ACHTER SIEG IN SERIE: MÜHLHAUSEN SCHLÄGT AUCH BAD HOMBURG



Die Aufholjagd des Post SV Mühlhausen ist am Sonntag in eine weitere Runde gegangen: Das 3:0 gegen den TTC OE Bad Homburg war der achte Sieg der Thüringer in Serie, in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) rücken sie damit erneut näher an die Top vier.

Lubomir Jancarik

Lubomir Jancarik hatte vier Jahre für den Post SV Mühlhausen gespielt, am Sonntag kehrte er mit dem TTC OE Bad Homburg an die alte Wirkungsstätte zurück. (Foto: Ocliferius)

Längst vergessen ist der schwache Saisonstart des Post SV Mühlhausen mit vier Niederlagen in Folge, aus der anfänglichen Misserfolgs- ist nämlich längst eine Siegesserie geworden. Wettbewerbsübergreifend sieben Erfolge hatte das Team von Erik Schreyer vor dem Aufeinandertreffen mit dem TTC OE Bad Homburg aneinandergereiht, gegen die Hessen folgte am Sonntag der achte und damit der insgesamt sechste in der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Mit dem 3:0 behält Mühlhausen die Play-off-Plätze im Blick und liegt mit 12:8 Punkten nun punktgleich mit dem viertplatzierten TTC Neu-Ulm (3:1 beim TTC Zugbrücke Grenzau) und dem TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (2:3 gegen den TSV Bad Königshofen) auf Platz fünf. „Trotz der Tabellensituation: Bad Homburg hat eine sehr gefährliche Mannschaft“, stellte Mühlhausens Ovidiu Ionescu fest. „Umso glücklicher sind wir über den Sieg.

Gänzlich anders stellt sich die Tabellensituation der Bad Homburger dar, die vergebens auf den zweiten Saisonsieg nach dem 3:1 gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell am 6. Spieltag gehofft hatten. Durch die vierte Niederlage in Folge bleiben die Hessen zwar das Tabellenschlusslicht, sind mit 2:18 Punkten aber nach wie vor in Schlagdistanz zum TTC Zugbrücke Grenzau und dem SV Werder Bremen (0:3 bei Borussia Düsseldorf) mit je 4:16 Punkten. „0:3 hört sich etwas klarer an, als es letztlich war“, stellte TTC-Trainer Daniel Ringleb fest. „Jetzt hoffen wir im letzten Spiel des Jahres gegen Bad Königshofen auf Punkte.“

Premierensieg im Einzel für Irvin Bertrand

Die entscheidende Wendung gab Irvin Bertrand der Partie. Der 21-Jährige holte gegen Bad Homburg im fünften Anlauf nicht nur seinen ersten Einzelsieg in der TTBL, sondern zugleich das Break für Mühlhausen. Gegen Yuta Tanaka benötigte Bertrand einen Satz, um mit dem Spiel seines Gegners zurechtzukommen, steigerte seine Leistung dann aber stetig. Zwar vergab er im zweiten Satz eine 6:2-Führung und unterlag 9:11, in den weiteren Sätzen war Bertrand dann jedoch nicht mehr zu stoppen. Die Krönung folgte im fünften Satz: Beim Stand von 7:9 holte Bertrand vier Punkte in Folge zum 3:2 (4:11, 9:11, 11:8, 11:8, 11:9)-Sieg.

Da zuvor Daniel Habesohn das Auftakteinzel gegen Rares Sipos mit 3:0 (14:12, 11:4, 11:6) ebenfalls zugunsten Mühlhausens entschieden hatte, gingen die Gastgeber mit einer 2:0-Führung in die Pause. Nach dieser kam es zu einem Wiedersehen: Lubomir Jancarik hatte vier Jahre für Mühlhausen gespielt, ehe im Sommer der Wechsel nach Bad Homburg folgte. Bei der Rückkehr des 34-Jährigen gab es keine Gastgeschenke: Ovidiu Ionescu gewann mit 3:0 (11:7, 11:8, 11:4) und setzte damit den Schlusspunkt unter die Partie. „Es ist nie einfach, gegen einen guten Freund zu spielen“, sagte Ionescu anschließend. „Aber ich habe genug Erfahrung, um am Tisch meine Gefühle abzustellen.“

Der 10. Spieltag in der Übersicht

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TSV Bad Königshofen 2:3
Quadri Aruna – Maksim Grebnev 3:1 (11:9, 7:11, 11:5, 11:7)
Fan Bo Meng – Bastian Steger 0:3 (6:11, 5:11, 9:11)
Alexandre Cassin – Kilian Ort 3:1 (11:7, 10:12, 11:6, 11:8)
Quadri Aruna – Bastian Steger 1:3 (1:11, 9:11, 11:6, 9:11)
Alexandre Cassin/Fan Bo Meng – Kilian Ort/Maksim Grebnev 1:3 (9:11, 11:7, 7:11, 9:11)

Post SV Mühlhausen – TTC OE Bad Homburg 3:0
Daniel Habesohn – Rares Sipos 3:0 (14:12, 11:4, 11:6)
Irvin Bertrand – Yuta Tanaka 3:2 (4:11, 9:11, 11:8, 11:8, 11:9)
Ovidiu Ionescu – Lubomir Jancarik 3:0 (11:7, 11:8, 11:4)

ASV Grünwettersbach – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:2
Wang Xi – Maciej Kubik 3:1 (9:11, 11:5, 11:9, 11:5)
Tobias Rasmussen – Kanak Jha 1:3 (9:11, 14:12, 5:11, 9:11)
Ricardo Walther – Samuel Kulczycki 0:3 (14:16, 8:11, 10:12)
Wang Xi – Kanak Jha 3:0 (11:5, 11:7, 11:9)
Ricardo Walther/Tobias Rasmussen – Samuel Kulczycki/Maciej Kubik 3:0 (11:4, 11:4, 11:9)

Borussia Düsseldorf – SV Werder Bremen 3:0
Anton Källberg – Marcelo Aguirre 3:0 (11:6, 11:3, 11:4)
Kristian Karlsson – Kirill Gerassimenko 3:0 (11:7, 11:9, 11:5)
Dang Qiu – Mattias Falck 3:1 (6:11, 11:4, 11:8, 11:9)

TTC Zugbrücke Grenzau – TTC Neu-Ulm 1:3
Patrick Baum – Lev Katsman 3:1 (11:7, 10:12, 11:7, 11:9)
Cristian Pletea – Ioannis Sgouropoulos 0:3 (5:11, 6:11, 7:11)
Wu Jiaji – Tiago Apolonia 0:3 (5:11, 4:11, 4:11)
Patrick Baum – Ioannis Sgouropoulos 2:3 (11:8, 11:6, 10:12, 9:11, 2:11)

1. FC Saarbrücken TT – TTC Schwalbe Bergneustadt 1:3
Patrick Franziska – Alberto Mino 3:1 (6:11, 11:6, 11:4, 11:4)
Tomas Polansky – Benedikt Duda 1:3 (11:8, 9:11, 8:11, 11:13)
Darko Jorgic – Alvaro Robles 1:3 (13:15, 10:12, 11:7, 6:11)
Patrick Franziska – Benedikt Duda 0:3 (9:11, 6:11, 5:11)

Beitragsbild oben: Irvin Bertrand (Foto: Christian Habel)