BAD KÖNIGSHOFEN WIRD FÜR FULDA ZUM ANGSTGEGNER



Zwei Tage nach der Niederlage in Neu-Ulm ist der TSV Bad Königshofen in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) in die Erfolgsspur zurückgekehrt: Beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell setzte sich das Team um Bastian Steger am Sonntag mit 3:2 durch.

Quadri Aruna

Auch Quadri Aruna gelang es am Sonntag nicht, Bastian Steger zu besiegen. (Foto: Johannes Ruppel)

Der TSV Bad Königshofen mausert sich für den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell zum Angstgegner: Bereits in der vergangenen Saison hatten die Unterfranken beide Duelle in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) für sich entschieden (3:0, 3:1), auch im ersten Aufeinandertreffen in der laufenden Saison triumphierte nun Bad Königshofen. Dank des 3:2-Erfolgs liegt der TSV mit 10:10 Punkten wieder in Schlagdistanz zu den Play-off-Plätzen, als Tabellensiebter hat das Team um Bastian Steger zwei Punkte Rückstand auf den viertplatzierten TTC Neu-Ulm (12:8; 3:1 beim TTC Zugbrücke Grenzau). Erst am vergangenen Donnerstag war Bad Königshofen mit 0:3 gegen Neu-Ulm unterlegen; zum Hinrunden-Abschluss empfängt das Team am Dienstag, 21. Dezember, den TTC OE Bad Homburg.

„Natürlich dürfen die Fans träumen“, sagte Bad Königshofens Kilian Ort. „Aber ich denke nicht, dass die Mannschaft so zusammengestellt wurde, dass sie sicher unter den ersten vier Teams landet. Aber wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen – und werden sehen, was am Ende dabei herauskommt.“ Ebenfalls zu den Anwärtern auf die Play-offs zählen die Fuldaer, die aufgrund der Niederlage allerdings erstmals seit dem 2. Spieltag nicht mehr einen Platz in den Top vier bekleiden, allerdings gleichauf mit Neu-Ulm liegen. „Wir hatten heute unsere Chancen“, ärgerte sich Fuldas Trainer Qing Yu Meng, „gerade im Doppel können wir viel besser spielen. Aber zwischen diesen Teams ist es immer eine 50:50-Angelegenheit.“ Am kommenden Mittwoch, 22. Dezember, geht es für die Osthessen gegen Borussia Düsseldorf.

Ort/Grebnev schlagen im Doppel zurück

Zwei Faktoren machten am Sonntag den Unterschied zugunsten Bad Königshofens. Einerseits Bastian Steger: Der 40-Jährige zeigte sich in blendender Verfassung und war im Einzel nicht zu schlagen. Zunächst schlug er Fan Bo Meng mit 3:0 (11:6, 11:5, 11:9), anschließend machte er es im Spitzeneinzel gegen Quadri Aruna mit 3:1 (11:1, 11:9, 6:11, 11:9) kaum minder deutlich. Die anderen beiden Einzel gingen allerdings an die Fuldaer: Aruna gewann mit 3:1 (11:9, 7:11, 11:5, 11:7) gegen Maksim Grebnev, Alexandre Cassin mit 3:1 (11:7, 10:12, 11:6, 11:8) gegen Kilian Ort.

Zweiter Erfolgsfaktor der Gäste war, andererseits, das Doppel: Ort und Grebnev revanchierten sich gemeinsam für die zuvor im Einzel erlittenen Niederlagen, nutzten die Fehler ihrer Gegner konsequent aus und sicherten Bad Königshofen mit ihrem 3:1 (11:9, 7:11, 11:7, 11:9)-Erfolg gegen Cassin/Meng schließlich den Sieg. „Wenn wir morgen das Doppel spielen, geht es vielleicht ganz anders aus“, sagte Ort im Anschluss. „Es steht immer auf Messers Schneide. Heute hatten wir das Glück auf unserer Seite – und ich hoffe, am Ende haben wir uns den Sieg auch verdient.“

Der 10. Spieltag in der Übersicht

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TSV Bad Königshofen 2:3
Quadri Aruna – Maksim Grebnev 3:1 (11:9, 7:11, 11:5, 11:7)
Fan Bo Meng – Bastian Steger 0:3 (6:11, 5:11, 9:11)
Alexandre Cassin – Kilian Ort 3:1 (11:7, 10:12, 11:6, 11:8)
Quadri Aruna – Bastian Steger 1:3 (1:11, 9:11, 11:6, 9:11)
Alexandre Cassin/Fan Bo Meng – Kilian Ort/Maksim Grebnev 1:3 (9:11, 11:7, 7:11, 9:11)

Post SV Mühlhausen – TTC OE Bad Homburg 3:0
Daniel Habesohn – Rares Sipos 3:0 (14:12, 11:4, 11:6)
Irvin Bertrand – Yuta Tanaka 3:2 (4:11, 9:11, 11:8, 11:8, 11:9)
Ovidiu Ionescu – Lubomir Jancarik 3:0 (11:7, 11:8, 11:4)

ASV Grünwettersbach – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:2
Wang Xi – Maciej Kubik 3:1 (9:11, 11:5, 11:9, 11:5)
Tobias Rasmussen – Kanak Jha 1:3 (9:11, 14:12, 5:11, 9:11)
Ricardo Walther – Samuel Kulczycki 0:3 (14:16, 8:11, 10:12)
Wang Xi – Kanak Jha 3:0 (11:5, 11:7, 11:9)
Ricardo Walther/Tobias Rasmussen – Samuel Kulczycki/Maciej Kubik 3:0 (11:4, 11:4, 11:9)

Borussia Düsseldorf – SV Werder Bremen 3:0
Anton Källberg – Marcelo Aguirre 3:0 (11:6, 11:3, 11:4)
Kristian Karlsson – Kirill Gerassimenko 3:0 (11:7, 11:9, 11:5)
Dang Qiu – Mattias Falck 3:1 (6:11, 11:4, 11:8, 11:9)

TTC Zugbrücke Grenzau – TTC Neu-Ulm 1:3
Patrick Baum – Lev Katsman 3:1 (11:7, 10:12, 11:7, 11:9)
Cristian Pletea – Ioannis Sgouropoulos 0:3 (5:11, 6:11, 7:11)
Wu Jiaji – Tiago Apolonia 0:3 (5:11, 4:11, 4:11)
Patrick Baum – Ioannis Sgouropoulos 2:3 (11:8, 11:6, 10:12, 9:11, 2:11)

1. FC Saarbrücken TT – TTC Schwalbe Bergneustadt 1:3
Patrick Franziska – Alberto Mino 3:1 (6:11, 11:6, 11:4, 11:4)
Tomas Polansky – Benedikt Duda 1:3 (11:8, 9:11, 8:11, 11:13)
Darko Jorgic – Alvaro Robles 1:3 (13:15, 10:12, 11:7, 6:11)
Patrick Franziska – Benedikt Duda 0:3 (9:11, 6:11, 5:11)

Beitragsbild oben: Bastian Steger (Foto: Christian Habel)