GRÜNWETTERSBACH GEWINNT BADEN-WÜRTTEMBERG-DERBY GEGEN OCHSENHAUSEN



Dritter Sieg aus den jüngsten vier Spielen für den ASV Grünwettersbach: Am Sonntag holte das Team um Wang Xi ein 3:2 gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen und damit den vierten Saisonsieg in der Tischtennis Bundesliga (TTBL).

Samuel Kulczycki

„Sie waren heute einfach besser“, anerkannte Ochsenhausens Samuel Kulczycki nach der Partie. (Foto: Nicolai Schaal)

Mit frischem Selbstbewusstsein infolge des jüngsten Aufwärtstrends war der ASV Grünwettersbach in das Baden-Württemberg-Derby gegangen und baute gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen die Erfolgsserie aus: Mit dem 3:2-Erfolg holten die Badener den dritten Sieg aus den jüngsten vier Partien und halten damit den Anschluss an die obere Tabellenhälfte. Angesichts von vier Punkten Vorsprung auf den SV Werder Bremen und den TTC Zugbrücke Grenzau (je 4:16) sowie sechs Punkten auf den TTC OE Bad Homburg (2:18) dürften sich auch die Abstiegssorgen vorerst erledigt haben. Zum Hinrunden-Abschluss trifft Grünwettersbach am kommenden Mittwoch, 22. Dezember, auf den SV Werder Bremen (4:16 Punkte).

Ochsenhausen hingegen verbesserte sich trotz der dritten Saisonniederlage auf den zweiten Tabellenplatz, da der 1. FC Saarbrücken TT zeitgleich gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt unterlag. Sowohl die TTF als auch der FCS haben 14:6 Punkte auf dem Konto und stehen damit nur noch zwei Zähler vor dem fünften Platz, den nun der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (2:3 gegen den TSV Bad Königshofen) innehat. „Grünwettersbach hat heute sehr stark gespielt“, anerkannte Samuel Kulczycki. „Sie waren heute einfach besser. Wir hoffen, dass es im nächsten Spiel wieder mit einem Sieg klappt, damit wir am Saisonende in den Top vier stehen.“ Die nächste Chance auf den achten Saisonsieg bietet sich Ochsenhausen am Mittwoch beim Post SV Mühlhausen.

Wang Xi gewinnt beide Einzel

Kämpferisch hatte sich Ricardo Walther vor dem Grünwettersbacher Hinrunden-Endspurt gezeigt und bei Baden.TV für die Partie gegen Ochsenhausen die Hoffnung einerseits in Heimvorteil und andererseits in Tagesform gesetzt. Am Ende sollte der 30-Jährige mit dieser Einschätzung Recht behalten: In einer äußerst umkämpfen Begegnung machte Walther schließlich im Doppel mit Tobias Rasmussen den Unterschied zugunsten der Gastgeber. Gegen Samuel Kulczycki und Maciej Kubik hatte das ASV-Duo über weite Strecken alles im Griff, sicherte sich im dritten Satz den ersten Matchball und nutzte diesen prompt zum 3:0 (11:4, 11:4, 11:9)-Erfolg. „Für Tobi und mich war es im Einzel eher schwierig“, sagte Walther anschließend. „Dafür haben wir ein super Doppel gespielt.“

Im Einzel nämlich waren aufseiten Grünwettersbachs einzig Wang Xi Erfolge vergönnt. Der 37-Jährige schlug zunächst Maciej Kubik mit 3:1 (9:11, 11:5, 11:9, 11:5) und schließlich auch Kanak Jha mit 3:0 (11:5, 11:7, 11:9), womit er sein Team in das Doppel rettete und den späteren Sieg überhaupt erst möglich machte. „Wang Xi hat super gespielt“, lobte Walther. Die anderen beiden Einzel gingen an Ochsenhausen: Jha schlug Rasmussen mit 3:1 (11:9, 12:14, 11:5, 11:9), Kulczycki holte gegen Walther immer wieder Rückstände auf und setzte sich schließlich mit 3:0 (16:14, 11:8, 12:10) durch.

Der 10. Spieltag in der Übersicht

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TSV Bad Königshofen 2:3
Quadri Aruna – Maksim Grebnev 3:1 (11:9, 7:11, 11:5, 11:7)
Fan Bo Meng – Bastian Steger 0:3 (6:11, 5:11, 9:11)
Alexandre Cassin – Kilian Ort 3:1 (11:7, 10:12, 11:6, 11:8)
Quadri Aruna – Bastian Steger 1:3 (1:11, 9:11, 11:6, 9:11)
Alexandre Cassin/Fan Bo Meng – Kilian Ort/Maksim Grebnev 1:3 (9:11, 11:7, 7:11, 9:11)

Post SV Mühlhausen – TTC OE Bad Homburg 3:0
Daniel Habesohn – Rares Sipos 3:0 (14:12, 11:4, 11:6)
Irvin Bertrand – Yuta Tanaka 3:2 (4:11, 9:11, 11:8, 11:8, 11:9)
Ovidiu Ionescu – Lubomir Jancarik 3:0 (11:7, 11:8, 11:4)

ASV Grünwettersbach – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:2
Wang Xi – Maciej Kubik 3:1 (9:11, 11:5, 11:9, 11:5)
Tobias Rasmussen – Kanak Jha 1:3 (9:11, 14:12, 5:11, 9:11)
Ricardo Walther – Samuel Kulczycki 0:3 (14:16, 8:11, 10:12)
Wang Xi – Kanak Jha 3:0 (11:5, 11:7, 11:9)
Ricardo Walther/Tobias Rasmussen – Samuel Kulczycki/Maciej Kubik 3:0 (11:4, 11:4, 11:9)

Borussia Düsseldorf – SV Werder Bremen 3:0
Anton Källberg – Marcelo Aguirre 3:0 (11:6, 11:3, 11:4)
Kristian Karlsson – Kirill Gerassimenko 3:0 (11:7, 11:9, 11:5)
Dang Qiu – Mattias Falck 3:1 (6:11, 11:4, 11:8, 11:9)

TTC Zugbrücke Grenzau – TTC Neu-Ulm 1:3
Patrick Baum – Lev Katsman 3:1 (11:7, 10:12, 11:7, 11:9)
Cristian Pletea – Ioannis Sgouropoulos 0:3 (5:11, 6:11, 7:11)
Wu Jiaji – Tiago Apolonia 0:3 (5:11, 4:11, 4:11)
Patrick Baum – Ioannis Sgouropoulos 2:3 (11:8, 11:6, 10:12, 9:11, 2:11)

1. FC Saarbrücken TT – TTC Schwalbe Bergneustadt 1:3
Patrick Franziska – Alberto Mino 3:1 (6:11, 11:6, 11:4, 11:4)
Tomas Polansky – Benedikt Duda 1:3 (11:8, 9:11, 8:11, 11:13)
Darko Jorgic – Alvaro Robles 1:3 (13:15, 10:12, 11:7, 6:11)
Patrick Franziska – Benedikt Duda 0:3 (9:11, 6:11, 5:11)

Beitragsbild oben: Wang Xi (Foto: BeLa Sportfoto)