TTCLM: OCHSENHAUSEN MUSS WEITER ZITTERN



Die TTF Lieberr Ochsenhausen verlieren gegen Stella Sport La Romagne auch die zweite Partie in Folge und müssen plötzlich um den Einzug ins Viertelfinale der Table Tennis Champions League Men (TTCLM) bangen.

Simon Gauzy

Konnte die Heimpleite nicht verhindern: Simon Gauzy (Foto: Roscher)

Bitterer Champions-League-Abend für die TTF Liebherr Ochsenhausen: Trotz zweimaliger Führung vor heimischem Publikum in der Dr.-Hans-Liebherr-Halle unterlagen die Oberschwaben dem französischen Vertreter Stella Sport La Romagne am Freitagabend mit 2:3. Der bereits sicher geglaubte Einzug ins Viertelfinale der Table Tennis Champions League Men (TTCLM) ist vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen die SPG Walter Wels plötzlich in Gefahr. „Wir haben eben in Ostrava gepatzt und sind jetzt dafür bestraft worden, wir haben es uns selbst zuzuschreiben“, so TTF-Präsident Kristijan Pejinovic.

Dabei hatte alles so gut im begonnen im „Endspiel“ gegen den bis dahin punktgleichen Gruppenzweiten aus Frankreich. Simon Gauzy hatte die Hausherren mit einem erst am Ende deutlichen 3:1-Erfolg gegen den 19-jährigen Wei Shiaho aus China in Führung gebracht. Und Gauzys Teamkollege Hugo Calderano war anschließend auf dem besten Weg, auf 2:0 zu erhöhen. Nach einer schnellen 2:0-Führung verlor der Brasilianer gegen den eingebürgerten Franzosen Chen Tianyuan allerdings mehr und mehr den Faden – bis Chen das Spiel nach abgewehrten Matchbällen doch noch gewann.

Nach der erneuten Führung durch Jakub Dyjas, der mit Brice Ollivier keine Probleme hatte, biss sich im Spitzeneinzel auch Gauzy am stark aufspielenden Chen die Zähne aus. Dabei kam dem gebürtigen Asiaten im fünften Durchgang allerdings in Form von mehreren Netzrollern auch das Glück zur Hilfe. Im Entscheidungseinzel gegen Wei wiederfuhr Calderano schließlich das gleiche Schicksal wie gegen Chen. Wieder begann Ochsenhausens Nummer zwei gut und ging in Führung, wieder jubelte am Ende der Gegner – diesmal auch über den Auswärtserfolg seines Teams, das damit an Ochsenhausen vorbeizieht und neuer Gruppenerster ist.

Ochsenhausen dagegen fällt auf den zweiten Platz zurück und ist am 21. Dezember im letzten Gruppenspiel fast schon zum Siegen verdammt. „Auf jeden Fall müssen wir nun Wels schlagen“, weiß Pejinovic, „dann sind wir weiter, müssen aber als voraussichtlicher Gruppenzweiter mit einem starken Viertelfinalgegner vom Kaliber Orenburg oder Düsseldorf rechnen.“ Bei einer weiteren Niederlage hingegen sind die Tischtennisfreunde auf Schützenhilfe von La Romagne angewiesen. Gewinnt dagegen der TTC Ostrava 2016 das Parallelspiel, bliebe den Tischtennisfreunden unter Umständen nur der undankbare dritte Platz und damit der Verbleib im ETTU Cup.

Das Spiel in der Übersicht

TTF Liebherr Ochsenhausen – Stella Sport La Romagne 2:3
Simon Gauzy – Wei Shiaho 3:1 (12:10, 14:12, 9:11, 11:6)
Hugo Calderano – Chen Tianyuan 2:3 (11:6, 11:3, 5:11, 10:12, 9:11)
Jakub Dyjas – Brice Ollivier 3:0 (11:7, 11:2, 11:8)    
Simon Gauzy – Chen Tianyuan 2:3 (8:11, 11:8, 11:7, 5:11, 8:11)
Hugo Calderano – Wei Shiaho 1:3 (11:5, 7:11, 8:11, 8:11)