TTCLM: DÜSSELDORF VOR ‚MISSON IMPOSSIBLE‘



Nach der deutlichen 0:3-Niederlage im Hinspiel steht Borussia Düsseldorf im zweiten Finale der Champions League am kommenden Freitag mit dem Rücken zur Wand. Titelfavorit TTC Fakel Gazprom benötigt vor heimischem Publikum hingegen nur einen einzigen Sieg zum angestrebten Titelgewinn. Trotzdem sei man auf der Hut, so Orenburgs Dimitrij Ovtcharov.

Timo Boll, Borussia Düsseldorf, Saison 2016/17

Mit Düsseldorf vor einer schweren Aufgabe: Timo Boll (Foto: MaJo-Foto)

Uff – diese Niederlage musste selbst der erfahrene Timo Boll am Sonntagnachmittag erst einmal sacken lassen. „Wir sind natürlich sehr enttäuscht, auch ich. Jedoch gar nicht so sehr über die Leistung“, so der 36-Jährige. Zu letzterem gab es am vergangenen Sonntag allerdings auch keinen Anlass. Denn was insbesondere Boll und sein Gegenüber Dimitrij Ovtcharov im Auftakteinzel auf den Tisch zauberten, gehört sicherlich zu dem besten, was der ARAG CenterCourt in der jüngeren Vergangenheit zu sehen bekam. Kaufen kann sich davon in Düsseldorf freilich niemand etwas.

„Jetzt wird es sehr, sehr schwer im Rückspiel“, weiß Boll. „Wir fahren zwar nach Russland und versuchen, das Spiel zu gewinnen. Aber ein 0:3 aufzuholen, ist so gut wie unmöglich.“ Was für die einen damit zur ‚Mission Impossible‘ werden dürfte, könnte zum Schaulauf für die anderen werden. Denn mit einem Vorsprung von 9:3 Sätzen aus dem Hinspiel reicht den Russen um Japans Nummer eins Jun Mizutani ein einziger Sieg – oder eben vier gewonnene Sätze. Zu sicher will sich Ovtcharov jedoch nicht sein. „Wir sind natürlich erleichtert und hochzufrieden, in Düsseldorf gewonnen zu haben – mit Orenburg immerhin das erste Mal in sieben Jahren. Aber wir bleiben im Rückspiel trotzdem auf der Hut.“

Heister: „Das Unmögliche möglich machen“

Auch wenn der Vergleich ein wenig hinkt: Wie man ein 0:3 umbiegt, weiß die Borussia nur zu gut. Im Play-off-Halbfinale gegen den 1. FC Saarbrücken TT im April 2015 verlor Düsseldorf im Saarland klar. Im Rückspiel wuchs die Mannschaft von Trainer Danny Heister dann allerdings über sich hinaus und zogen dank des minimal besseren Satzverhältnisses doch noch ins Liebherr TTBL-Finale ein. Die Hoffnung hat daher auch Heister noch nicht aufgegeben. „Wenn wir uns noch ein bisschen steigern und in den richtigen Momenten ein wenig Glück haben – wer weiß, was dann möglich ist“, so der Niederländer. „Die Jungs werden um jeden Ball kämpfen, um das Unmögliche noch möglich zu machen.“

Das Final-Rückspiel in Orenburg sehen Sie am Freitag ab 14 Uhr live auf LAOLA1.tv.