BREMEN SCHLÄGT GRÜNWETTERSBACH UND ATMET AUF



Aufatmen beim SV Werder Bremen: Zum Abschluss der Hinrunde haben die Hanseaten einen 3:1-Heimsieg gegen den ASV Grünwettersbach gefeiert und sich damit Luft verschafft im Abstiegskampf der Tischtennis Bundesliga (TTBL).

Benedikt Duda

Ricardo Walther verkürzte durch seinen Sieg gegen Hunor Szöcs zum zwischenzeitlichen 1:2 aus ASV-Sicht. (Foto: BeLa Sportfoto)

Vier Niederlagen in Folge hatte der SV Werder Bremen zuletzt in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) einstecken müssen und angesichts von erst zwei Saisonsiegen mit Abstiegssorgen gekämpft. Entsprechend groß dürfte der Stein gewesen sein, der dem Team am Mittwochabend vom Herzen gefallen ist: Zwei Tage vor Heiligabend bescherten sich die Bremer mit einem 3:1-Erfolg und schließen die Hinrunde somit auf dem zehnten Tabellenplatz ab. Mit 6:16 Punkten liegt Werder nun nur noch zwei Punkte hinter den Grünwettersbachern (8:14), die zuvor zwei Siege in Folge gefeiert hatten.

„Es fühlt sich an, als hätten wir sehr lange kein Spiel gewonnen“, sagte Werder-Führungsspieler Mattias Falck. „Daher bin ich sehr froh – einerseits über den Sieg, andererseits über die tolle Mannschaftsleistung.“ Grünwettersbachs Ricardo Walther meinte: „Bremen hat super gespielt und verdient gewonnen. Zum Glück hatten wir uns durch die Siege gegen Bergneustadt und Ochsenhausen etwas Luft verschafft. Jetzt erholen wir uns erst mal und haben dann hoffentlich in der Rückrunde wieder vier Spieler zur Verfügung.“

Mattias Falck meldet sich stark zurück

Vor allem Mattias Falck verdankten es die Bremer, ein in sportlicher Hinsicht sorgenfreies Weihnachtsfest verbringen zu können. Der Schwede, der nach seinem goldenen WM-Coup über Rückenprobleme geklagt und daher zweimal in der TTBL unterlegen war, zeigte eine deutliche Steigerung zum Auftritt drei Tage zuvor gegen Düsseldorfs Dang Qiu (1:3). Im Auftakteinzel kam es zum Aufeinandertreffen mit Tobias Rasmussen, gegen den Falck in den beiden vorherigen Saisons jeweils einmal unterlegen war. Dieses Mal jedoch machte der Weltranglistenelfte kurzen Prozess und gewann mit 3:0 (11:8, 11:1, 11:9) gegen Rasmussen. Rund anderthalb Stunden später ging dann auch der entscheidende Punkt auf Falcks Konto: Im Spitzeneinzel gegen Wang Xi setzte er sich mit 3:1 (11:9, 12:10, 7:11, 11:8) zum Bremer 3:1-Sieg durch.

Nicht minder wichtig für Werder war das Break von Kirill Gerassimenko. Der 25-Jährige trumpfte mit viel Power gegen Wang auf und verschaffte den Bremern eine komfortable 2:0-Pausenführung. Gerassimenkos Sieg gegen den ASV-Routinier geriet zu keinem Zeitpunkt in Gefahr und fiel mit 3:0 (11:8, 11:8, 11:5) entsprechend deutlich aus. Nach der Pause verkürzte Ricardo Walther für Grünwettersbach zum zwischenzeitlichen 1:2 durch seinen 3:1 (11:9, 11:9, 8:11, 11:6)-Erfolg gegen Hunor Szöcs. Gegen Falck jedoch war im Anschluss kein Kraut gewachsen.

Der 11. Spieltag in der Übersicht

TSV Bad Königshofen – TTC OE Bad Homburg 2:3
Bastian Steger – Lubomir Jancarik 3:0 (11:7, 11:7, 11:7)
Filip Zeljko – Yuta Tanaka 0:3 (6:11, 9:11, 6:11)
Maksim Grebnev – Rares Sipos 3:2 (11:8, 8:11, 7:11, 11:7, 11:8)
Bastian Steger – Yuta Tanaka 1:3 (9:11, 11:5, 14:16, 10:12)
Kilian Ort/Maksim Grebnev – Lubomir Jancarik/Rares Sipos 1:3 (8:11, 11:9, 9:11, 2:11)

Post SV Mühlhausen – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:1
Daniel Habesohn – Maciej Kubik 3:2 (11:6, 7:11, 9:11, 13:11, 11:9)
Irvin Bertrand – Simon Gauzy 1:3 (10:12, 14:16, 11:5, 9:11)
Ovidiu Ionescu – Samuel Kulczycki 3:1 (11:5, 6:11, 11:5, 11:5)
Daniel Habesohn – Simon Gauzy 3:2 (11:6, 11:9, 7:11, 5:11, 12:10)

SV Werder Bremen – ASV Grünwettersbach 3:1
Mattias Falck – Tobias Rasmussen 3:0 (11:8, 11:1, 11:9)
Kirill Gerassimenko – Wang Xi 3:0 (11:8, 11:8, 11:5)
Hunor Szöcs – Ricardo Walther 1:3 (9:11, 9:11, 11:8, 6:11)
Mattias Falck – Wang Xi 3:1 (11:9, 12:10, 7:11, 11:8)

TTC Neu-Ulm – 1. FC Saarbrücken TT 0:3
Lev Katsman – Patrick Franziska 1:3 (3:11, 11:9, 13:15, 8:11)
Tiago Apolonia – Darko Jorgic 0:3 (5:11, 8:11, 6:11)
Ioannis Sgouropoulos – Tomas Polansky 2:3 (11:6, 8:11, 8:11, 11:8, 9:11)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – Borussia Düsseldorf 1:3
Quadri Aruna – Danny Heister 3:0 (11:3, 11:2, 11:3)
Ruwen Filus – Anton Källberg 0:3 (9:11, 8:11, 4:11)
Alexandre Cassin – Dang Qiu 1:3 (10:12, 5:11, 11:7, 7:11)
Quadri Aruna – Anton Källberg 1:3 (11:8, 4:11, 10:12, 6:11)

TTC Schwalbe Bergneustadt – TTC Zugbrücke Grenzau 3:2
Benedikt Duda – Tobias Sältzer 3:0 (11:2, 11:0, 11:8)
Elias Ranefur – Wu Jiaji 1:3 (11:13, 11:5, 10:12, 5:11)
Alvaro Robles – Cristian Pletea 0:3 (9:11, 7:11, 9:11)
Benedikt Duda – Wu Jiaji 3:0 (11:8, 11:7, 11:5)
Alvaro Robles/Alberto Mino – Tobias Sältzer/Cristian Pletea 3:2 (12:10, 11:6, 11:13, 7:11, 11:7)

Beitragsbild oben: Mattias Falck (Foto: Jessica Bugajew)