins gestellt hatte. Was der junge Kasache auch versuchte, stets hatte Gauzy die bessere Antwort und brachte den Viertelfinaleinzug nach etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit unter Dach und Fach. „Ich wusste vor dem Spiel nicht so recht, wo ich stehe“, so Gauzy anschließend. „Erst war ich krank und musste deshalb beim ersten Bundesligaspiel zuschauen, dann bin ich bei den Czech Open früh ausgeschieden, so dass ich in den letzten Wochen kaum Wettkampfpraxis hatte. Ich habe mich aber vorher gut gefühlt und denke, meine Leistungen heute waren nicht optimal, aber ganz ordentlich.“

Cioti hält dagegen

TTBL-Sozialprojekt

Schnupperte an der Überraschung: Constantin Cioti (Foto: Heil)

Zu Beginn der Partie in der Zugbrückenhalle hatte Hugo Calderano für die Gästeführung gesorgt, ehe Gauzy gegen Cioti über die volle Distanz gehen musste. Nach einer komfortablen 2:0-Satzführung des Franzosen glich Grenzaus Routinier plötzlich aus und unterlag auch im Entscheidungsdurchgang nur knapp (8:11). Nach der Pause rehabilitierte sich dann Kou Lei für seinen Katastrophenauftritt aus dem Spiel gegen den Post SV Mühlhausen am 1. Spieltag: Mit einem glatten 3:0 gegen Joao Geraldo brachte der Ukrainer Grenzau wieder in Schlagdistanz. Der Rest war die Klasse eines Simon Gauzy. „Das war sehr wichtig für uns heute“, resümierte TTF-Sportmanager Daniel Zwickl. „Wir haben verdient gewonnen und stehen im Viertelfinale. Natürlich waren wir der Favorit, aber wir haben ja selbst mehrfach die Erfahrung machen müssen, wie schwer es in der ersten Pokalrunde sein kann.“

Ochsenhausen trennt nun nur mehr ein Sieg von der angestrebten Teilnahme am Liebherr Pokal-Finale 2017/18, das am 6. Januar als Final-Four-Turnier in der ratiopharm arena Ulm/Neu-Ulm stattfindet. Zuletzt war die Mannschaft von Trainer Dubravko Skoric gleich zweimal in Folge bereits im Achtelfinale gescheitert.

Das Spiel in der Übersicht

TTC Zugbrücke Grenzau – TTF Liebherr Ochsenhausen 1:3
Kirill Gerassimenko – Hugo Calderano 1:3 (11:8, 8:11, 6:11, 8:11)
Constanton Cioti – Simon Gauzy 2:3 (9:11, 9:11, 11:8, 11:7, 8:11)
Kou Lei – Joao Geraldo 3:0 (15:13, 12:10, 11:6)
Kirill Gerassimenko – Simon Gauzy 0:3 (7:11, 5:11, 7:11)

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