TTCLM: MÜHLHAUSEN VERLIERT KLAR UND IST DOCH WEITER



Der Post SV Mühlhausen steht aufgrund unerwarteter Schützenhilfe im Viertelfinale der Champions League (TTCLM): Trotz der 0:3-Niederlage bei Fakel Gazprom Orenburg holten die Thüringer Platz zwei in Gruppe A, da Leka Enea gegen Angers gewann. Der 1. FC Saarbrücken TT sicherte sich am Dienstag den Gruppensieg, Borussia Düsseldorf holte den sechsten Sieg im sechsten Spiel.

Lubomir Jancarik

Lubomir Jancarik und Co. hatten keine Chance in Orenburg, zogen aber dennoch ins Viertelfinale ein. (Foto: Christian Habel)

Der Post SV Mühlhausen darf das eine oder andere „Mühlhäuser Mitbringsel“, eine regionale Spezialitätenkiste, nach Spanien schicken. Erst die überraschende Schützenhilfe von Leka Enea TDM nämlich ermöglichte am Dienstagabend den Einzug des Siebten der Tischtennis Bundesliga (TTBL) in das Viertelfinale der Champions League (TTCLM): Mit 3:2 bezwang das bis dahin sieglose Schlusslicht den Mühlhäuser Verfolger VS Angers TT, die Franzosen haben damit als Tabellendritter acht Punkte auf dem Konto und einen Zähler Rückstand auf den Post SV. Hätte Angers gewonnen, wäre die von Mühlhausen befürchtete Punktgleichheit eingetreten – und dann wäre der zweite Platz aufgrund des direkten Vergleichs an Vaillante Sports gegangen.

Dabei hätte sich Mühlhausen den bangen Blick nach Spanien sparen können, wenn bei Fakel Gazprom Orenburg ein Sieg gelungen wäre. Dass es mit dem Coup beim Titelverteidiger allerdings nicht klappen würde an diesem Abend, war bereits nach wenigen Minuten absehbar. Ovidiu Ionescu erwischte keinen guten Start gegen Vladimir Samsonov und musste den ersten Satz rasch mit 3:11 abgeben. In Satz Nummer zwei war Ionescu näher dran an einem Erfolg, gab allerdings auch diesen mit 12:14 ab und kassierte im dritten ein 7:11 zum 0:3. Ähnlich verliefen anschließend die Matches von Lubomir Jancarik und Erik Schreyer, der anstelle des unter Rückenproblemen leidenden Steffen Mengel spielte. Jancarik tat sich schwer gegen Marcos Freitas und unterlag 0:3 (6:11, 5:11, 4:11), Schreyer verlor gegen Denis Ivonin ebenfalls 0:3 (9:11, 7:11, 3:11).

„0:3 Spiele, 0:9 Sätze – das sagt natürlich alles“, sagte Post-SV-Coach Schreyer. „Wir waren etwas überrascht, dass Orenburg mit der kompletten Mannschaft aufläuft. Sie waren ja bereits als Gruppenerster durch. Aber wenn sie mit diesem Team antreten, dann sind sie nun einmal die beste Mannschaft Europas.“

Saarbrücken sichert Platz eins, Düsseldorf makellos

Das Ticket für das Viertelfinale hatte der 1. FC Saarbrücken TT bereits vor der Partie gegen K.S. Dartom Bogoria Grodzisk Mazowiecki gelöst, durch den erneuten 3:2-Sieg gegen die Polen sicherte sich der TTBL-Spitzenreiter nun den ersten Platz in Gruppe C. Aufseiten Grodzisk Mazowieckis war Panagiotis Gionis nicht zu bezwingen. Der Abwehrspieler, der früher in der TTBL für Borussia Düsseldorf aktiv war, besiegte sowohl Tomas Polansky als auch Shang Kun jeweils mit 3:1. Die weiteren drei Einzel aber gehörten Saarbrücken: Shang schlug Marek Badowski 3:0 (11:6, 11:8, 11:6), Polansky ließ ein 3:0 (11:7, 11:4, 13:11) gegen den Polen folgen, Darko Jorgic besiegte Pavel Sirucek mit 3:1 (5:11, 11:5, 12:10, 11:4). Mit nun zehn Punkten ist Saarbrücken gleichauf in der Tabelle mit Grodzisk Mazowiecki. Da der direkte Vergleich bereits den Unterschied zugunsten des FCS macht, hat das Nachholspiel am Donnerstag beim Ping Pong Club Villeneuvois nur noch statistischen Wert für den FCS. Sollte Saarbrücken auch am Donnerstag gewinnen, würde die Gruppenphase mit der Optimalausbeute von zwölf Punkten abgeschlossen. „Es war eine gute Leistung und ein wichtiger Sieg. Als Gruppenerster können wir nun auf einen leichteren Gegner hoffen“, sagte Coach Slobodan Grujic. „Der Sieg gibt uns Selbstvertrauen, jetzt sind wir bereit für das Viertelfinale.“

Ricardo Walther

Ricardo Walther war am Dienstag der Matchwinner für Borussia Düsseldorf. (Foto: MaJo)

Makellos ist die Ausbeute von Borussia Düsseldorf in Gruppe D: Das 3:1 gegen GV Hennebont TT war der sechste Sieg des Champions von 2018 im sechsten Spiel. Mit der Optimalausbeute von zwölf Punkten steht Düsseldorf im Viertelfinale, bereits in der Vorwoche war beim Sporting Clube de Portugal Platz eins abgesichert worden. Matchwinner am Dienstag gegen die Franzosen war Ricardo Walther: Der 28-Jährige setzte sich zunächst gegen Konstantinos Angelakis mit 3:0 (11:5, 11:9, 11:2) durch und im vierten Einzel gegen Quentin Robinot erneut 3:0 (11:9, 12:10, 11:9). Den weiteren Sieg für Düsseldorf holte Kristian Karlsson beim 3:0 (11:4, 11:6, 11:9) gegen Georgios Stamatouros, während Anton Källberg mit 2:3 (12:10, 13:15, 7:11, 11:8, 7:11) gegen Robinot unterlag. „Ich bin in der Saison noch nicht so oft zweimal in einem Spiel zum Einsatz gekommen. Jetzt bin ich sehr froh, dass ich beide Spiele gewonnen habe und der Mannschaft helfen konnte, auch wenn es um nichts mehr ging“, sagte Walther. „Mir hat der Tag heute gezeigt, dass ich trotz Krankheit immer noch gut drauf bin und in den letzten drei Spielen des Jahres Gas geben kann.“

Alle Ergebnisse und Tabellen der TTCLM gibt es auf der Homepage der ETTU.

 

Der 6. Spieltag in der Übersicht

Gruppe A

Fakel Gazprom Orenburg – Post SV Mühlhausen 3:0
Vladimir Samsonov – Ovidiu Ionescu 3:0 (11:3, 14:12, 11:7)
Marcos Freitas – Lubomir Jancarik 3:0 (11:6, 11:5, 11:4)
Denis Ivonin – Erik Schreyer 3:0 (11:9, 11:7, 11:3)

Leka Enea TDM – VS Angers TT 3:2

Gruppe B

TTC Ostrava 2016 – SPG Walter Wels 3:2
Roskilde Bordtennis BTK61 – TTSC UMMC 1:3

Gruppe C

1. FC Saarbrücken TT – KS Dartom Bogoria Grodzisk Mazowiecki 3:2
Shang Kun – Marek Badowski 3:0 (11:6, 11:8, 11:6)
Tomas Polansky – Panagiotis Gionis 1:3 (11:6, 9:11, 11:13, 10:12)
Darko Jorgic – Pavel Sirucek 3:1 (5:11, 11:5, 12:10, 11:4)
Shang Kun – Panagiotis Gionis 1:3 (11:6, 5:11, 9:11, 9:11)
Tomas Polansky – Marek Badowski 3:0 (11:7, 11:4, 13:11)

GDCS Juncal – Ping Pong Club Villeneuvois 2:3

Gruppe D

Borussia Düsseldorf – GV Hennebont TT 3:1
Ricardo Walther – Konstantinos Angelakis 3:0 (11:5, 11:9, 11:2)
Anton Källberg – Quentin Robinot 2:3 (12:10, 13:15, 7:11, 11:8, 7:11)
Kristian Karlsson – Georgios Stamatouros 3:0 (11:4, 11:6, 11:9)
Ricardo Walther – Quentin Robinot 3:0 (11:9, 12:10, 11:9)

STK Starr Croatia – Sporting Clube De Portugal 1:3

 

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Beitragsfoto oben: Christian Habel