TEAM-WM: GASTGEBER LAUFEN HEIß



Bei den Team-Weltmeisterschaften in Halmstadt hat sich Gastgeber Schweden am zweiten Turniertag mit einem furiosen 3:2-Erfolg über Hongkong für ein Duell mit der deutschen Mannschaft in Position gebracht. Nach jeweils zwei Siegen liegen beide Teams nun punktgleich auf dem ersten Tabellenplatz in Gruppe A.

Kristian Karlsson

Allen Grund zum Jubeln: Kristian Karlsson (Foto: ITTF)

Das wird ein echter Härtetest für die Mannschaft von Bundestrainer Jörg Roßkopf: Bei den Team-Weltmeisterschaften in Halmstadt treffen Timo Boll und Co. am Montagabend um 19 Uhr auf die schwedischen Gastgeber – und die scheinen vor heimischem Publikum in Topform zu sein. Die Mannschaft um Bolls Düsseldorfer Vereinskollegen Kristian Karlsson und Anton Källberg schlug am Mittag die stark eingeschätzten Hongkong-Chinesen mit 3:2. Zum Auftakt ins das Turnier hatte Schweden am Sonntag bereits die Rumänen um Bremens Hunor Szöcs und Mühlhausens Ovidiu Ionescu klar in die Schranken weisen können (3:0).

Gegen Hongkong gerieten die WM-Gastgeber zwar zunächst in Rückstand, konnten das Spiel dank Kristian und Mattias Karlsson jedoch drehen. Allerdings erwies sich der Weltranglistensiebte Wong Chun Ting an diesem Tag als zu stark und glich mit seinem zweiten Sieg gegen Kristian Karlsson zum 2:2 aus. Dann jedoch spielte sich Jon Persson gegen Ho Kwan Kit in einen Rausch. Der Schwede ließ dem 21-jährigen Nachwuchs-Ass der Asiaten im Entscheidungseinzel keine Chance (3:0) und sorgte in der Halmstad Arena damit für ausgelassenen Jubel.

Deutschland erst mit Mühe, dann klar

Timo Boll

Mit Respekt gegen Schweden: Timo Boll (Foto: ITTF)

Einen gelungenen WM-Auftakt feierte auch die deutsche Mannschaft. Während die Roßkopf-Truppe am Sonntag gegen Ägypten um den bärenstarken Omar Assar (Bremen) noch ihre Mühe hatte und das Spiel erst im Entscheidungseinzel gewinnen konnte, ließ Deutschland am Montagmorgen gegen Rumänien nichts anbrennen. Patrick Franziska (Saarbrücken), Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov (Orenburg) sorgten ohne Satzverlust für den klaren 3:0-Erfolg gegen die Osteuropäer. Nun warten im Duell um die Tabellenführung in Gruppe A die Gastgeber. „Gegen Schweden heute Abend wird es ein schwieriges Spiel. Sie sind anscheinend gut drauf, wie sie auch gegen Hongkong am Morgen gezeigt haben“, so Boll. „Ich kenne sie alle ganz gut aus der TTBL oder T2APAC, deswegen weiß ich, was heute auf uns zukommt.“

In Gruppe B, die von Titelverteidiger China angeführt wird, sorgten am zweiten Turniertag die Brasilianer für ein Ausrufezeichen. Die Mannschaft um Ochsenhausens Hugo Calderano schlug den Team-Europameister von 2014 Portugal überraschend deutlich mit 3:0. Neben Calderano punktete für die Südamerikaner der Bald-Bremer Gustavo Tsuboi, der Portugals Nummer eins Marcos Freitas mit 3:2 niederrang. Um 19 Uhr fordert Brasilien nun Chinas Superstars, die in ihren beiden ersten Partien gegen Russland (3:0) und Tschechien (3:0) keinen Gefangenen machten.

England und Belgien überraschen

Paul Drinkhall

Schlug Chuang Chih-Yuan: Paul Drinkhall (Foto: ITTF)

Gleich zwei überraschende Ergebnisse hatte am zweiten WM-Tag die Gruppe C zu bieten. Dort setzte sich am Montagmorgen der WM-Dritte von 2016 England mit 3:1 gegen Taiwan durch, Belgien schlug Singapur mit 3:2. Für die Mannschaft von der Insel punkteten neben dem ehemaligen Ochsenhäuser Liam Pitchford der Noch-Grünwettersbacher Samuel Walker sowie der zukünftige Bergneustädter Paul Drinkhall. Die Briten sorgten so im Verbund für den Sieg gegen die starken Asiaten um Chuang Chih-Yuan und Chien Chen-An. 

Besonders eng geht es in der Gruppe D zu, in der sich nach zwei Siegen in zwei Spielen Frankreich und Südkorea den ersten Platz teilen. Chancen auf den Einzug in die K.-o.-Runde dürfen sich jedoch auch Indien und Kroatien machen, die jeweils einmal gewinnen konnten. Für die vier Gruppensieger geht das Turnier im Viertelfinale weiter, die Zweit- und Drittplatzierten jeder Gruppe ziehen ins vorgeschaltete Achtelfinale ein.

Alle Spiele und Ergebnisse sowie einen Livestream des Turniers finden Sie auf den Seiten des Weltverbands ITTF (engl.).

Beittragsbild oben: ITTF