DRITTER SIEG: DÜSSELDORF AUCH VON BAD KÖNIGSHOFEN NICHT ZU STOPPEN



Mit dem TSV Bad Königshofen ist es am Dienstag auch dem dritten Herausforderer nicht gelungen, Borussia Düsseldorf die erste Saisonniederlage beizubringen. Am Dienstagabend setzte sich der Rekordmeister der Tischtennis Bundesliga (TTBL) mit 3:0 bei den Unterfranken durch.

Bastian Steger

Bastian Steger musste sich im Auftakteinzel mit 2:3 gegen Anton Källberg geschlagen geben. (Foto: Hermann Zacher)

„Ich komme immer wieder gern nach Bad Königshofen“, das hatte Timo Boll vor der Partie im Interview der Mainpost gesagt. Und beim TSV Bad Königshofen dürfte man diese Aussage gleichermaßen als Adelung wie als Drohung verstanden haben – denn gegen den Superstar von Borussia Düsseldorf waren die Unterfranken am Dienstag wieder mal machtlos. Am Ende gewannen Boll und die Borussia mit 3:0 in Bad Königshofen und fuhren damit den bereits dritten Saisonsieg in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) ein, dank dem sie mit nun 6:0 Punkten weiterhin ganz oben stehen in der Tabelle.

„Es ist nie einfach in Bad Königshofen, die Spiele waren sehr umkämpft“, sagte Boll nach der Partie. „Wir sind wieder auf einem guten Weg.“ Ähnlich äußerte sich sein Trainer: „In Bad Königshofen ist es für uns nie einfach, zu spielen. Vor diesem Hintergrund haben wir die Aufgabe gut gemeistert“, resümierte Borussia-Trainer Danny Heister. „Es ist schön, dass alle einen Punkt gemacht haben und wir auch in engen Situationen cool geblieben sind.“

Källberg knackt Steger mit einem Time-out

Auf den TTBL-Klassiker Bastian Steger gegen Timo Boll mussten die Fans dabei am Dienstag verzichten, die Borussia nämlich hatte es offenkundig eilig. Anton Källberg sorgte im Auftakteinzel für das Break und damit die frühe Weichenstellung zugunsten der Düsseldorfer. Knackpunkt beim 3:2 (11:6, 6:11, 8:11, 11:5, 11:8) gegen Steger war ein Time-out: Steger führte mit 2:1 Sätzen und 5:4 Punkten, nach der kurzen Auszeit aber dominierte plötzlich Källberg. So ging es in den Entscheidungssatz, und dort ließ sich der Düsseldorfer dann auch vom Time-out Stegers nicht aus dem Konzept bringen. „Wir hatten heute die eine oder andere Möglichkeit, ein Spiel zu gewinnen“, sagte Steger anschließend. „Trotz der Niederlage haben wir ein gutes Spiel gemacht. Düsseldorf hat nun mal seine ganze Klasse gezeigt und verdient gewonnen.“

Im zweiten Einzel war dann Boll gefordert, und der Weltranglistenzehnte lieferte wieder einmal: Aus einem 6:10 im ersten Satz gegen Kilian Ort machte Boll ein 14:12, anschließend hatte er das Match vollständig im Griff. Mit satzübergreifend acht Punkten in Serie zog er im zweiten Satz auf 6:0 davon, wenige Minuten später stand sein 3:1 (14:12, 11:6, 8:11, 11:4)-Sieg fest. Deutlich mehr Mühe hatte Kristian Karlsson auf Position drei mit einem erneut furios aufspielenden Maksim Grebnev. Der TSV-Neuzugang zwang den Düsseldorfer in den Entscheidungssatz, in dem sich dann aber die Erfahrung des Schweden durchsetzte. Mit einem Time-out stoppte Karlsson bei 7:4-Führung die Aufholjagd Grebnevs und gewann schließlich 3:2 (11:7, 10:12, 11:5, 8:11, 11:6).

Der 3. Spieltag in der Übersicht

ASV Grünwettersbach – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 1:3
Deni Kozul – Fan Bo Meng 3:2 (11:5, 5:11, 8:11, 11:9, 11:4)
Ricardo Walther – Quadri Aruna 2:3 (11:9, 11:6, 7:11, 4:11, 6:11)
Wang Xi – Alexandre Cassin 2:3 (9:11, 8:11, 11:9, 12:10, 11:13)
Deni Kozul – Quadri Aruna 1:3 (16:18, 4:11, 11:2, 7:11)

1. FC Saarbrücken TT – Post SV Mühlhausen 3:1
Patrick Franziska – Ovidiu Ionescu 3:2 (10:12, 13:11, 7:11, 11:7, 11:6)
Tomas Polansky – Daniel Habesohn 1:3 (9:11, 12:10, 6:11, 9:11)
Darko Jorgic – Steffen Mengel 3:1 (7:11, 11:5, 12:10, 11:9)
Patrick Franziska – Daniel Habesohn 3:1 (11:6, 5:11, 12:10, 11:8)

TSV Bad Königshofen – Borussia Düsseldorf 0:3
Bastian Steger – Anton Källberg 2:3 (6:11, 11:6, 11:8, 5:11, 8:11)
Kilian Ort – Timo Boll 1:3 (12:14, 6:11, 11:8, 4:11)
Maksim Grebnev – Kristian Karlsson 2:3 (7:11, 12:10, 5:11, 11:8, 6:11)

TTC Neu-Ulm – TTC OE Bad Homburg 3:0
Vladimir Sidorenko – Rares Sipos 3:1 (11:4, 3:11, 11:9, 11:7)
Kay Stumper – Lubomir Jancarik 3:1 (27:25, 11:6, 10:12, 11:1)
Tiago Apolonia – Cedric Meissner 3:1 (4:11, 11:9, 11:4, 11:2)

TTC Zugbrücke Grenzau – TTF Liebherr Ochsenhausen 0:3
Patrick Baum – Kanak Jha 1:3 (9:11, 3:11, 11:3, 8:11)
Cristian Pletea – Simon Gauzy 1:3 (6:11, 7:11, 12:10, 5:11)
Wu Jiaji – Samuel Kulczycki 0:3 (5:11, 10:12, 14:16)

TTC Schwalbe Bergneustadt – SV Werder Bremen 2:3
Benedikt Duda – Marcelo Aguirre 3:0 (11:3, 11:9, 11:6)
Elias Ranefur – Mattias Falck 3:0 (11:5, 11:9, 11:7)
Alberto Mino – Kirill Gerassimenko 0:3 (7:11, 7:11, 6:11)
Benedikt Duda – Mattias Falck 1:3 (11:5, 4:11, 7:11, 8:11)
Elias Ranefur/Alberto Mino – Kirill Gerassimenko/Marcelo Aguirre 1:3 (12:10, 4:11, 4:11, 7:11)

Beitragsbild oben: Anton Källberg (Foto: BeLa Sportfoto)