OCHSENHAUSEN DANK SIEG IN BAD HOMBURG AUF PLATZ ZWEI



Die TTF Liebherr Ochsenhausen sind am Dienstag ihrer Favoritenrolle beim TTC OE Bad Homburg gerecht geworden. Dank des 3:1-Erfolgs in Hessen in der vorgezogenen Begegnung des 21. Spieltags verbesserte sich der Champion von 2019 vorerst auf Platz zwei der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Bad Homburg bleibt Schlusslicht.

Lev Katsman

Lev Katsman sorgte gegen Maciej Kubik für das zwischenzeitliche 1:2. (Foto: Ocliferius)

Bei den TTF Liebherr Ochsenhausen können so langsam die Planungen für die Play-off-Teilnahme anlaufen. Am Dienstag holten die Oberschwaben ein 3:1 beim TTC OE Bad Homburg und damit den 13. Saisonsieg in der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Mit nun 26:12 Punkten verbesserte sich Ochsenhausen vorerst auf den zweiten Tabellenrang, der Vorsprung auf den Post SV Mühlhausen (20:16) auf Platz fünf beträgt bereits sechs Punkte. Die Thüringer treffen am kommenden Sonntag ab 15 Uhr auf den 1. FC Saarbrücken TT.

Bad Homburg hingegen hat kaum noch Chancen, den letzten Tabellenplatz zu verlassen und muss die weitere Entwicklung in der 2. Bundesliga abwarten, um durch die Hintertür vielleicht doch den Klassenerhalt zu schaffen. Der Rückstand auf den Tabellenelften, den TTC Zugbrücke Grenzau, beträgt weiterhin vier Punkte bei noch drei ausstehenden Spielen. Bad Homburg hat 2:36 Punkte auf dem Konto, Grenzau 6:30. Das Team aus dem Westerwald hatte am vergangenen Wochenende jeweils mit 3:2 gegen den TSV Bad Königshofen und den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell gewonnen.

„Es war toll“: Kulczycki siegt bei der Rückkehr

Den Auftaktsieg für Ochsenhausen legte ein Rückkehrer hin: Samuel Kulczycki hatte in der vergangenen Saison mit Bad Homburg die Meisterschaft in der 2. Bundesliga errungen und dabei eine 9:7-Bilanz gespielt. „Ich hatte ein gutes Jahr hier und habe tolle Erfahrungen gesammelt“, sagte der 18-Jährige nach der Partie. „Es war toll, all die Menschen wiederzusehen.“ Bei seinem ersten Auftritt in der Wingert-Sporthalle seit dem Wechsel zu den TTF entwickelte sich zunächst das erwartet enge Match gegen Rares Sipos. Nachdem sich Kulczycki aber den ersten Satz mit 13:11 gesichert hatte, erlahmte der Widerstand seines Bad Homburger Kontrahenten. Letztlich feierte der 18-Jährige einen 3:0 (13:11, 11:2, 11:6)-Erfolg und damit seinen fünften Einzelsieg in der TTBL. „Rares fühlte sich plötzlich nicht gut. Normalerweise kämpft er um jeden Ball“, sagte der sportliche Leiter Bad Homburgs, Sven Rehde. „Nach dieser Niederlage war es dann sehr schwer für uns.“ Kulczycki erklärte: „Rares war heute nicht in Bestform, aber ich habe gut gespielt und freue mich über diesen Sieg.“ Beim 3:1-Erfolg Ochsenhausens im Hinspiel im vergangenen Dezember war Kulczycki nicht zum Einsatz gekommen.

Dafür aber Maciej Kubik: Der Youngster, der am Mittwoch seinen 18. Geburtstag feiert, hatte im Hinspiel sein TTBL-Debüt gegeben und war 1:3 gegen Lev Katsman unterlegen. Am Dienstag bekam es Kubik auf Position drei nun erneut mit dem Russen zu tun und hatte erneut das Nachsehen. Mit 3:0 (11:7, 11:3, 11:9) ging der Punkt wiederum an Katsman. So blieben die weiteren beiden TTF-Punkte Simon Gauzy vorbehalten: Der Weltranglisten-20. besiegte sowohl Maksim Grebnev mit 3:0 (11:5, 14:12, 11:9) als auch abschließend den für Sipos eingewechselten Nils Hohmeier mit 3:0 (11:2, 11:5, 11:3) und stellte damit den souveränen Auswärtserfolg Ochsenhausens sicher.

Die TTBL-Woche in der Übersicht

TTC OE Bad Homburg – TTF Liebherr Ochsenhausen 1:3
Rares Sipos – Samuel Kulczycki 0:3 (11:13, 2:11, 6:11)
Maksim Grebnev – Simon Gauzy 0:3 (5:11, 12:14, 9:11)
Lev Katsman – Maciej Kubik 3:0 (11:7, 11:3, 11:9)
Nils Hohmeier – Simon Gauzy 0:3 (2:11, 5:11, 3:11)

Sonntag, 14. Februar, 15 Uhr
Post SV Mühlhausen – 1. FC Saarbrücken TT

Beitragsbild oben: Samuel Kulczycki (Foto: Nicolai Schaal)