PRESSESCHAU: „DAS WEMBLEY DES TISCHTENNIS“



Das Liebherr Pokal-Finale 2016/17 ist Geschichte und hat mit Borussia Düsseldorf einen würdigen Sieger gefunden. Was schreibt die Presse zum „Wembley des Tischtennis“ (Südwest Presse)? Unsere Presseschau über verpasste Sensationen und naturtrübe Haarspülungen.

Deutsche Presse-Agentur (dpa): „Boll jubelt mit Düsseldorf: 25. Pokalsieg im Tischtennis“

Zum fünften Mal in Serie gewinnt Borussia Düsseldorf den deutschen Tischtennis-Pokal. Das gelang zuvor noch keinem Verein. Großen Anteil daran hat Routinier Timo Boll - der nebenbei einen Rekord einstellt. […] Der Rekord-Europameister Boll gewann den Pokal bereits zum zehnten Mal und stellte damit die Bestmarke des heutigen Bundestrainers Jörg Roßkopf ein. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der dreimalige olympische Medaillengewinner mit der Mannschaft den Rekord für sich alleine beanspruchen kann. Für seinen Verein hat er nun seit Beginn seines Engagements im Jahr 2007 genau 300 Einzel gewonnen.

Sport-Informations-Dienst (sid): „Boll-Team Düsseldorf zum 25. Mal Pokalsieger“

Rekordsieger Borussia Düsseldorf hat zum 25. Mal den Tischtennis-Pokal gewonnen. Im Endspiel des Final Four in Ulm setzte sich der Titelverteidiger am Sonntag gegen den Vizemeister 1. FC Saarbrücken souverän mit 3:0 durch. Top-Spieler Timo Boll durfte gleich zwei Bestmarken feiern: Der EM-Rekordchampion gewann die Trophäe zum zehnten Mal und zog so mit dem heutigen Bundestrainer Jörg Roßkopf gleich. Zudem ist Düsseldorf nun der erste Verein in der 60-jährigen Historie des Wettbewerbs mit fünf Pokaltriumphen in Serie.

Südwest Presse: „Das Wembley des Tischtennis“

Auch wenn bei der Premiere vor einem Jahr etwas mehr (3500) Zuschauer in der Halle waren als gestern Nachmittag, spricht nahezu alles dafür, dass das Pokalfinale über die zweite Veranstaltung hinaus in der Arena bleiben wird. „Wir werden die genauen Zahlen noch analysieren. Aber schon jetzt kann ich sagen: das Fazit ist sehr positiv“, macht Stehle kaum ein Geheimnis mehr daraus, dass sich Ulm und Neu-Ulm als Austragungsort des Pokalfinales etablieren wird - als eine Art Wembley des deutschen Tischtennis’.

Schwäbische Zeitung: „Nur die naturtrübe Haarspülung nervt Timo Boll“

Nach den Siegen von Stefan Fegerl über Bojan Tokic (11:4, 6:11, 11:2, 11:6) und von Kristian Karlsson über Tiago Apolonia (5:11, 11:5, 11:8, 12:10) durften wieder mal die Borussen den Pokal bei Konfettiregen gen Hallendecke stemmen, zudem bekamen sie von Fans eine naturtrübe Haarspülung: Pils aus Riesengläsern. Boll, der Bier so gern hat wie Niederlagen gegen Chinesen, schaute, als ob er die Spülung nicht ganz so überragend fand.

Donaukurier: „Teuer verkauft im Spiel des Jahrzehnts“

Der TV Hilpoltstein darf sich trotz einer 0:3-Niederlage im Tischtennis-Pokalfinale Final Four als Gewinner fühlen: Drei Sätze entschieden die Hilpoltsteiner gestern gegen den Rekordmeister und späteren Pokalsieger Düsseldorf für sich und ließen sich danach von ihren Fans feiern. "Die ganze Veranstaltung hier war ganz einfach Klasse." Sichtlich genoss Hilpoltsteins Team-Manager Bernd Beringer die Atmosphäre und die Rahmenbedingungen in der stattlichen Ulmer Ratiopharm Arena mit einem Fassungsvermögen von über 3500 Zuschauern.

Saarbrücker Zeitung: „Die Sensation verpasst“

Es gibt Momente, da ist schwer zu sagen, für wen es gerade besser läuft in diesem Finale. Der 1. FC Saarbrücken und Borussia Düsseldorf spielen in Neu-Ulm um den deutschen Tischtennis-Pokal. „Tiago Kristian“, hallt es aus dem Fanblock hinter dem Spielfeld. In der dritten Partie stehen sich der Saarbrücker Tiago Apolonia und Kristian Karlsson gegenüber. Jemand hat die Anhänger aus Saarbrücken und dem Rheinland nebeneinander gesetzt. Da geht so manches durcheinander – auch Freude und Leid. Doch um 15.53 Uhr sind die Emotionen klar verteilt. Apolonia verliert, das Finale ist vorbei.

Ostthüringer Zeitung: „Tischtennisspieler von Post Mühlhausen unterliegen beim ‚Final Four‘

Der dritte Matchball, den Patrick Baum kurz vor 13 Uhr zum Spielgewinn nutzte, hatte Symbolkraft. Posts Lars Hielscher hatte ihn stark in die Ecke getrieben, sein Konter traf die Kante und wurde so für Mühlhausens Routinier unerreichbar. Es war der Siegpunkt zum 3:0 für die Saarbrücker, während Post nach dem Halbfinalauftritt beim Final-Four in Ulm haderte. "Wir hatten nicht einmal das Glück des Tüchtigen auf unserer Seite. Schade! Wir hatten eine gute Chance, aber wir haben es nicht hinbekommen", meinte Trainer Alexander Schieke.

Beiträge im TV

Das Erste: „Borussia Düsseldorf gewinnt den Tischtennis-Pokal“

Saarländischer Rundfunk (SR): „1. FCS TT scheitert im Tischtennis-Pokalfinale“

Bayerischer Rundfunk (BR): „TV Hilpoltstein, das Sensations-Team des Turniers“
 
Beitragsbild oben: BeLa Sportfoto