POKAL: OCHSENHAUSEN ALS FAVORIT NACH GRENZAU



Im ersten Achtelfinale des Pokal-Wettbewerbs empfängt der TTC Zugbrücke Grenzau am Dienstagabend die TTF Liebherr Ochsenhausen. Trotz Liga-Fehlstarts auf beiden Seiten spricht einiges für die Gäste aus Oberschwaben, die in dieser Saison endlich ins Final Four einziehen wollen.

Zwischen Ochsenhausen und Neu-Ulm, dem Standort der ratiopharm arena, liegen gerade einmal rund 40 Autominuten. Damit findet das Liebherr Pokal-Finale 2017/18 am 6. Januar bereits zum dritten Mal gewissermaßen vor der Haustür der Tischtennisfreunde aus Oberschwaben statt. Umso ärgerlicher war es da, dass die TTF Liebherr Ochsenhausen in den letzten beiden Jahren zuschauen mussten, als die vier besten Teams der Pokalsaison vor großer Kulisse um den Titel spielten. In dieser Saison soll sich genau das ändern.

„Es wird Zeit, dass wir es mal wieder ins Final Four schaffen“, findet nicht nur Cheftrainer Dubravko Skoric, der trotz der knappen 2:3-Auftaktniederlage in der Liga viel Lob übrig hatte für seine Schützlinge. „Es war ja nicht alles schlecht gegen Fulda, Hugo (Calderano) war sogar überragend und Jakub (Dyjas) hat teilweise ganz gut gespielt. Wir werden gut vorbereitet in das Match gehen.“  Auch Sportmanager Daniel Zwickl sagt klipp und klar: „Unser Ziel ist, diesmal beim Liebherr Pokal-Finale dabei zu sein.“

TTBL-Sozialprojekt

Blickt nicht ohne Zuversicht auf das Pokal-Spiel am Dienstagabend: Dirk Wagner (Foto: Heil)

Erster Gegner auf dem Weg dorthin ist im Achtelfinale am Dienstagabend der TTC Zugbrücke Grenzau, dessen Saisonstart ebenfalls nicht gerade nach Maß verlief. Beim Post SV Mühlhausen kam die Mannschaft von Trainer Dirk Wagner am 1. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gehörig unter die Räder. Nicht nur deshalb kommt der Favorit wohl eher aus Oberschwaben – trotz Heimspiel der Westerwälder. „Ochsenhausen hat eine junge und sehr starke Mannschaft, ich ziehe den Hut vor diesem Team und vor dem, was man dort aufbaut“, sagt Wagner, sieht seinen TTC jedoch nicht ohne Chance. „Sie haben Spieler in ihren Reihen, die unseren Jungs durchaus liegen könnten.“

Gerassimenko überzeugt in Tschechien

Zu seinen Jungs gehört seit dieser Saison der junge Kasache Kirill Gerassimenko, der seinen Trainer am Wochenende bei den Czech Open überzeugte. Im tschechischen Olomouc gelang dem 20-Jährgien der Sprung ins Achtelfinale, in dem er sich erst nach sieben Sätzen dem späteren Turniersieger Tomokazu Harimoto geschlagen geben musste. „Das war ein sehr, sehr gutes Turnier von Kirill“, lobt Wagner. „Er hat richtig starke und unangenehm spielende Gegner geschlagen und sich auch in engen Partien durchgesetzt oder sie nach Rückstand gedreht. Er hat gezeigt, dass man ihm einiges zutrauen kann.“

Einiges zutrauen kann und will Wagners Gegenüber Skoric am Dienstag jedoch auch seinen Schützlingen, zumal dem Kroaten nach dessen überstandener Virusinfektion auch Spitzenspieler Simon Gauzy wieder zur Verfügung stehen wird. Und dass Calderano ist guter Form ist, zeigte er nach seinem guten Auftritt gegen Fulda auch bei den Czech Open, von denen er mit Einzel- und Doppel-Bronze zurückkehrte.

Das Pokal-Achtelfinale zwischen Grenzau und Ochsenhausen sehen Sie ab 19 Uhr live und in HD im TTBL-TV und im Liveticker.

Das Spiel im Livestream