RÜCKBLICK CHINA OPEN



Demonstration der chinesischen Vormachtstellung im Tischtennis beim Heimevent, den China Open (Platinum Event der ITTF-World Tour). Alle fünf zu vergegebenden Titel bleiben im Reich der Mitte.

Ma Long gewinnt Herren-Einzel"

Nach dem Boykott des "Heimevents" der chinesischen Stars im vergangenen Jahr, folgte bei den gestern beendeten China Open die sportliche Demonstration. Ma Long sichert sich im Herren-Einzel den Titel. Im chinesischen Finale gegen den Weltranglistenersten Fan Zhengdong behielt der Einzelweltmeister mit 4-1 die Oberhand. Fan Zhendong konnte sich über die Niederlage mit dem Titel im Doppelwettbewerb mit seinem Landsmann Lin Gaoyuan trösten. Auch die Titel in den anderen ausgetragenen Wettbewerben bleiben in China: Bei den Damen gewann Wang Manyu, im Damen-Doppel setzen sich Ding Ning und Zhu Yuling durch. Das erstmal auf der World Tour ausgetragene Mixed (ab 2020 in Tokio im olympischen Programm) ging an das Duo Lin Gaoyuan/Chen Xongting.

Abschneiden der Deutschen Stars

Nur Timo Boll, hinter dem Weltranglisten-Ersten Fan Zhendong an Position zwei gesetzt, blieb die Qualifikation erspart und war für die 1. Hauptrunde bereits gesetzt. Titelverteidiger Dimitrij Ovtcharov fehlt in diesem Jahr bei den China Open, weil er im Sommer seine Oberschenkel-Verletzung auskurieren will. Die übrigen deutschen Starter (Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt), Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken TT), Ricardo Walther und Dang Qiu (beide ASV Grünwettersbach), Ruwen Filus (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell), Kilian Ort (TSV Bad Königshofen) sowie Bastian Steger (SV Werder Bremen)) mussten sich zunächst in einer zweitägige Einzel-Qualifikation einen der 16 freien Plätze im Hauptfeld erkämpfen. Dies gelang letztlich Patrick Franziska für den in der ersten Hauptrunde der Japaner Jun Mizutani eine zu hohe Hürde darstellte. Boll bezwang in seinem ersten Spiel den TTBL-Kollegen Darko Jorgic (SLO), scheiterte im Achtelfinale am Chinesen Liang Jingkun

China Open aus TTBL-Sicht

Zu den bereits genannten deutschen Stars starteten zahlreiche weitere TTBL-Spieler bei den mit 346.000 Dollar dotierten China Open in Shenzhen. Neben Patrick Franziska konnten sich Kristian Karlsson (Borussia Düsseldorf) und Bojan Tokic (1. FC Saarbrücken/(neu) ASV Grünwettersbach) und Darko Jorgic (TSV Bad Königshofen/(neu) 1. FC Saarbrücken TT) sowie Jang Woojin (neu TTF Liebherr Ochsenhausen) einen Platz in der Hauptrunde ergattern. Für diese gesetzt waren Omar Assar (SV Werder Bremen/ (neu) Borussia Düsseldorf) sowie Hugo Calderano und Simon Gauzy (beide TTF Liebherr Ochsenhausen). Hier gelang nur der Neuverpflichtung der TTF Liebherr OChsenhausen, Jang Woojin, der Sprung ins Achtelfinale durch einen Erfolg über den Portugiesen Marcos Freitas, ehe ihm dort das Aus gegen seinen suüdkoreanischen Landsmann Lee Sangsu ereilte. Bemerkenswert aus TTBL-Sicht war der Auftritt des TTBL-Doppels Alvaro Robles (TTC Schwalbe Bergeneustadt) und Ovidiu Ionescu (Post SV Mühlhausen). Nach Siegen über das japanische Doppel Harimoto/Ueda und das französische Doppel Cassin/Lebesson wurde im Halbfinale sensationell das chinesische Doppel Ma Long/Xu Xing bezwungen. Erst im Finale musste man dem zweiten chinesischen Doppel Fan Zhendong/Lin Gaoyuan den Sieg überlassen. 

Nächste Station Japan Open

Das World-Tour-Karussell dreht sich ab Mittwoch bei den mit 170.000-Dollar-Turnier, den Japan Open, weiter. In Kitakyushisu ist Timo Boll vor Chinas Weltmeister Ma Long, Wong Chun Ting (Hongkong und Lee Sangsu (Südkorea) an Position eins gesetzt.