SAARBRÜCKEN MUSS AUF UNBESTIMMTE ZEIT AUF SHANG KUN VERZICHTEN



Der 1. FC Saarbrücken TT muss weiterhin ohne Shang Kun auskommen. Der Chinese fehlt dem Tabellendritten der Tischtennis Bundesliga (TTBL) auf unbestimmte Zeit.

Aus privaten Gründen hat Shang Kun in der aktuellen Saison noch kein Spiel für den 1. FC Saarbrücken TT absolvieren können, und daran wird sich vorerst wohl nichts ändern. Wie der Tabellendritte der Tischtennis Bundesliga (TTBL) am Donnerstag bekannt gegeben hat, wird der 30-Jährige vorerst in China bleiben. Grund dafür ist ein kritischer Gesundheitszustand im engen familiären Umfeld.

Wann Shang wieder für den FCS zum Einsatz kommt, hängt auch von den Reisebeschränkungen infolge der Coronavirus-Pandemie ab. „Ich kann das Risiko nicht eingehen, dass ich im Falle eines medizinischen Notfalls erst einmal in Quarantäne müsste und deswegen meiner Familie nicht beistehen könnte“, erklärt der Chinese. „Für mich ist es momentan keine einfache Situation, da ich meinem Team in Deutschland zwar helfen möchte, aber gleichzeitig in China gebraucht werde.“

Saarbrücken kämpft in allen Wettbewerben um den Titel

Auch ohne Shang legt der Deutsche Meister von 2020 bislang eine erfolgreiche Saison hin: In der TTBL steht Saarbrücken mit 12:4 Punkten auf dem dritten Platz, im Deutschen Tischtennis-Pokal spielt das Team am 8. Januar 2022 im Final Four um den Titel, in der Champions League gelang der Sprung in das Viertelfinale. In der TTBL kamen bislang Patrick Franziska (8:1-Einzelbilanz), Darko Jorgic (8:4), Tomas Polansky (2:6) sowie Olav Kosolosky und Simon Berglund (je 0:1) zum Einsatz.

„Wir stehen in ständigem Kontakt mit Shang Kun und warten jetzt, ob China die aktuellen Einreisebestimmungen und die damit verbundene Quarantäne von vier Wochen in naher Zukunft abschaffen wird“, sagt der sportliche Leiter des FCS, Erwin Berg. „Erst dann kann der Verein guten Gewissens verantworten, ihn nach Deutschland zu holen. Wir stehen zu 100 Prozent hinter seiner Entscheidung und haben auch ohne ihn eine starke Mannschaft.“

Beitragsbild oben: Shang Kun (Foto: BeLa Sportfoto)