TROTZ ARUNA-DEBÜT: BAD KÖNIGSHOFEN KNACKT ERSTMALS FULDA



Die schwarze Serie des TSV Bad Königshofen hat ein Ende gefunden: Im siebten Anlauf haben sich die Unterfranken am Sonntag erstmals gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell durchgesetzt und mit dem 3:0-Sieg einen gelungenen Start in die neue Saison der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gefeiert.

Quadri Aruna

Quadri Aruna hatte bei seinem Debüt für den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell das Nachsehen gegen Kilian Ort. (Foto: ITTF)

Wenig hatte vor dem Spieltag für den TSV Bad Königshofen gesprochen, und schon gar nicht die Serie: Fünfmal in Folge in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) und einmal im Pokal waren die Unterfranken auf den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell getroffen und hatten dabei jeweils das Nachsehen gehabt. Und auch die Personalsituation deutete nicht auf einen Heimsieg des TSV hin. Denn während Bad Königshofen auf Abdel-Kader Salifou verzichten musste, war Fulda mit Neuzugang Quadri Aruna angereist. Auch auf die Unterstützung der Zuschauer musste Bad Königshofen infolge der Corona-Einschränkungen bekanntlich verzichten.

Dann aber kam alles anders, und das lag maßgeblich an Bastian Steger. Der 39-Jährige lag im Duell der deutschen Nationalspieler gegen einen starken Ruwen Filus zwar zunächst nach 8:11 und 8:11 mit 0:2 Sätzen hinten, meldete sich dann aber eindrucksvoll zurück. Mit reduzierter Fehlerquote und aggressiven Topspins drehte Steger die Partie mit 11:6, 11:5 und 11:6 zum 3:2-Sieg. „Er hat die Taktik ein bisschen umgestellt, ist dann sehr stark zurückgekommen – und hat dann auch verdient gewonnen“, anerkannte Filus anschließend.

Ort macht alles klar

Im zweiten Einzel gab Aruna sein Debüt für Fulda und lieferte mit 11:3 im ersten Satz einen vielversprechenden Auftakt. Sein Kontrahent Kilian Ort aber leistete dem Weltranglisten-20. starke Gegenwehr, drehte die Partie zunächst mit 11:8 und 11:7 zur 2:1-Satzführung und nutzte anschließend seinen zweiten Matchball zum 11:9. Durchaus überraschend also lag Bad Königshofen zur Pause mit 2:0 vorne – und danach legte dann Filip Zeljko nach. Das Duell der Youngster gegen Fan Bo Meng entschied Zeljko mit 3:1 (15:13, 11:1, 10:12, 11:9) für sich und feierte damit seinen insgesamt vierten Sieg in der TTBL.

„Das hatten wir nicht erwartet“, sagte Ort im Anschluss. „Wir haben es super gemacht und eine klasse Leistung geboten.“ Zeljko meinte: „Ich freue mich insbesondere für Kilian, der in der Vergangenheit immer wieder Probleme hatte. Mit meinem eigenen Spiel bin ich nicht ganz zufrieden, es gibt noch viele Dinge zu verbessern. Trotzdem freue ich mich natürlich über meinen Sieg.“ Sichtlich enttäuscht war dagegen Filus: „Bad Königshofen hat verdient gewonnen, trotzdem tut es sehr weh“, sagte der Fuldaer.

 

Der 1. Spieltag in der Übersicht

TSV Bad Königshofen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:0
Bastian Steger – Ruwen Filus 3:2 (8:11, 8:11, 11:6, 11:5, 11:6)
Kilian Ort – Quadri Aruna 3:1 (3:11, 11:8, 11:7, 11:9)
Filip Zeljko – Fan Bo Meng 3:1 (15:13, 11:1, 10:12, 11:9)

Borussia Düsseldorf – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1
Anton Källberg – Robin Devos 3:1 (11:4, 12:14, 11:7, 11:5)
Danny Heister – Ioannis Sgouropoulos 1:3 (12:10, 5:11, 9:11, 3:11)
Ricardo Walther – Cristian Pletea 3:1 (9:11, 11:6, 12:10, 11:6)
Anton Källberg – Ioannis Sgouropoulos 3:0 (11:6, 11:4, 13:11)

Post SV Mühlhausen – ASV Grünwettersbach 1:3
Daniel Habesohn – Deni Kozul 3:1 (9:11, 11:7, 11:4, 11:5)
Ovidiu Ionescu – Wang Xi 2:3 (11:9, 8:11, 11:5, 12:14, 9:11)
Steffen Mengel – Dang Qiu 2:3 (9:11, 11:7, 6:11, 11:5, 8:11)
Daniel Habesohn – Wang Xi 0:3 (3:11, 3:11, 10:12)

TTC Schwalbe Bergneustadt – SV Werder Bremen 3:0
Benedikt Duda – Marcelo Aguirre 3:0 (11:8, 11:5, 11:1)
Alvaro Robles – Mattias Falck 3:2 (11:6, 9:11, 5:11, 11:6, 11:6)
Stefan Fegerl – Kirill Gerassimenko 3:1 (11:5, 2:11, 11:6, 11:8)

TTC OE Bad Homburg – TTC Neu-Ulm 1:3
Gustavo Tsuboi – Vladimir Sidorenko 3:2 (5:11, 11:7, 5:11, 11:6, 11:4)
Lev Katsman – Tiago Apolonia 1:3 (11:8, 12:14, 7:11, 10:12)
Rares Sipos – Emmanuel Lebesson 1:3 (5:11, 11:6, 5:11, 6:11)
Gustavo Tsuboi – Tiago Apolonia 0:3 (9:11, 8:11, 9:11)

Sonntag, 20. September, 15 Uhr
TTF Liebherr Ochsenhausen – 1. FC Saarbrücken TT

 

Beitragsbild oben: Kilian Ort (Foto: Hermann Zacher)