TTCLM: DÜSSELDORF MIT EINEM BEIN IM HALBFINALE



Borussia Düsseldorf zeigt in Jekaterinburg eine starke Leistung und schlägt den russischen Meister TTSC UMMC im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League letztlich klar. Im Rückspiel haben Timo Boll und Co. damit beste Chancen, ins Halbfinale einzuziehen.

Anton Källberg

Nervenstark gegen Gacina: Anton Källberg (Foto: Arras)

Manchmal sind im Tischtennissport vor allem starke Nerven gefragt. Und davon hatte Anton Källberg vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Table Tennis Champions League Men (TTCLM) offenbar eine ganze Portion in seiner Sporttasche. Gegen den ehemaligen Bundesliga-Akteur Andrej Gacina hatte der junge Schwede zwei Satzbälle zum 2:0, konnte davon allerdings keinen nutzen. Einen Satz später ergab sich ein ähnliches Bild. Wieder Satzbälle, wieder wehrte der erfahrene Kroate des russischen Gastgebers zwei davon ab. Doch der dritte saß zum wichtigen 14:12. Zwar ging Durchgang Nummer vier wiederum an Gacina, im Entscheidungssatz ließ Källberg seinem Gegner dann jedoch keine Chance (11:2).

Und so stand unter dem Strich nach rund zweieinhalb Stunden der klare 3:0-Auswärtssieg für Borussia Düsseldorf gegen den russischen Meister TTSC UMMC, der den deutschen Rekordmeister für das Rückspiel am 9. Februar in eine exzellente Ausgangsposition bringt. Im ARAG CenterCourt reichen Düsseldorf fünf Satzgewinne oder ein Einzelsieg zum Einzug ins Halbfinale. „Das war eine überragende Teamleistung gegen eine sehr starke Mannschaft“, freute sich Borussia-Trainer Danny Heister. „Ich bin stolz auf das Team. Doch noch sind wir nicht durch, wir werden auch im Rückspiel auf der Hut sein.“ Zum Auftakt hatte der Weltranglistendritte Timo Boll für die schnelle 1:0-Führung der Gäste gesorgt, die bereits am Dienstag ins bitterkalte Russland gereist waren. Dem Japaner Maharu Yoshimura ließ Boll in zwei von drei Sätzen keine Chance.

Karlsson: „Waren mental stärker“

Ein ebenso enges Duell wie Källberg lieferte sich jedoch anschließend dessen Landsmann Kristian Karlsson, den Trainer Danny Heister gegen Fulda noch geschont hatte. Gegen den Russen Alexander Shibaev drehte Karlsson im zweiten Durchgang einen 2:6-Rückstand und lag zwischenzeitlich mit 2:1-Sätzen in Führung, ehe Shibaev sich in den Entscheidungsdurchgang retten konnte. Knapp war es schließlich auch dort. Doch was Källberg hatte, fehlte auch Karlsson an diesem Mittwochnachmittag deutscher Zeit nicht: gute Nerven. „Trotz des 3:0 war es unglaublich knapp. Wir waren in den entscheidenden Momenten mental stärker“, so Karlsson treffend.

Das Spiel in der Übersicht

TTSC UMMC – Borussia Düsseldorf 0:3
Maharu Yoshimura – Timo Boll 0:3 (5:11, 9:11, 3:11)
Alexander Shibaev – Kristian Karlsson 2:3 (11:8, 8:11, 6:11, 11:9, 9:11)
Andrej Gacina – Anton Källberg 2:3 (6:11, 13:11, 12:14, 11:7, 2:11)

Beitragsbild oben: BeLa Sportfoto