SCHON WIEDER IM DOPPEL! MÜHLHAUSEN RINGT NEU-ULM NIEDER



Das Doppel entwickelt sich zur Spezialdisziplin des Post SV Mühlhausen: Am Freitagabend holten die Thüringer ein 3:2 beim TTC Neu-Ulm und damit den dritten Saisonsieg in der Tischtennis Bundesliga (TTBL).

Tiago Apolonia

Tiago Apolonia brachte den TTC Neu-Ulm zwischenzeitlich mit 2:1 in Führung. (Foto: BeLa Sportfoto)

Was für ein Fight! Der Post SV Mühlhausen hat erneut eine Energieleistung hingelegt und sich am Freitagabend mit einem 3:2 beim TTC Neu-Ulm belohnt. Auch den dritten Saisonsieg in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) errangen die Thüringer somit im Doppel – bereits gegen den ASV Grünwettersbach und den TTC Zugbrücke Grenzau hatte das Team bis in das entscheidende Match bangen müssen. Mit nun 6:8 Punkten nähert sich Mühlhausen der oberen Tabellenhälfte weiter an, während Neu-Ulm den Blick nach unten richtet. Für die Schwaben war es bereits die vierte Niederlage in Serie, nachdem die ersten drei Saisonspiele gewonnen worden waren.

Mehrfach hatte der TTC dabei am Freitag am vierten Saisonsieg geschnuppert. Gleich im Auftakteinzel etwa hatte Ioannis Sgouropoulos die Chance, sein Team in Führung zu bringen. Steffen Mengel jedoch biss sich nach 0:2-Satzrückstand in die Partie, wehrte einen Matchball ab und gewann schließlich mit 3:2 (5:11, 11:13, 11:7, 13:11, 11:9). Die Messlatte für die Dramatik der weiteren Matches war damit gelegt – und die Spieler enttäuschten nicht. Auch die folgenden beiden Einzel gingen in den Entscheidungssatz, dieses Mal mit dem besseren Ende für Neu-Ulm: Der frischgebackene Vize-Europameister Lev Katsman schlug Daniel Habesohn 3:2 (11:3, 8:11, 13:11, 5:11, 12:10), Tiago Apolonia legte ein 3:2 (9:11, 11:9, 11:6, 7:11, 11:5) gegen Irvin Bertrand nach.

Mengel: „Im Doppel brauchten wir das Momentum“

Mühlhausen stand mit dem Rücken zur Wand – doch die Meister der Dramatik erzwangen einmal mehr das Doppel. Habesohn nämlich riss das Spitzeneinzel gegen Sgouropoulos im dritten Satz an sich und sorgte schließlich mit einem 3:1 (11:9, 9:11, 11:6, 11:3) für den Gang in das entscheidende Duell. Und hier ließen Bertrand/Mengel nichts anbrennen. Zwar ging es gegen Apolonia/Katsman erneut eng zu, die entscheidenden Punkte gingen aber stets an die Mühlhäuser, die schließlich ihren zweiten Matchball zum 3:0 (12:10, 14:12, 11:9)-Erfolg nutzten. Das Kuriose: Gegen Grünwettersbach hatte Bertrand an der Seite von Habesohn für den Sieg gesorgt, gegen Grenzau mit Ionescu – nun klappte es auch im Gespann mit Mengel.

„Wir sind unglaublich froh, das Spiel gewonnen zu haben. Neu-Ulm hat eine sehr gute Mannschaft und ist unberechenbar in der Aufstellung“, sagte Steffen Mengel anschließend. „Im Doppel wussten wir, dass wir das Momentum brauchen – zum Glück haben wir in den entscheidenden Momenten die Big Points gemacht.“ TTC-Trainer Dmitrij Mazunov ärgerte sich über die verpassten Chancen: „Wir haben zu häufig unsere Führungen nicht nach Hause gebracht. Daher sind wir enttäuscht – aber wir müssen jetzt möglichst schnell die Köpfe wieder freibekommen.“

Der 7. Spieltag in der Übersicht

TTC OE Bad Homburg – Borussia Düsseldorf 0:3
Rares Sipos – Timo Boll 0:3 (6:11, 8:11, 10:12)
Benno Oehme – Anton Källberg 0:3 (6:11, 5:11, 3:11)
Cedric Meissner – Dang Qiu 0:3 (9:11, 2:11, 5:11)

TTC Neu-Ulm – Post SV Mühlhausen 2:3
Ioannis Sgouropoulos – Steffen Mengel 2:3 (11:5, 13:11, 7:11, 11:13, 9:11)
Lev Katsman – Daniel Habesohn 3:2 (11:3, 8:11, 13:11, 5:11, 12:10)
Tiago Apolonia – Irvin Bertrand 3:2 (9:11, 11:9, 11:6, 7:11, 11:5)
Ioannis Sgouropoulos – Daniel Habesohn 1:3 (9:11, 11:9, 6:11, 3:11)
Tiago Apolonia/Lev Katsman – Irvin Bertrand/Steffen Mengel 0:3 (10:12, 12:14, 9:11)

TTC Zugbrücke Grenzau – ASV Grünwettersbach 1:3
Wu Jiaji – Tobias Rasmussen 3:1 (11:7, 13:11, 5:11, 11:7)
Nils Hohmeier – Wang Xi 1:3 (8:11, 11:7, 4:11, 8:11)
Cristian Pletea – Ricardo Walther 0:3 (10:12, 7:11, 4:11)
Wu Jiaji – Wang Xi 2:3 (11:6, 5:11, 9:11, 14:12, 2:11)

SV Werder Bremen – 1. FC Saarbrücken TT 2:3
Mattias Falck – Olav Kosolosky 3:0 (11:6, 11:7, 11:3)
Hunor Szöcs – Darko Jorgic 0:3 (5:11, 5:11, 1:11)
Kirill Gerassimenko – Tomas Polansky 3:1 (1:11, 11:6, 11:9, 13:11)
Mattias Falck – Darko Jorgic 1:3 (3:11, 6:11, 11:4, 10:12)
Kirill Gerassimenko/Marcelo Aguirre – Tomas Polansky/Olav Kosolosky 2:3 (11:9, 11:8, 9:11, 5:11, 4:11)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:2
Quadri Aruna – Maciej Kubik 3:1 (11:8, 5:11, 11:7, 11:9)
Ruwen Filus – Simon Gauzy 1:3 (11:8, 8:11, 8:11, 4:11)
Alexandre Cassin – Kanak Jha 1:3 (11:5, 9:11, 8:11, 9:11)
Quadri Aruna – Simon Gauzy 3:1 (11:9, 11:5, 3:11, 11:5)
Alexandre Cassin/Fan Bo Meng – Samuel Kulczycki/Maciej Kubik 3:1 (11:9, 6:11, 11:8, 11:8)

TTC Schwalbe Bergneustadt – TSV Bad Königshofen 3:2
Benedikt Duda – Maksim Grebnev 3:1 (4:11, 11:6, 11:5, 11:6)
Alberto Mino – Bastian Steger 3:1 (11:6, 11:9, 8:11, 11:4)
Alvaro Robles – Kilian Ort 1:3 (7:11, 8:11, 12:10, 7:11)
Benedikt Duda – Bastian Steger 0:3 (10:12, 3:11, 9:11)
Alvaro Robles/Alberto Mino – Kilian Ort/Maksim Grebnev 3:2 (11:6, 11:4, 4:11, 10:12, 11:8)

Beitragsbild oben: Steffen Mengel (Foto: BeLa Sportfoto)