5. SPIELTAG: DÜSSELDORF EMPFÄNGT BAD KÖNIGSHOFEN, BREMEN REIST NACH OCHSENHAUSEN



Hält die Serie von Borussia Düsseldorf? Am 5. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) empfängt der Tabellenführer am Sonntag ab 15 Uhr den TSV Bad Königshofen. Das Topspiel des Tages steigt zwischen den TTF Liebherr Ochsenhausen und dem SV Werder Bremen, während der 1. FC Saarbrücken TT beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell die jüngste Niederlage hinter sich lassen will.

Borussia Düsseldorf – TSV Bad Königshofen

Form: In Bestform präsentierte sich Borussia Düsseldorf in den ersten fünf Spielen in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) und wusste das Fehlen von Timo Boll problemlos zu kompensieren. Anton Källberg (6:0-Bilanz), Kristian Karlsson (4:0) und Ricardo Walther (5:0) sind gar noch ungeschlagen und stehen mit 10:0 Punkten und 15:1 Spielen unangefochten an der Tabellenspitze. Weniger erfolgreich verlief die bisherige Saison für den TSV Bad Königshofen, der mit 2:6 Punkten erst mal in der zweiten Tabellenhälfte steht. Einzig gegen Fulda (3:0) gelang bislang ein Sieg, anschließend gab es Niederlagen in Bremen (1:3) sowie gegen Bergneustadt (2:3) und Neu-Ulm (2:3).

Besonderes: Wenn die Begegnung am Sonntag startet, liegt das jüngste Duell der beiden Klubs gerade mal drei Wochen zurück. Bereits im Pokal-Achtelfinale waren Düsseldorf und Bad Königshofen aufeinandergetroffen, damals hatten die Unterfranken dem Rekordmeister nicht viel entgegenzusetzen. Källberg (3:2 gegen Filip Zeljko), Karlsson (3:1 gegen Bastian Steger) und Ricardo Walther (3:1 gegen Abdel-Kader Salifou) sorgten für den deutlichen 3:0-Erfolg der Borussia.

Statement: „Es ist kein Geheimnis, dass wir derzeit mit viel Selbstvertrauen an den Tisch gehen. Diese Woche hatten die Jungs zwei Tage frei, haben ein wenig Fitness gemacht, waren jeder für sich joggen. Am Mittwoch sind wir wieder ins gemeinsame Training eingestiegen. Wir gehen optimistisch in das Spiel. Ob Timo Boll spielt, werden wir am Wochenende entscheiden. Ansonsten sind alle weiterhin gut drauf.“ (Danny Heister, Trainer von Borussia Düsseldorf)

Prognose:*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 96,4 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 11,9 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 3:0 (44,9 %)

TTF Liebherr Ochsenhausen – SV Werder Bremen

Form: Bislang erst zweimal waren die TTF Liebherr Ochsenhausen in der neuen Saison in der TTBL gefordert und legten dabei einen beeindruckenden Start hin. Beim 3:1 gegen Saarbrücken setzten Hugo Calderano und Co. ein Zeichen der Stärke. Im Anschluss gab es gegen Grenzau ein weiteres 3:1. Im Pokal schafften die TTF zudem den Einzug ins Halbfinale durch Siege gegen Fulda (3:0) und in Passau (3:0). Der SV Werder Bremen hingegen fand deutlich schwerer in die Spielzeit und hatte nach dem dritten Spieltag bereits zwei Niederlagen kassiert. Zuletzt aber kam der Vorjahresvierte in Schwung mit Siegen gegen Bad Homburg (3:1) und Grenzau (3:1).

Besonderes: Ehe die TTF am Sonntag an den Tisch treten, dürfte erst einmal gratuliert werden. Simon Gauzy nämlich feiert seinen 26. Geburtstag – und wird sich mit dem nächsten Sieg belohnen wollen. In der neuen Saison ist der Weltranglisten-19. noch ungeschlagen und steht bei einer 3:0-Bilanz in der TTBL und einer 2:0-Bilanz im Pokal.

Statement: „Wir wollen beim letzten Spiel vor der ITTF-Bubble mit den Topevents in China noch mal Gas geben und unseren Zuschauern ein tolles Spiel bieten. Wir wollen versuchen, unseren guten Saisonstart weiter auszubauen. Die Jungs haben gut trainiert und sind alle fit.“ (Yong Fu, Trainer der TTF Liebherr Ochsenhausen)

Prognose:*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 85,9 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 27,0 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 3:0 (35,5 %)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – 1. FC Saarbrücken TT

Form: Nach fünf Spielen in der TTBL steht der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell dort, wo er eigentlich nicht mehr sein wollte: im unteren Drittel. Bislang nämlich fuhren die Osthessen lediglich 2:8 Punkte ein, nur gegen Bremen gelang ein Sieg (3:2). In Bad Königshofen (0:3), Mühlhausen (1:3), Grünwettersbach (1:3) und Düsseldorf (0:3) sowie im Pokal-Achtelfinale in Ochsenhausen (0:3) gab es hingegen Niederlagen. Durchwachsen ist ebenfalls die Bilanz des 1. FC Saarbrücken TT. Der amtierende Meister kassierte überraschend bereits drei Niederlagen, zuletzt am Freitag beim 2:3 in Neu-Ulm. Im Pokal gab es zudem das Aus im Viertelfinale beim 1:3 in Bergneustadt.

Besonderes: In Fulda dürfte sich Patrick Franziska gut auskennen: Zwei Jahre spielte der heute 28-Jährige für den TTC RhönSprudel, 2012 war er nach dem Rückzug der TG Hanau nach Osthessen gewechselt. Anschließend ging es 2014 nach Düsseldorf, ehe 2016 der Wechsel zu Saarbrücken folgte. Seit Franziska das Trikot des FCS trägt, unterlag er viermal in Einzeln gegen Fulda: 1:3 gegen Tomislav Pucar, 2:3 gegen Jonathan Groth und zweimal 2:3 gegen Wang Xi – ausschließlich gegen Spieler also, die inzwischen nicht mehr für Fulda aktiv sind.

Statement: „Nach den Auswärtsspielen zuletzt hoffen wir, dass sich das Blatt nun im Heimspiel wieder zu unseren Gunsten wendet. Trotz der kniffligen Situation bleiben wir optimistisch und werden weiter alles geben, um noch stärker zurückzukommen.“ (Quadri Aruna, Spieler des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell)

Prognose:*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 7,3 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 19,3 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 0:3 (44,4 %)

Post SV Mühlhausen – TTC OE Bad Homburg

Form: Mit dem Start in die neue Saison dürfte der Post SV Mühlhausen alles andere als zufrieden sein. Mit dem Saisonziel Platz vier gestartet, holten die Thüringer nur einen Sieg aus ihren ersten drei Partien, ein 3:1 gegen Fulda. Der Druck ist damit bereits groß, wenn der Rückstand nicht frühzeitig zu groß werden soll. Im Pokal gab es das Aus im Achtelfinale beim 2:3 nach 2:0-Führung gegen Zweitligist Passau. Der TTC OE Bad Homburg hingegen ist in der TTBL zwar noch ohne Sieg und steht mit 0:8 Punkten derzeit auf dem letzten Platz. Angesichts der drei Einzelsiege von Gustavo Tsuboi und einiger vielversprechender Auftritte von Lev Katsman und Rares Sipos dürfte der Premierensieg des Aufsteigers aber nur noch eine Frage der Zeit sein.

Besonderes: Das Match am Sonntag wird zum Duell der Generationen: Während Mühlhausen mit einem Altersschnitt von 32,5 Jahren das älteste Team der TTBL stellt, sind die Spieler Bad Homburgs mit einem Schnitt von 22,8 Jahren durchschnittlich knapp zehn Jahre jünger – und das trotz des 35 Jahre alten Gustavo Tsuboi. Entsprechend gespannt blickt die gesamte Liga auf den Jugendkurs des Aufsteigers, der mit Lev Katsman (19), Rares Sipos (20), Maksim Grebnev (18) und Nils Hohmeier (20) einige spannende Talente in die TTBL gebracht hat.

Statement: „Wir haben bereits einige vielversprechende Spiele hingelegt, daher denke ich, dass wir am Sonntag die Überraschung schaffen können. Wir haben einen tollen Teamgeist und werden alles geben, um den ersten Sieg zu holen.“ (Rares Sipos, Spieler des TTC OE Bad Homburg)

Prognose:*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 91,5 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 21,3 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 3:0 (44,0 %)

TTC Schwalbe Bergneustadt – ASV Grünwettersbach

Form: Sowohl der TTC Schwalbe Bergneustadt als auch der ASV Grünwettersbach können zufrieden sein mit dem Start in die neue Saison. Beide Teams nämlich haben sich vorerst in oberen Tabellengefilden etabliert. Bergneustadt setzte sich gegen Bremen (3:0), Bad Homburg (3:1) und Bad Königshofen (3:2) durch, während es Niederlagen in Düsseldorf (0:3) und Saarbrücken (0:3) gab. Grünwettersbach dagegen knackte sogar Saarbrücken (3:2) und gewann zudem gegen Mühlhausen (3:1), Grenzau (3:1) und Fulda (3:1). Geschlagen wurde der ASV bislang nur von Düsseldorf (0:3). Beide Teams schafften zudem im Pokal den Einzug ins Final Four und dürfen vom Titel träumen.

Besonderes: Geht es nach der Statistik, dann kann der Sieger am Sonntag nur Bergneustadt heißen. In den vergangenen knapp drei Jahren setzte sich in diesem Duell nämlich stets das Heimteam durch. In der vergangenen Saison etwa holte Bergneustadt in der Burstenhalle ein 3:0, während Grünwettersbach im Tischtennis-Zentrum mit 3:1 siegte. Der letzte Auswärtssieg ereignete sich am 29. Oktober 2017, damals sorgten Benedikt Duda (3:1 gegen Dang Qiu, 3:0 gegen Ricardo Walther) und Alvaro Robles (3:1 gegen Qiu) für Bergneustadts 3:2-Erfolg.

Statement: „Grünwettersbach hat einen super Start hingelegt und sogar Saarbrücken geschlagen. Dang Qiu und Wang Xi haben eine starke Form. Ich denke daher, es wird ein 50:50-Spiel und kann in beide Richtungen laufen. Mit unserem Heimvorteil hoffe ich, die Punkte in Bergneustadt behalten zu können.“ (Benedikt Duda, Spieler des TTC Schwalbe Bergneustadt)

Prognose:*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 46,8 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 38,4 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 2:3 (23,0 %)

TTC Zugbrücke Grenzau – TTC Neu-Ulm

Form: Zwei Welten treffen am Sonntag aufeinander: Der TTC Zugbrücke Grenzau ist in der neuen Saison noch sieglos und unterlag viermal mit 1:3, während der TTC Neu-Ulm den nahezu perfekten Start hinlegte. Die Schwaben haben sich mit 6:0 Punkten zunächst im oberen Tabellendrittel festgesetzt und am vergangenen Freitag sogar dem amtierenden Meister 1. FC Saarbrücken TT eine Niederlage beigebracht. Wie schon am Sonntag zuvor in Bad Königshofen machte Neu-Ulm gegen den FCS aus einem 0:2-Rückstand noch einen 3:2-Sieg.

Besonderes: Zuletzt trafen beide Teams im vergangenen Februar aufeinander, damals mit dem besseren Ende für Grenzau. Das 3:2 war der zweite Saisonsieg des Teams aus dem Brexbachtal und der möglicherweise entscheidende auf dem Weg zum Klassenerhalt. Vor diesem Erfolg nämlich hatte Grenzau punktgleich mit Schlusslicht Jülich gestanden. Personell hat sich seitdem allerdings einiges getan: Damals siegten Kanak Jha (3:0 gegen Viktor Brodd, 3:1 gegen Gustavo Tsuboi) und das Doppel Mihai Bobocica/Ioannis Sgouropoulos (3:2 gegen Viktor Brodd/Abdel-Kader Salifou) für Grenzau. Aus diesem Kreis steht einzig Sgouropoulos noch im aktuellen Grenzauer Kader, während das damalige Neu-Ulmer Trio gar gänzlich den Verein verlassen hat.

Statement: „Wir wollen auch gegen Grenzau wieder alles geben und möglichst unseren vierten Sieg holen. Schön wäre es, wenn wir mal nicht nach dem zweiten Einzel mit 0:2 zurückliegen würden.“ (Vladimir Sidorenko, Spieler des TTC Neu-Ulm, augenzwinkernd mit Blick auf die 3:2-Siege gegen Bad Königshofen und Saarbrücken)

Prognose:*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 3,6 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 12,1 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 0:3 (48,9 %)

Der 5. Spieltag in der Übersicht

Sonntag, 25. Oktober, 15 Uhr
Borussia Düsseldorf – TSV Bad Königshofen
TTF Liebherr Ochsenhausen – SV Werder Bremen
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – 1. FC Saarbrücken TT
Post SV Mühlhausen – TTC OE Bad Homburg
TTC Schwalbe Bergneustadt – ASV Grünwettersbach
TTC Zugbrücke Grenzau – TTC Neu-Ulm

 

Alle Partien sehen Sie wie gewohnt live und in HD im TTBL-TV und auf Tischtennis-Deutschland.TV.

* Weitere Informationen zu den von Data Analyst Tim Scheffczyk (M. Sc. VWL) ermittelten Werten finden Sie hier

Beitragsbild oben: Hugo Calderano von den TTF Liebherr Ochsenhausen (Foto: BeLa Sportfoto)