TTCLM: RECHNEREI VERMEIDEN



Am abschließenden Spieltag der Gruppenphase in der Table Tennis Champions League Men (TTCLM) kämpfen Borussia Düsseldorf und der 1. FC Saarbrücken TT jeweils um den Gruppensieg, die TTF Liebherr Ochsenhausen um den Einzug ins Viertelfinale. Drei Siege und den deutschen Teams bleibt jegliche Rechnerei erspart – zumindest fast.

Dubravko Skoric

Von Personalsorgen geplagt: Dubravko Skoric (Foto: Schaal)

Für die TTF Liebherr Ochsenhausen geht es am Donnerstagabend um alles. Nach zuletzt zwei Niederlagen in der Table Tennis Champions League (Men) müssen die Oberschwaben plötzlich um den bereits sicher geglaubten Einzug ins Viertelfinale bangen. Im abschließenden Gruppenspiel gegen die SPG Walter Wels haben Simon Gauzy und Co. ihr Schicksal jedoch selbst in der Hand: Ein Sieg gegen den Tabellenletzten aus Österreich und der Einzug in die Runde der besten Acht ist perfekt.

„Wir freuen uns auf das letzte Spiel in einem sehr hartem Jahr“, so TTF-Coach Dubravko Skoric. „Ich hoffe, wir können uns noch einmal pushen und die Gruppenphase überstehen. Es wird nicht leicht gegen Wels, besonders zu Hause können sie gefährlich sein.“ Zum Gruppensieg und damit der besseren Ausgangsposition im Viertelfinale reicht ein Sieg allein allerdings nicht. Dazu müsste Tabellenführer La Romagne zeitgleich Verfolger Ostrava unterliegen. „Wir werden natürlich alles versuchen, pfeifen aber personell zurzeit auf dem letzten Loch“, hadert TTF-Präsident Kristijan Pejinovic. „Wir müssen deshalb parallel auch nach La Romagne schauen und wohl den Franzosen die Daumen drücken.“ Ochsenhausen muss in Österreich ohne Yuto Muramatsu auskommen, ein Einsatz von Hugo Calderano ist fraglich, Spitzenspieler Gauzy plagen weiterhin Rückenprobleme.

Düsseldorf mit Boll

Timo Boll

Wird gegen Roskilde gebraucht: Timo Boll (Foto: Weber)

Aus dem Vollen schöpfen kann hingegen im letzten Gruppenspiel Vorjahres-Finalist Borussia Düsseldorf. Die Mannschaft von Trainer Heister ist am Donnerstagabend in Dänemark bei Roskilde Bordtennis BTK 61 zu Gast und zieht bei einem Erfolg sicher als Gruppensieger in die K.-o.-Runde ein. Darauf schielen jedoch auch die Gastgeber um Michael Maze. „Das ist das Finale um Platz eins. Für beide Mannschaften geht es um unheimlich viel. Darum wird das ein sehr interessantes Spiel“, prophezeit Heister, der gegen Roskilde auf Timo Boll setzt. „Natürlich sind jetzt nach einem anstrengenden Jahr alle etwas müde. Aber wenn wir unsere Kräfte noch einmal mobilisieren, sollten wir das packen.“

Auch eine knappe Niederlage könnte der ohnehin bereits für das Viertelfinale qualifizierten Borussia zum Gruppensieg reichen. Rechenspiele will Manager Andreas Preuß allerdings vermeiden. „Ich hoffe, dass wir gewinnen und nicht rechnen müssen.“

Fernduell für Saarbrücken

Nicht rechnen müsste auch der 1. FC Saarbrücken TT. Allerdings nur dann, wenn die Saarländer am Mittwochabend gegen Chartres ASTT bestehen, die als Gruppendritter bereit ausgeschieden sind. Im Fernduell könnte jedoch der TTSC UMMC aus Russland noch an der Mannschaft von Trainer Slobodan Grujic vorbeiziehen. „Wir stehen vor einer denkbar schweren Aufgabe um den Gruppensieg“, weiß der Serbe. „Aber wir sind in einer guten Verfassung und gehen mit einer Menge Selbstvertrauen in das Spiel. Ich hoffe, wir können mit der Unterstützung der Fans gewinnen.

Die Auslosung der Viertelfinal-Begegnungen findet am kommenden Freitag um 13 Uhr in Luxemburg statt. Einen Livestream der Spiele finden Sie auf LAOLA1.tv. Das Heimspiel des 1. FC Saarbrücken TT können Sie darüber hinaus im TTBL-Liveticker verfolgen.

Die Spiele in der Übersicht

Gruppe B

Mittwoch, 20. Dezember, 19 Uhr
1. FC Saarbrücken TT – Chartres ASTT

Gruppe C

Donnerstag, 21. Dezember, 19.30 Uhr
SPG Walter Wels – TTF Liebherr Ochsenhausen

Gruppe D

Donnerstag, 21. Dezember, 18.30 Uhr
Roskilde Bordtennis BTK 61 – Borussia Düsseldorf