SIE HABEN ES WIEDER GETAN



Kaum hat die neue Saison der Tischtennis Bundesliga (TTBL) begonnen, sorgt der Post SV Mühlhausen auch schon für Furore. Schon wieder. Denn wer am Sonntagnachmittag die Partie gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen verfolgt hat, dürfte sich ohne Zweifel an die Vorsaison erinnert gefühlt haben – und an eine beeindruckende Bilanz.

Habesohn, Schreyer

Auch in der neuen Saison ein gutes Team: Daniel Habesohn und Erik Schreyer (Foto: Habel)

Für die meisten Vereine in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) ist der Auftritt am Kristanplatz kein Vergnügen. Es ist eng, es ist laut – und endet nicht selten mit einer krachenden Niederlage. In der Vorsaison gewann der Post SV Mühlhausen sechs von acht Spielen in der eigenen Halle mit 3:0. Die Frage nach einem Heimvorteil erübrigt sich.

Ein 3:0-Erfolg gelang der Mannschaft von Trainer Erik Schreyer am vergangenen Sonntag zwar nicht. Den Heimspielauftakt der Thüringer macht das allerdings nicht weniger beeindruckend. Denn am Ende bejubelten Trainer, Spieler und Fans einen 3:1-Sieg, der so nicht zu erwarten war. Nicht angesichts des Gegners. Zu Gast am Kristanplatz waren die TTF Liebherr Ochsenhausen, die mit Hugo Calderano (10.) und Simon Gauzy (13.) gleich zwei Spieler aus den Top 15 der Welt in ihren Reihen haben und als härtester Konkurrent von Rekordmeister Borussia Düsseldorf gehandelt werden. Zum Vergleich: Daniel Habesohn, am Sonntag die Nummer eins der Gastgeber, wird im Ranking der ITTF als bester Post-Spieler auf Rang 41 geführt.

Dass Zahlen wie diese in Mühlhausen jedoch keine Rolle zu spielen scheinen, schrieb Trainer Schreyer am Sonntag dem Kristanplatz und seiner „Zauberformel“ zu. Und die ließ Daniel Habesohn, Ovidiu Ionescu und Lubomir Jancarik über sich hinauswachsen. „Was unsere Mannschaft heute an den Tisch gebracht hat, war phänomenal“, jubelte Schreyer anschließend und lobte explizit auch einen Spieler, der nicht direkt am Erfolg beteiligt war. „Steffen (Mengel) hat auf der Ersatzbank unglaublich mitgefiebert, sich voll reingehangen. Der Teamspirit war bereits letzte Saison unsere Stärke und ist auch dieses Jahr wieder da.“

In einer „ganz langen Saison mit vielen Höhepunkten“, so Schreyer, benötigt der Post SV Mühlhausen, der in diesem Jahr auch in der Champions League an den Start geht, besagten Teamgeist vermutlich mehr denn je. Vor allem in der Fremde. Schließlich wirkt die Zauberformel nur am Kristanplatz. Dort erwartet Mühlhausen am kommenden Sonntag um 15 Uhr die nächste Aufgabe, wenn am 4. Spieltag Tabellenführer Düsseldorf zu Gast ist.

Beitragsbild: Christian Habel