TEAM-EM: OVTCHAROV, BOLL UND CO. FAVORISIERT



Am Mittwoch beginnt für die deutschen Herren um Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll bei den Team-Europameisterschaften in Luxemburg das Unternehmen Goldmedaille. Auf den Titel schielen allerdings auch der amtierende Champion Österreich um Düsseldorfs Stefan Fegerl und Portugal um Saarbrückens Tiago Apolonia, das die Trophäe 2014 gewann.

Das nationale Sport- und Kulturzentrum d’Coque im Herzogtum Luxemburg ist in den kommenden Tagen Schauplatz der ITTF European Table Tennis Championships. Vom 13. bis 17. September kämpfen jeweils 16 Herren- und Damenteams in der sogenannten Championship Division um die Krone des kontinentalen Mannschaftstischtennis. Für alle übrigen Teams geht es in der Challenger- bzw. Standard Division um den Auf- und Abstieg in die nächsthöhere oder niedrigere Klasse.

Nach zwei Finalniederlagen in Folge ist das deutsche Herrenteam von Bundestrainer Jörg Roßkopf fest entschlossen, sich den Titel in Luxemburg zurückzuholen. „Wir haben bei Olympia gezeigt, dass wir immer noch die beste Mannschaft Europas sind und wollen das auch in Luxemburg wieder sein“, so Roßkopf. Für die vom Weltranglistenvierten Dimitrij Ovtcharov angeführte Mannschaft beginnt das Turnier am Mittwochmittag um 13 Uhr in Gruppe A gegen Spanien um Bergneustadts Neuzugang Alvaro Robles. Um den Einzug ins Viertelfinale geht es dann am Donnerstag, wenn die Partien gegen Kroatien (10 Uhr) und Weißrussland (19 Uhr) auf dem Programm stehen.

Portugal und Österreich in einer Gruppe

Tiago Apolonia

Gewann den Titel mit Portugal 2014: Tiago Apolonia (Foto: ITTF)

In Gruppe B treffen die beiden letzten Titelträger Portugal (2014) und Österreich (2015) im direkten Duell aufeinander (Donnerstag, 10 Uhr). Für die Portugiesen um Saarbrückens Nummer eins Tiago Apolonia und Ochsenhausens Joao Geraldo beginnt die EM am Mittwoch um 13 Uhr gegen Außenseiter Slowenien. Damit trifft Apolonia auf seinen Saarbrücker Mannschaftskollegen Bojan Tokic und Bad Königshofens Darko Jorgic. Titelverteidiger Österreicher um Düsseldorfs Stefan Fegerl und Mühlhausens Daniel Habesohn beginnen zeitgleich gegen die Slowakei.

Mit Schweden tritt ein weiterer Titelkandidat in Gruppe C an und dürfte dort wenig Mühe haben, als Gruppenerster- oder zweiter den Sprung ins Viertelfinale zu schaffen. Gegner des Düsseldorfer Gespanns Kristian Karlsson und Anton Källberg sind Russland, die ohne Spitzenspieler Alexander Shibaev antreten, Griechenland um den ehemaligen Düsseldorfer Panagiotis Gionis und Gastgeber Luxemburg. Die Franzosen, die mit Einzel-Europameister Emmanuel Lebesson und Ochsenhausens Simon Gauzy ins Rennen gehen, bekommen es in Gruppe D mit Rumänien (u. a. mit Hunor Szöcs und Ovidiu Ionescu), Polen (u. a. Jakub Dyjas) und der Ukraine (u. a. Kou Lei) zu tun.

Finale am Sonntag

Nach dem Ende der Gruppenphase am Donnerstagabend beginnt am Freitag die K.-o.-Runde, bevor am Samstag das Halbfinale und am Sonntag das Endspiel ausgetragen werden. Gespielt wird im aus der Tischtennis Bundesliga (TTBL) und Champions League bekannten System mit Dreiermannschaften. Ausgetragen werden nur Einzel im Modus A1 vs. B2, A2 vs. B1, A3 vs. B3, A1 vs. B1 und A2 – B2. Tägliche Livestreams der EM bietet LAOLA1.tv.

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