TEAM-EM: DEUTSCHLAND LOCKER IM HALBFINALE



Die deutschen Tischtennis-Herren haben im Viertelfinale der Mannschafts-Europameisterschaften in Luxemburg mit Viertelfinalgegner Ukraine keine Probleme und ziehen souverän ins die nächste Runde ein. Topstar Timo Boll bringt die Mannschaft von Bundestrainer Jörg Roßkopf auf Kurs. Im Halbfinale warten überraschenderweise nicht die Schweden.

Kou Lei

Konnte das Aus der Ukraine nicht verhindern: Kou Lei (Foto: ITTF)

Und wieder zu null: Die DTTB-Auswahl um Deutschlands Nummer eins Dimitrij Ovtcharov hat bei den ITTF European Table Tennis Championships im Herzogtum Luxemburg ihre weiße Weste bewahrt. Wie in den Gruppenspielen an den Tagen zuvor verlor Deutschland auch im Viertelfinale der Team-EM gegen die Ukraine am Freitagnachmittag keines ihrer Einzel. Die Mannschaft von Bundestrainer Jörg Roßkopf ist damit nur noch zwei Siege vom angestrebten Titelgewinn entfernt.

Den Anfang im nur spärlich besuchten Sportzentrum d’Coque machte Düsseldorfs Topstar Timo Boll, der Grenzaus Nummer eins Kou Lei auf ukrainischer Seite keine Chance ließ. Im Anschluss konnte Viktor Yefimov die Partie gegen Ovtcharov zwar offener gestalten als Kou vor ihm, in Gefahr geriet die 2:0-Führung der deutschen Mannschaft jedoch nie. Für den Schlusspunkt sorgte schließlich Fuldas Abwehr-Ass Ruwen Filus gegen Yevhen Pryshchepa, der dem TTBL-Akteur ebenfalls mit 0:3 unterlag. „Ein derart deutliches Ergebnis haben wir uns erhofft, konnten aber nicht damit rechnen“, so Filus anschließend gegenüber dem DTTB. „Kou Lei ist ein starker Spieler, der – wenn es schlecht für uns läuft – beide Punkte machen kann. Deshalb war es gut, dass Timo uns gleich mit 1:0 in Führung gebracht hat.“

Im Parallelspiel trafen die hochgehandelten Schweden um das Düsseldorfer Gespann Kristian Karlsson und Anton Källberg auf Slowenien um Saarbrückens Routinier Bojan Tokic. Und der sorgte gleich mal für die erste Überraschung gegen den klaren Favoriten: Im Auftakteinzel gegen Källberg ging Tokic zunächst mit 2:0 in Führung und hatte nach dem Ausgleich des jungen Schweden im Entscheidungssatz die besseren Nerven. Darko Jorgic vom TSV Bad Königshofen konnte die Führung der Slowenien gegen Mattias Karlsson allerdings nicht ausbauen und unterlag klar.

Kou Lei

An diesem Tag unschlagbar: Bojan Tokic (Foto: ITTF)

Tokic nicht zu stoppen

Nach Kristian Karlssons Dreisatzerfolg über Saarbrückens Zweitligaspieler Deni Kozul war Tokics Erfahrung gegen Mattias Karlsson erneut gefragt. Und auch diesmal zeigte der mittlerweile 36-Jährige seine Klasse und setzte sich überraschend deutlich durch, Karlsson kam in drei Durchgängen nicht einmal in die Nähe eines Satzgewinns. Im Entscheidungsspiel wuchs dann auch Jorgic über sich hinaus und schlug den eingewechselten Pär Gerell in vier Sätzen. Slowenien steht damit sensationell im Halbfinale und trifft dort am morgigen Samstag auf Deutschland.

In den anderen beiden Viertelfinals stehen sich um 19 Uhr Frankreich und Griechenland sowie Portugal und Kroatien gegenüber.

Die Ergebnisse im Überblick

Ukraine – Deutschland 0:3
Kou Lei – Timo Boll 0:3 (7:11, 8:11, 5:11)
Viktor Yefimov – Dimitrij Ovtcharov 0:3 (5:11, 9:11, 6:11)
Yevhen Pryshchepa – Ruwen Filus 0:3 (7:11, 9:11, 7:11)

Slowenien – Schweden 3:2
Bojan Tokic – Anton Källberg 3:2 (11:4, 11:8, 6:11, 8:11, 11:4)
Darko Jorgic – Mattias Karlsson 0:3 (6:11, 7:11, 4:11)
Deni Kozul – Kristian Karlsson 0:3 (4:11, 10:12, 9:11)
Bojan Tokic – Mattias Karlsson 3:0 (11:8, 11:5, 11:6)
Darko Jorgic – Pär Gerell 3:1 (11:8, 8:11,11:9, 11:6)

Alle Ergbnisse auf den Seiten des Weltverbands ITTF (engl.).

Beitragsbild oben: ITTF