GREBNEV GLÄNZEND: BAD KÖNIGSHOFEN BEZWINGT MÜHLHAUSEN



Der TSV Bad Königshofen ist angekommen in der Saison 2021/22 der Tischtennis Bundesliga (TTBL): Drei Tage nach der Auftaktniederlage gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen gab es am Mittwochabend mit 3:2 den ersten Saisonsieg für die Unterfranken.

Daniel Habesohn

Daniel Habesohn verkürzte für den Post SV Mühlhausen durch ein 3:0 gegen Kilian Ort. (Foto: Christian Habel)

Auf den Jubel mit den Fans des TSV Bad Königshofen musste Maksim Grebnev bei seinem Debüt für die Unterfranken noch verzichten. Zumindest aber den Gruß in die Kamera mit erhobener Siegesfaust gab es: Angetrieben vom Auftaktbreak des Neuzugangs feierten die Unterfranken am Mittwochabend ein 3:2 beim Post SV Mühlhausen und damit den ersten Saisonsieg in der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Am vergangenen Sonntag hatte Bad Königshofen das erste Spiel mit 2:3 gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen verloren; für Mühlhausen dagegen war es die bereits zweite Niederlage, die Thüringer waren im Auftaktspiel bei Borussia Düsseldorf mit 1:3 unterlegen.

„Es war ein Wahnsinnsspiel. Beide Mannschaften haben auf sehr hohem Niveau gespielt“, resümierte TSV-Kapitän Bastian Steger anschließend. „Ich muss Kilian und Maksim ein großes Kompliment machen. Sie haben zum ersten Mal gemeinsam im Doppel gespielt und sensationell gewonnen. Wir sind total happy mit dem Sieg.“ Mühlhausens Daniel Habesohn meinte: „Die Niederlage ist bitter. Aber wir müssen die Köpfe oben halten und uns auf die nächsten Aufgaben fokussieren. Die Liga ist unheimlich eng, jeder kann jeden schlagen. Daher wollen wir wieder angreifen und am Ende möglichst viele Siege heimbringen.“

Mühlhausen kämpft sich nach 0:2-Rückstand zurück

Aufgegleist wurde der spätere 3:2-Sieg Bad Königshofens durch einen Neuzugang: Maksim Grebnev war gegen Ochsenhausen noch nicht zum Einsatz gekommen, nun spielte er anstelle von Filip Zeljko. Und prompt im ersten Spiel zeigte der 19-Jährige, warum sich der TSV seine Dienste gesichert hatte. Von Beginn an machte er Druck gegen Ovidiu Ionescu und zwang dem Rumänen sein Highspeed-Tischtennis auf. Erst im zweiten Satz wuchs die Gegenwehr des Mühlhäusers, aus einer 8:3-Führung wurde ein 8:7. Grebnevs Time-out aber ging auf, dieser Satz mündete in einem 11:9 und das Match einige Minuten später in einem 3:0 (11:8, 11:9, 11:9). Anschließend ließ Bastian Steger den zweiten Sieg für die Gäste folgen, der TSV-Kapitän holte ein 3:0 (11:7, 11:9, 11:4) gegen Mühlhausens Neuzugang Irvin Bertrand. Der Franzose hatte am Freitag in Düsseldorf gegen Timo Boll (2:3) sein Debüt in der TTBL gegeben.

Bad Königshofen lag nun 2:0 vorne, doch Mühlhausen war noch lange nicht geschlagen. Daniel Habesohn nämlich sorgte auf Position drei für den Anschluss. Kilian Ort spielte zwar stark mit, in den entscheidenden Momenten gingen die Punkte aber an den Österreicher, der bei seinem Saisondebüt auf den Punkt fokussiert war und 3:0 (11:6, 11:8, 13:11) gewann. Und auch das Spitzeneinzel entschieden die Mühlhäuser für sich: Ionescu zeigte nach der Auftaktniederlage eine starke Reaktion und führte seinen Verein mit dem 3:1 (7:11, 11:8, 11:8, 11:5)-Erfolg ins Doppel. Dort aber kam dann wieder Grebnev zum Zug: An der Seite von Ort war er erneut kaum zu stoppen, am Ende machte das TSV-Gespann mit einem 3:1 (5:11, 11:8, 11:3, 11:9) gegen Bertrand/Habesohn alles klar. „Ohne Maksim hätten wir heute alt ausgesehen“, stellte Steger abschließend fest.

Der 2. Spieltag in der Übersicht

SV Werder Bremen – TTC Neu-Ulm 1:3
Mattias Falck – Vladimir Sidorenko 3:1 (11:6, 11:7, 7:11, 17:15)
Hunor Szöcs – Kay Stumper 0:3 (8:11, 8:11, 6:11)
Marcelo Aguirre – Tiago Apolonia 0:3 (6:11, 8:11, 6:11)
Mattias Falck – Kay Stumper 2:3 (8:11, 12:10, 7:11, 11:9, 11:13)

Post SV Mühlhausen – TSV Bad Königshofen 2:3
Ovidiu Ionescu – Maksim Grebnev 0:3 (8:11, 9:11, 9:11)
Irvin Bertrand – Bastian Steger 0:3 (7:11, 9:11, 4:11)
Daniel Habesohn – Kilian Ort 3:0 (11:6, 11:8, 13:11)
Ovidiu Ionescu – Bastian Steger 3:1 (7:11, 11:8, 11:8, 11:5)
Irvin Bertrand/Daniel Habesohn – Kilian Ort/Maksim Grebnev 1:3 (11:5, 8:11, 3:11, 9:11)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Schwalbe Bergneustadt 3:2
Quadri Aruna – Elias Ranefur 3:0 (11:8, 11:5, 11:7)
Fan Bo Meng – Benedikt Duda 3:0 (11:9, 12:10, 11:7)
Alexandre Cassin – Alvaro Robles 2:3 (10:12, 11:9, 13:11, 4:11, 10:12)
Quadri Aruna – Benedikt Duda 0:3 (9:11, 8:11, 4:11)
Alexandre Cassin/Fan Bo Meng – Alvaro Robles/Elias Ranefur 3:1 (10:12, 12:10, 11:8, 11:7)

TTC OE Bad Homburg – TTC Zugbrücke Grenzau 1:3
Lubomir Jancarik – Cristian Pletea 3:0 (11:6, 11:7, 17:15)
Cedric Meissner – Patrick Baum 1:3 (10:12, 11:9, 7:11, 9:11)
Rares Sipos – Wu Jiaji 2:3 (11:7, 8:11, 11:6, 4:11, 10:12)
Lubomir Jancarik – Patrick Baum 0:3 (6:11, 6:11, 6:11)

Borussia Düsseldorf – ASV Grünwettersbach 3:0
Anton Källberg – Tobias Rasmussen 3:1 (11:6, 11:2, 8:11, 12:10)
Dang Qiu – Deni Kozul 3:1 (11:9, 11:7, 8:11, 11:8)
Timo Boll – Ricardo Walther 3:1 (10:12, 11:7, 11:9, 13:11)

Freitag, 27. August, 19 Uhr
TTF Liebherr Ochsenhausen – 1. FC Saarbrücken TT

Beitragsbild oben: Maksim Grebnev (Foto: ITTF)