TTCLM: DÜSSELDORF UNTERLIEGT IN RUSSLAND



Titelverteidiger Borussia Düsseldorf muss im Halbfinale der Table Table Tennis Champions Men (TTCLM) eine empfindliche Niederlage hinnehmen und geht nach der 1:3-Pleite gegen den TTSC UMMC im russischen Jekaterinburg mit einer großen Hypothek ins Rückspiel.

Borussia Düsseldorf muss die Rückreise aus dem über 4.000 Kilometer entfernten Jekaterinburg ohne Punkte antreten und steht in zwei Wochen vor heimischem Publikum vor einer schweren Aufgabe. Im Halbfinal-Hinspiel der Table Tennis Champions League Men (TTCLM) unterlag die Mannschaft um Timo Boll dem TTSC UMMC am Donnerstagnachmittag deutscher Zeit mit 1:3. Auch Superstar Boll konnte die Niederlage nicht verhindern und verlor beide Einzel. „Wir haben uns teuer verkauft, doch am Ende fehlte das Quäntchen Glück“, so Manager Andreas Preuß. „Im Halbfinale der Champions League braucht man das auch, um gegen andere Top-Teams zu bestehen. Aber – noch ist die Messe nicht gelesen. Wir haben noch das Rückspiel bei uns in Düsseldorf.“

Schon der Auftakt im Sports Palace verhieß aus Düsseldorfer Sicht nichts Gutes. Anton Källberg traf zu Beginn der Partie auf UMMC-Spitzenspieler Fang Bo und war dem chinesischen Vize-Weltmeister von 2015 in allen Belangen unterlegen. Nach nur 15 eigenen Punkten musste der junge Schwede seinem Gegner zur 1:0-Führung gratulieren. Schwer tat sich im Anschluss auch Boll, der es im zweiten Duell der Begegnung mit dem ehemaligen Fuldaer Jonathan Groth zu tun bekam. Der Däne, bereits im Dress der Osthessen stets ein unangenehmer Gegner für Boll, lieferte sich mit dem frischgebackenen Deutschen Meister ein packendes Duell – an dessen Ende die 2:0-Pausenführung für die Gastgeber stand. Dabei hatte es zunächst so ausgesehen, als könne Düsseldorfs Nummer eins den 0:2-Satzrückstand ausgleichen, ehe der 37-Jährige jedoch im vierten Durchgang einen Satzball vergab.

Karlsson kann verkürzen

Kristian Karlsson

Brachte die Gäste noch einmal heran: Kristian Karlsson (Foto: Fuhrmann)

Hoffnung machte Borussia-Trainer Danny Heister anschließend der starke Auftritt von Kristian Karlsson, der Düsseldorf mit dem Rücken zur Wand und einem einem Viersatzerfolg über den Russen Aleksandr Shibaev wieder heranbrachte und damit mindestens ein weiteres Einzel erzwang. Dort war dann Boll lange auf der Siegerstraße und hatte Fang Bo zunächst gut im Griff. Doch der Chinese fand nach einem 0:2-Rückstand mehr und mehr zu seinem Spiel, gewann auch die langen Rallys und konnte die Partie in beeindruckender Manier doch noch drehen.

Damit muss Düsseldorf das Rückspiel im heimischen ARAG CenterCourt am 21. März (19 Uhr) mit mindestens 3:1 gewinnen, um wie im Vorjahr ins Finale einzuziehen. Das Satzverhältnis von 6:10 spricht indes klar für UMMC. „Fang Bo war heute zu kräftig für uns“, sagte Trainer Danny Heister. „Und wenn die eigene Nummer eins dann leer ausgeht, ist es schwierig in einem Halbfinale zu bestehen. UMMC im Rückspiel zu besiegen, wird eine richtig harte Nuss. Ich sehe unsere Chancen bei fünf Prozent.“

Das Spiel in der Übersicht

TTSC UMMC – Borussia Düsseldorf 3:1
Fang Bo – Anton Källberg 3:0 (11:5, 11:8, 11:2)
Jonathan Groth – Timo Boll 3:1 (12:10, 12:10, 9:11, 12:10)
Aleksandr Shibaev – Kristian Karlsson 1:3 (6:11, 11:9, 9:11, 9:11)
Fang Bo – Timo Boll 3:2 (11:13, 7:11, 11:4, 11:6, 11:4)

Beitragsbild oben: Friedrich Haubner