3:2 GEGEN BREMEN: KULCZYCKI FÜHRT OCHSENHAUSEN ZU NÄCHSTEM ERFOLG



Der Siegeszug der TTF Liebherr Ochsenhausen geht weiter und weiter: Trotz der Abwesenheit von Simon Gauzy holten die Schwaben am Sonntag ein 3:2 gegen den SV Werder Bremen und damit den vierten Sieg im vierten Saisonspiel der Tischtennis Bundesliga (TTBL).

Hunor Szocs

Hunor Szöcs hatte bereits die 2:1-Führung für Bremen auf dem Schläger, unterlag Samuel Kulczycki letztlich aber 2:3. (Foto: Jessica Bugajew)

Die Boygroup der TTF Liebherr Ochsenhausen stürmt weiter durch die Tischtennis Bundesliga (TTBL). Mit 3:2 setzten sich die Schwaben am Sonntag in der vorgezogenen Partie des 6. Spieltags gegen den SV Werder Bremen durch und holten damit im vierten TTBL-Spiel den vierten Sieg. Mit nun 8:0 Punkten sitzen sie weiterhin im Nacken von Tabellenführer Borussia Düsseldorf, der zeitgleich mit 3:0 gegen den TTC Neu-Ulm gewann. „Es war ein großer Kampf meines Teams. Ich bin sehr glücklich“, stellte TTF-Trainer Fu Yong fest. „Was Samuel und Maciej im Doppel geliefert haben, war unglaublich.“

Bremen hingegen hoffte vergeblich darauf, selbst eine Siegesserie zu starten. Erst am vergangenen Dienstag hatte Werder mit 3:2 beim TTC Schwalbe Bergneustadt den ersten Saisonsieg geholt und steht daher folglich bei 2:6 Punkten. „Es stand auf Messers Schneide. Ochsenhausen hatte letztlich ein bisschen mehr Glück, hat aber auch sehr gut gespielt“, anerkannte Bremens Trainer Cristian Tamas.

Fünfter Einzelsieg für Kanak Jha

Entscheidender Mann bei Ochsenhausen war dieses Mal Samuel Kulczycki, der in Einzel und Doppel jeweils einen Sieg feierte. Zunächst mit großer Nervenstärke auf Position drei: Gegen Hunor Szöcs drohte dem 19-Jährigen bereits die Niederlage, in zwei umkämpften Sätzen nämlich hatte der Bremer jeweils die Oberhand behalten. Kulczycki aber meldete sich im dritten Satz zurück und feierte schließlich mit 3:2 (15:17, 9:11, 11:8, 11:7, 11:6) seinen bereits dritten Saisonsieg. An der Seite von Maciej Kubik brillierte Kulczycki dann im Doppel, gegen Kirill Gerassimenko und Marcelo Aguirre hatten sie das Match über weitere Strecken im Griff und machten mit 3:1 (11:6, 11:9, 5:11, 11:8) alles klar für die TTF. „Insbesondere gegen Hunor war es ein unheimlich kniffliges Match“, sagte Kulczycki. „Das Doppel war grandios und ich glaube, auch für die Zuschauer sehr attraktiv. Wir sind sehr froh, den nächsten Sieg geholt zu haben.“

Den Gang ins Doppel hätte beinahe Kanak Jha abgewendet. Der US-Amerikaner, erneut auf Position eins aufgeboten und mit 21 Jahren am Sonntag ältester TTF-Spieler im Team, führte im Spitzeneinzel bereits mit 2:1 Sätzen gegen Mattias Falck, musste sich dem Vizeweltmeister aber wenig später mit 2:3 (8:11, 11:8, 11:9, 7:11, 6:11) beugen. Eingangs hatten beide Spitzenspieler ihre Aufgaben gelöst: Jha holte ein 3:1 (11:9, 11:4, 9:11, 11:7) gegen Gerassimenko und damit seinen bereits fünften Saisonsieg; Falck schlug Kubik bei dessen Saisondebüt mit 3:0 (11:8, 11:8, 13:11) und holte dabei im dritten Satz einen deutlichen Rückstand auf. Nicht mit dabei aufseiten von Ochsenhausen war Simon Gauzy, der eine Regenerationspause erhielt.

Der 6. Spieltag in der Übersicht

1. FC Saarbrücken TT – ASV Grünwettersbach 3:0
Patrick Franziska – Deni Kozul 3:2 (11:8, 9:11, 10:12, 11:8, 13:11)
Darko Jorgic – Wang Xi 3:1 (11:9, 11:4, 7:11, 11:5)
Tomas Polansky – Ricardo Walther 3:1 (19:17, 9:11, 13:11, 11:6)

TTF Liebherr Ochsenhausen – SV Werder Bremen 3:2
Kanak Jha – Kirill Gerassimenko 3:1 (11:9, 11:4, 9:11, 11:7)
Maciej Kubik – Mattias Falck 0:3 (8:11, 8:11, 11:13)
Samuel Kulczycki – Hunor Szöcs 3:2 (15:17, 9:11, 11:8, 11:7, 11:6)
Kanak Jha – Mattias Falck 2:3 (8:11, 11:8, 11:9, 7:11, 6:11)
Samuel Kulczycki/Maciej Kubik – Kirill Gerassimenko/Marcelo Aguirre 3:1 (11:6, 11:9, 5:11, 11:8)

Borussia Düsseldorf – TTC Neu-Ulm 3:0
Anton Källberg – Vladimir Sidorenko 3:0 (11:9, 11:5, 11:8)
Kristian Karlsson – Lev Katsman 3:2 (10:12, 11:9, 11:7, 6:11, 11:4)
Dang Qiu – Ioannis Sgouropoulos 3:2 (10:12, 11:8, 7:11, 11:7, 11:6)

Post SV Mühlhausen – TTC Schwalbe Bergneustadt 2:3
Daniel Habesohn – Alvaro Robles 3:2 (8:11, 14:16, 11:6, 13:11, 11:8)
Ovidiu Ionescu – Benedikt Duda 0:3 (2:11, 7:11, 3:11)
Steffen Mengel – Elias Ranefur 3:0 (11:9, 11:7, 11:5)
Daniel Habesohn – Benedikt Duda 0:3 (9:11, 9:11, 5:11)
Steffen Mengel/Ovidiu Ionescu – Alvaro Robles/Alberto Mino 2:3 (10:12, 11:7, 6:11, 11:9, 6:11)

Mittwoch, 15. September, 19 Uhr
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC OE Bad Homburg

Sonntag, 19. September, 15 Uhr
TSV Bad Königshofen – TTC Zugbrücke Grenzau

Beitragsbild oben: Samuel Kulczycki (beim Schlag) und Maciej Kubik (Foto: Nicolai Schaal)