BOLL MUSS IN ENTSCHEIDUNGSSATZ: DÜSSELDORF SCHLÄGT BAD HOMBURG MIT ETWAS MÜHE



Borussia Düsseldorf hat trotz einiger Schwierigkeiten den siebten Sieg im siebten Spiel in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gefeiert. Mit 3:0 setzte sich der Tabellenführer am 6. Spieltag am Sonntag gegen den TTC OE Bad Homburg durch.

Maksim Grebnev

Maksim Grebnev legte ein starkes TTBL-Debüt hin und zwang Timo Boll in den Entscheidungssatz. (Foto: ITTF)

Die Sensation war am Sonntag zum Greifen nah: Maksim Grebnev legte bei seinem Debüt in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) einen bärenstarken Auftritt hin und griff gegen Timo Boll nach dem Sieg. Nach 20 Minuten führte der 18-Jährige vom TTC OE Bad Homburg mit 2:1 Sätzen gegen den Superstar von Borussia Düsseldorf und beeindruckte mit variantenreichem Spiel und guter Beinarbeit. Am Ende aber war die Hürde Boll dann doch ein kleines Stück zu hoch. Der 39-Jährige nämlich glich im vierten Satz mit 11:4 zum 2:2 aus und dominierte anschließend auch im fünften. Grebnev und der neue TTC-Coach Tobias Beck versuchten es mit einem Time-out, der Düsseldorfer Spitzenspieler aber entschied das Duell mit 3:2 (10:12, 11:5, 3:11, 11:4, 11:4) für sich.

Hätte Grebnev das ungleiche Duell gewonnen und das Break geschafft, der Nachmittag wäre vielleicht gänzlich anders gelaufen. So aber kam letztlich alles wie erwartet: Düsseldorf entschied auch die weiteren beiden Einzel für sich und brachte den nächsten 3:0-Sieg unter Dach und Fach, durch den der Rekordmeister weiterhin an der Tabellenspitze steht. 14:0 Punkte weist das Borussia-Konto inzwischen auf, während Bad Homburg trotz wieder einmal guter Ansätze noch mit leeren Händen dasteht. Der Aufsteiger bleibt mit 0:12 Punkten das Liga-Schlusslicht.

Beck: „Haben uns heute Respekt verdient“

Dabei bewiesen auch Rares Sipos und Lev Katsman abermals ihre TTBL-Tauglichkeit. Sipos, mit 20 Jahren der älteste Akteur des TTC-Trios, kam im zweiten Einzel gegen Anton Källberg zum Einsatz und zwang den Schweden insbesondere dank starken Rückhandspiels in den Entscheidungssatz. Der Punkt aber ging auch hier an Düsseldorf: Beim Stand von 5:5 machte zunächst die größere Abgeklärtheit von Källberg den Unterschied, ehe dann auch das Netz mehrfach mithalf zum 3:2 (7:11, 11:7, 11:5, 8:11, 11:6)-Sieg. Auf Position drei fuhr anschließend Kristian Karlsson den dritten Punkt ein. Wieder war es ein Duell auf des Messers Schneide, wieder mit dem besseren Ende für Düsseldorf: Bei 2:1-Satzführung wehrte Karlsson im vierten Satz mehrere Satzbälle von Lev Katsman ab und nutzte seinen ersten Matchball zum 3:1 (8:11, 11:4, 11:9, 12:10) und damit dem 3:0-Sieg der Borussia.

„Wir haben uns heute großer Gegenwehr gegenübergesehen, alle Spiele waren knapp“, kommentierte Borussia-Manager Andreas Preuß nach der Partie. „Großer Respekt für die Leistung von Bad Homburg. Ich bin mir sicher, sie werden noch viele Mannschaften ärgern.“ Tobias Beck, der am Freitag als neuer Trainer Bad Homburgs und somit als Nachfolger von Tobias Kirch vorgestellt worden war, sagte: „Ich denke, wir haben uns heute sehr gut präsentiert. Natürlich hat es noch an der Erfahrung auf diesem Niveau gefehlt, aber wir haben uns ein wenig Respekt verdient.“

Der Tischtennis-Sonntag in der Übersicht

TTC Neu-Ulm – Post SV Mühlhausen 3:1
Emmanuel Lebesson – Ovidiu Ionescu 3:1 (8:11, 11:7, 11:5, 11:6)
Vladimir Sidorenko – Steffen Mengel 3:2 (6:11, 11:8, 6:11, 11:9, 11:8)
Tiago Apolonia – Daniel Habesohn 0:3 (7:11, 6:11, 8:11)
Emmanuel Lebesson – Steffen Mengel 3:2 (11:8, 11:9, 10:12, 7:11, 11:2)

TSV Bad Königshofen – ASV Grünwettersbach 3:1
Abdel-Kader Salifou – Tobias Rasmussen 3:1 (13:11, 12:10, 4:11, 11:8)
Kilian Ort – Wang Xi 3:1 (11:8, 10:12, 11:3, 12:10)
Filip Zeljko – Dang Qiu 1:3 (8:11, 11:8, 2:11, 8:11)
Abdel-Kader Salifou – Wang Xi 3:2 (11:8, 6:11, 5:11, 12:10, 11:9)

Borussia Düsseldorf – TTC OE Bad Homburg 3:0
Timo Boll – Makim Grebnev 3:2 (10:12, 11:5, 3:11, 11:4, 11:4)
Anton Källberg – Rares Sipos 3:2 (7:11, 11:7, 11:5, 8:11, 11:6)
Kristian Karlsson – Kev Katsman 3:1 (8:11, 11:4, 11:9, 12:10)

Beitragsbild oben: Kristian Karlsson (Foto: Jörg Fuhrmann)