50 JAHRE BUNDESLIGA (TEIL I): DIE FANS



Sie feiern und leiden mit ihrem Team, begleiten sie durch ganz Deutschland und Europa seit mehreren Jahrzehnten – die Fans der Tischtennis-Bundesligisten. Ob in Fanclubs oder nicht, im Tischtennis hat sich eine Zuschauerkultur entwickelt, die zwar im Vergleich zu anderen Sportarten nicht so groß ist, aber mit mindestens genauso viel Herzblut und Engagement ihren Verein unterstützt. Die Tischtennis-Bundesliga feiert dieses Jahr runden Geburtstag. Im ersten Teil unserer Serie „50 Jahre Bundesliga“ blicken wir auf die Fans der TTBL und haben dafür unter anderem mit dem Brexbacher „Chef-Hai“ Heiko Klee gesprochen.

In den vergangenen 27 Jahren hat Heiko Klee kaum ein Spiel seiner Mannschaft, dem TTC Zugbrücke Grenzau, verpasst. Aus einer Stammtischidee entstanden 1989 die Haie, seitdem hat der Präsident und das Gründungsmitglied des Fanclubs wahrscheinlich fast 1000 Spiele seiner Mannschaft besucht. Tschechien, Belgien, Frankreich – oft sind sie mit dem Bus ihrer Mannschaft durch ganz Europa gefolgt und tun das noch heute. Doch nicht nur im Westerwald gibt es treue Fans. Ob die Barockstiere in Ochsenhausen, der Borussia-Fanclub in Düsseldorf, früher die Jülicher Rur-Hexer oder alle Fans, die in keinem Fanclub organisiert sind – auch im Tischtennis gibt es das, was man im Fußball Vielfahrer oder manch einer „Ultras“ nennen würde. Mit dem Unterschied, dass sie nur mit Rasseln, Trommeln und Trompeten ausgestattet sind und selten gröhlen oder pöbeln. Ganz im Gegenteil, die Fans verbindet oft eine Freundschaft. Das schätzt auch Klee an der Bundesliga: „Vor allem früher haben wir oft die gegnerischen Fanclubs auf eine Runde Kegeln vor dem Spiel eingeladen“, sagt er. Selbst mit den Fans des „Erzrivalen“ Düsseldorf hätten die Haie heute ein gutes Verhältnis.

Heiko Klee (Bildmitte unten), Präsident der Brexbach Haie, ist fast immer dabei. (Foto: Roscher)

Heiko Klee (Bildmitte unten), Präsident der Brexbach Haie, ist fast bei jedem Spiel dabei. (Foto: Roscher)

Nah am Spieler

Außergewöhnlich sei auch die Nähe zu den Spielern, betont Klee. „Spieler wie Grubba oder Blaszczyk haben uns sehr nahegestanden. Wir haben auch gemeinsam etwas unternommen“ Heute ist das nicht mehr ganz so einfach. Die Spieler sind nicht mehr so lange im Verein, da ist die Integration etwas schwerer. Das sieht der Präsident, auch bekannt als der „Mann mit der Schelle“, aber gleichzeitig als Herausforderung für die Zukunft. „Wir wollen es wieder schaffen, eine bessere Bindung zwischen Fans und Spieler zu bekommen.“ Highlights gab es in den vergangenen 27 Jahren für den 69-Jährigen viele. Auswärtsspiele in Charleroi, gemeinsame Fahrten zur WM 2012 in Dortmund - das wichtigste, so Klee, sei immer der Zusammenhalt gewesen.

Zuschauerentwicklung in der Bundesliga

In den ersten Saisons der Bundesliga in den 60er Jahren lag der Zuschauerdurchschnitt gerade mal bei 150 Fans pro Spiel. Der Zuspruch stieg in den folgenden Jahrzehnten, ehe Anfang der 90er der Höhepunkt mit durchschnittlich rund 600 Zuschauer pro Spiel erreicht wurde. Mittlerweile hat sich der Wert auf circa 400 bis 500 Fans eingependelt, in der abgelaufenen TTBL-Saison waren im Schnitt 480 Zuschauer live in der Halle. Den Zuschauerrekord hält nach wie vor das Duell Borussia Düsseldorf gegen TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell am 17. Spieltag der Saison 2014/2015. 5492 Zuschauer kamen damals in die O2 World nach Hamburg, wo das Spiel ausgetragen wurde.

"Mindestens ein Auto wollen wir immer vollkriegen"

Die Brexbach Haie haben hingegen mittlerweile ein kleines Nachwuchsproblem. Hatte der Fanclub einst 130 Mitglieder, sind es heute nur noch knapp über 50: „Es wird immer schwieriger, junge Menschen für Tischtennis und unseren Fanclub zu begeistern“, sagt Klee. In der nächsten Saison wird er aber wieder versuchen, jedes Spiel, egal ob heim- oder auswärts, zu besuchen. „Mindestens ein Auto wollen wir immer vollkriegen.“ Sein Team, so prophezeit er, werde wohl gegen den Abstieg spielen. An die glorreichen Zeiten zur Jahrtausendwende konnten die Grenzauer in den vergangenen Jahren nicht mehr anknüpfen. Aber ein echter Fan unterstützt seine Mannschaft: In guten und erst recht auch in nicht ganz so guten Zeiten.

Headerbild: Roscher

 

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