3:2 IN FULDA: MÜHLHAUSEN FEHLT NUR NOCH EIN SCHRITT



Der Post SV Mühlhausen steht kurz vor der erstmaligen Qualifikation für die Play-offs der Tischtennis Bundesliga (TTBL), am Sonntag gelang ein 3:2 beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell.

Alexandre Cassin

Alexandre Cassin gewann zweimal 3:0 und steht nun bei einer 20:5-Einzelbilanz. (Foto: Johannes Ruppel)

Mit einem 3:0-Erfolg hätte der Post SV Mühlhausen bereits für Klarheit sorgen können, hat aber auch so beste Karten für den Sprung in die Play-offs: Am 21. Spieltag gelang den Thüringern ein 3:2 beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, durch das ihnen nur noch ein letzter Schritt fehlt, um die Hauptrunde der Tischtennis Bundesliga (TTBL) mindestens auf dem vierten Platz zu beenden. Aktuell steht Mühlhausen mit 26:14 Punkten sogar auf Platz drei, die fünftplatzierten TTF Liebherr Ochsenhausen (24:18) könnten den Post SV aufgrund des Spielverhältnisses aber noch einholen. Bereits am Dienstag kann Mühlhausen im Nachholspiel gegen den 1. FC Saarbrücken TT alles klarmachen, dazu würde bereits eine 2:3-Niederlage reichen. Im letzten Saisonspiel treten die Thüringer schließlich am 13. April beim TSV Bad Königshofen an.

„Wir sind sehr, sehr happy. Jetzt fehlen nur noch Kleinigkeiten, dann sind wir zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in den Play-offs dabei“, sagte Mühlhausens Daniel Habesohn. „Dafür kämpfen wir und richten jetzt den Fokus auf die nächste Aufgabe.“ Bereits die Play-off-Teilnahme sicher haben die Fuldaer dank des 3:2 gegen den ASV Grünwettersbach am vergangenen Freitag. Mit 26:16 Punkten stehen sie derzeit auf Rang vier und wollen am 13. April beim TTC Schwalbe Bergneustadt den dritten Rang zurückerobern. „Es war ein harter Kampf, aber am Ende hat Mühlhausen verdient gewonnen“, anerkannte Fan Bo Meng. „Leider haben wir die Karten für den Sprung auf Platz drei nicht mehr selbst in der Hand. Aber mal sehen, was Mühlhausen am Dienstag gegen Saarbrücken macht.“

Irvin Bertrand jubelt in Einzel und Doppel

Den Unterschied zugunsten Mühlhausens machte am Sonntag wieder einmal Irvin Bertrand: Der 22-Jährige hat sich in Windeseile zur wichtigen Verstärkung für das Team entwickelt und blickt inzwischen auf vier Siege aus den jüngsten sechs Einzeln zurück. In Fulda kam Bertrand auf Position drei gegen Quadri Aruna zum Einsatz, nahm dem Weltranglisten-14. im zweiten Satz gar eine 9:4-Führung ab und gewann schließlich mit 3:0 (11:8, 13:11, 11:9). Endgültig zum Matchwinner wurde der Franzose dann im Doppel, in dem er mit Ovidiu Ionescu ein 3:0 (11:8, 11:3, 11:6) gegen Aruna und Fan Bo Meng feierte und damit den Sieg der Gäste sicherstellte.

Für den weiteren Punkt Mühlhausens war Daniel Habesohn verantwortlich, der gegen Meng mit 3:1 (11:8, 10:12, 11:8, 11:6) gewann. Nicht zu bezwingen war dagegen wieder einmal Alexandre Cassin, der sich zum Topspieler der Fuldaer entwickelt hat. Im Auftakteinzel gegen Ovidiu Ionescu wehrte der Franzose im ersten Satz drei Satzbälle ab und spielte anschließend wie aufgedreht: Zunächst gewann er mit 3:0 (12:10, 11:8, 11:8) gegen Ionescu, im Spitzeneinzel schlug er dann auch Habesohn mit 3:0 (11:4, 11:8, 11:7), womit er nun bei einer 20:5-Einzelbilanz und auf Platz drei der TTBL-Spielerrangliste steht.

Der 21. Spieltag in der Übersicht

TTF Liebherr Ochsenhausen – TSV Bad Königshofen 3:1
Can Akkuzu – Akito Itagaki 3:0 (11:7, 11:5, 11:2)
Kanak Jha – Bastian Steger 0:3 (8:11, 8:11, 7:11)
Simon Gauzy – Filip Zeljko 3:1 (11:6, 11:6, 10:12, 11:8)
Can Akkuzu – Bastian Steger 3:1 (11:1, 11:6, 7:11, 11:9)

ASV Grünwettersbach – TTC Schwalbe Bergneustadt 3:1
Wang Xi – Elias Ranefur 3:2 (11:4, 4:11, 12:14, 11:6, 11:6)
Tobias Rasmussen – Alvaro Robles 1:3 (3:11, 11:1, 6:11, 11:13)
Deni Kozul – Benedikt Duda 3:0 (11:9, 11:8, 11:4)
Wang Xi – Alvaro Robles 3:2 (9:11, 11:7, 10:12, 11:8, 11:9)

TTC Zugbrücke Grenzau – Borussia Düsseldorf 0:3
Patrick Baum – Dang Qiu 0:3 (8:11, 8:11, 8:11)
Wu Jiaji – Timo Boll 0:3 (7:11, 6:11, 8:11)
Nils Hohmeier – Anton Källberg 2:3 (5:11, 12:10, 8:11, 11:8, 1:11)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – Post SV Mühlhausen 2:3
Alexandre Cassin – Ovidiu Ionescu 3:0 (12:10, 11:8, 11:8)
Fan Bo Meng – Daniel Habesohn 1:3 (8:11, 12:10, 8:11, 6:11)
Quadri Aruna – Irvin Bertrand 0:3 (8:11, 11:13, 9:11)
Alexandre Cassin – Daniel Habesohn 3:0 (11:4, 11:8, 11:7)
Quadri Aruna/Fan Bo Meng – Irvin Bertrand/Ovidiu Ionescu 0:3 (8:11, 3:11, 6:11)

1. FC Saarbrücken TT – TTC OE Bad Homburg 3:0
Darko Jorgic – Cedric Meissner 3:0 (11:5, 11:6, 11:5)
Patrick Franziska – Rares Sipos 3:0 (11:5, 13:11, 14:12)
Tomas Polansky – Benno Oehme 3:1 (11:5, 11:8, 10:12, 11:6)

TTC Neu-Ulm – SV Werder Bremen 3:1
Kay Stumper – Kirill Gerassimenko 1:3 (9:11, 9:11, 11:6, 8:11)
Ioannis Sgouropoulos – Mattias Falck 3:1 (11:9, 6:11, 11:7, 15:13)
Tiago Apolonia – Hunor Szöcs 3:1 (5:11, 11:5, 11:4, 11:7)
Kay Stumper – Mattias Falck 3:1 (7:11, 11:9, 11:5, 11:7)

Beitragsbild oben: Irvin Bertrand (Foto: Christian Habel)