TTCLM: MÜHLHAUSEN SCHLÄGT SICH WACKER



Der Post SV Mühlhausen muss sich bei seiner Premiere in der Table Tennis Champions League Men (TTCLM) dem favorisierten TTC Fakel Gazprom am Ende deutlich geschlagen geben, kann die Einzelpartien jedoch offen gestalten. In den entscheidenden Situationen fehlt den Thüringern das letzte Quäntchen Glück.

Erik Schreyer

Zufrieden mit dem Auftritt seiner Jungs: Erik Schreyer (Foto: Habel)

Spiel verloren, Debüt dennoch gelungen – darüber waren sich beim Post SV Mühlhausen nach dem ersten Auftritt in der Table Tennis Champions League Men (TTCLM) am Freitagnachmittag deutscher Zeit alle einig. Immerhin hieß der Gegner gleich zum Auftakt TTC Fakel Gazprom. Und gegen den ist auch ein 0:3 keine Schande, erst recht nicht in Orenburg, erst recht nicht nach diesem Spielverlauf. „Wir haben heute gegen die auf dem Papier stärkste Mannschaft Europas gespielt und uns toll präsentiert“, freute sich Trainer Erik Schreyer. „Am Ende hat uns noch ein wenig die Abgezockheit gefehlt, aber wir haben in allen drei Einzeln eine starke Performance gezeigt.“

Etwa Doppel-Europameister Daniel Habesohn, der gegen Orenburgs Neuzugang Marcos Freitas gleich zu Beginn der Partie zwei Satzrückstände ausgleichen konnte und den Portugiesen so bis in den fünften Durchgang zwang. Oder Mühlhausens zweiter EM-Held Ovidiu Ionescu, der nach dem sensationellen Gewinn der Silbermedaille auch gegen Orenburg überzeugen konnte. „Ovis Leistung ist sehr hoch einzuschätzen“, fand Post-Manager Thomas Stecher. „Er hat mit Yan An einen Weltklasse-Chinesen ziemlich gefordert.“ So sehr, dass auch der seinen Sieg erst im fünften Durchgang feiern konnte.

Gelungenes Comeback für Mengel

Nach der Pause kam dann Steffen Mengel zu seinem erst zweiten Einsatz für Mühlhausen und sah sich seinem Nationalmannschaftskollegen Dimitrij Ovtcharov gegenüber. Nach der 1:0 Satzführung und dem schnellen Ausgleich durch Ovtcharov verpasste es Mengel anschließend allerdings, mit 2:1 in Führung zu gehen. Vier Satzbälle ließ der lange verletzte Siegerländer ungenutzt. Für Stecher trotzdem ein gelungenes Comeback: „Steffen ist heute eindrucksvoll in die Mannschaft zurückgekommen und hat sich gegen Dima fast selbst belohnt für seine harte Arbeit in den letzten Monaten.“

Doch auch bei Mengel blieb es an diesem Nachmittag beim „Fast“. „Wir hatten ein wenig Pech mit unglücklichen Bällen, haben aber hin und wieder auch die ein oder andere falsche Entscheidung getroffen“, resümierte Schreyer. „Trotzdem sind wir heiß auf das Rückspiel, weil wir heute gesehen haben, dass wir die Möglichkeiten haben, Orenburg zu schlagen – gerade mit unseren Fans im Rücken.“

Bis Orenburg am 30. November am Kristanplatz zu Gast ist, warten auf Mühlhausen allerdings im Heimspiel gegen Eslövs AI Bordtennis (19. Oktober) sowie im Hin- und Rückspiel gegen G.V. Hennebont T.T. (26. Oktober und 16. November) noch die übrigen Gegner in Gruppe D.

Das Spiel in der Übersicht

TTC Fakel Gazprom – Post SV Mühlhausen 3:0
Marcos Freitas – Daniel Habesohn 3:2 (11:6, 9:11, 11:4, 4:11, 11:3)
Yan An – Ovidiu Ionescu 3:2 (15:13, 8:11, 11:5, 8:11, 11:7)
Dimitrij Ovtcharov – Steffen Mengel 3:1 (10:12, 11:3, 13:11, 11:6)

Beitragsbild oben: Christian Habel