MÜHLHAUSEN AUF DEM VORMARSCH: 3:2 GEGEN FULDA



Der Post SV Mühlhausen bleibt in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) auf dem Vormarsch: Am 8. Spieltag holten die Thüringer ein 3:2 gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell und damit den sechsten Sieg aus den wettbewerbsübergreifend vergangenen sieben Partien.

Fan Bo Meng

Fan Bo Meng und der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell gingen am Sonntag leer aus. (Foto: Johannes Ruppel)

Der mäßige Saisonstart des Post SV Mühlhausen ist vergessen, inzwischen befindet sich das Team in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) auf einer Erfolgswelle: Das 3:2 gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell am Sonntag war der vierte Sieg aus den jüngsten fünf TTBL-Spielen, zudem gab es zwei Erfolge im Deutschen Tischtennis-Pokal und damit den Einzug in das Final Four. „Ich glaube, am Ende haben wir heute verdient gewonnen“, sagte Mühlhausens Ovidiu Ionescu, dessen Team nun ein mit 8:8 ausgeglichenes Punktekonto hat und auf Platz sieben steht. „Vor allem muss ich Irvin loben. Er ist erst im Doppel reingekommen und hat sehr stark gespielt. Auch Daniel hat gezeigt, dass er gegen die besten Spieler der Welt mithalten kann. Es war heute wieder mal eine Teamleistung.“

Für Fulda war es dagegen die dritte Saisonniederlage, mit 10:6 Punkten stehen die Osthessen als Tabellenvierter aber nach wie vor auf einem Play-off-Platz. Passieren lassen musste Fulda allerdings den 1. FC Saarbrücken TT, der sich dank des zeitgleichen 3:1-Erfolgs gegen den TTC Zugbrücke Grenzau auf Platz drei verbesserte. „In Mühlhausen ist es immer schwer, hier haben wir nur selten gewonnen“, sagte Fuldas Fan Bo Meng. „Das Spiel hätte in beide Richtungen gehen können, im Doppel ist immer alles möglich.“

Habesohn schlägt Meng und Aruna im Einzel

Beide Teams nämlich hatten das Doppel in den vergangenen Wochen als ihre Spezialdisziplin etabliert: Während Fan Bo Meng und Alexandre Cassin für Fulda mit der Empfehlung von 3:1 Spielen an den Tisch gingen, hatte Mühlhausen verschiedene Formationen ins Rennen geschickt und dabei insgesamt ebenfalls eine 3:1-Bilanz verbucht. Dieses Mal setzte Erik Schreyer auf Irvin Bertrand und Steffen Mengel, und mit dieser Entscheidung lag der Post-SV-Trainer goldrichtig. Zwei Sätze lang dominerte das Mühlhausen-Gespann das Match, erst ab dem dritten Satz war es ein Spiel auf Augenhöhe. Den Sieg aber ließen sich Bertrand/Mengel nicht mehr nehmen: Bei 3:0-Führung der Gastgeber im vierten Satz zog Fulda-Trainer Qing Yu Meng das Time-out, die drohende Niederlage konnte er aber nicht mehr abwenden. Am Ende nutzten die Mühlhäuser ihren zweiten Matchball zum 3:1 (11:3, 11:7, 6:11, 11:8)-Sieg.

In den Einzeln hatte zuvor Daniel Habesohn für die Punkte seines Teams gesorgt. Gehörte das 3:0 (11:6, 11:8, 11:7) im Auftakteinzel gegen Fan Bo Meng noch zu den leichteren Aufgaben, musste der Österreicher im Spitzeneinzel schließlich Schwerstarbeit verrichten. Quadri Aruna spielte bärenstark auf, erst bei Habesohns 5:0-Führung im fünften Satz war die Vorentscheidung gefallen. Am Ende gewann der Post-Kapitän mit 3:2 (11:7, 10:12, 11:6, 4:11, 11:5). Aruna hatte zuvor ebenfalls sein erstes Einzel gewonnen, gegen Ovidiu Ionescu riss er das Match im zweiten Satz an sich und feierte schließlich einen 3:1 (6:11, 11:9, 11:8, 11:7)-Erfolg. Ebenfalls für Fulda punktete Cassin, der auf Position drei ein 3:2 (8:11, 11:4, 13:11, 2:11, 11:7) gegen Mengel holte.

Der 8. Spieltag in der Übersicht

1. FC Saarbrücken TT – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1
Darko Jorgic – Cristian Pletea 3:0 (11:8, 11:9, 11:6)
Tomas Polansky – Patrick Baum 2:3 (11:8, 11:5, 7:11, 7:11, 9:11)
Patrick Franziska – Wu Jiaji 3:2 (11:8, 11:5, 7:11, 4:11, 11:8)
Darko Jorgic – Patrick Baum 3:0 (11:7, 12:10, 11:8)

ASV Grünwettersbach – TTC Neu-Ulm 1:3
Tobias Rasmussen – Lev Katsman 1:3 (11:9, 7:11, 6:11, 7:11)
Deni Kozul – Tiago Apolonia 0:3 (9:11, 11:13, 7:11)
Wang Xi – Vladimir Sidorenko 3:1 (11:8, 8:11, 11:9, 11:6)
Tobias Rasmussen – Tiago Apolonia 1:3 (3:11, 6:11, 11:9, 8:11)

Post SV Mühlhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:2
Daniel Habesohn – Fan Bo Meng 3:0 (11:6, 11:8, 11:7)
Ovidiu Ionescu – Quadri Aruna 1:3 (11:6, 9:11, 8:11, 7:11)
Steffen Mengel – Alexandre Cassin 2:3 (11:8, 4:11, 11:13, 11:2, 7:11)
Daniel Habesohn – Quadri Aruna 3:2 (11:7, 10:12, 11:6, 4:11, 11:5)
Irvin Bertrand/Steffen Mengel – Alexandre Cassin/Fan Bo Meng 3:1 (11:3, 11:7, 6:11, 11:8)

TSV Bad Königshofen – SV Werder Bremen 3:2
Filip Zeljko – Marcelo Aguirre 3:0 (11:8, 11:8, 11:5)
Kilian Ort – Mattias Falck 2:3 (8:11, 11:7, 11:13, 11:7, 8:11)
Bastian Steger – Kirill Gerassimenko 3:0 (12:10, 11:9, 11:2)
Filip Zeljko – Mattias Falck 1:3 (6:11, 11:6, 3:11, 3:11)
Bastian Steger/Kilian Ort – Kirill Gerassimenko/Marcelo Aguirre 3:1 (9:11, 11:9, 11:7, 13:11)

TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC OE Bad Homburg 3:2
Kanak Jha – Cedric Meissner 3:1 (11:13, 11:6, 11:5, 11:4)
Maciej Kubik – Lubomir Jancarik 0:3 (6:11, 8:11, 9:11)
Samuel Kulczycki – Rares Sipos 2:3 (11:9, 6:11, 12:10, 7:11, 4:11)
Kanak Jha – Lubomir Jancarik 3:2 (11:6, 9:11, 11:7, 9:11, 11:7)
Samuel Kulczycki/Maciej Kubik – Rares Sipos/Cedric Meissner 3:2 (8:11, 11:7, 11:2, 9:11, 13:11)

Borussia Düsseldorf – TTC Schwalbe Bergneustadt 3:1
Anton Källberg – Benedikt Duda 3:0 (11:9, 11:5, 15:13)
Dang Qiu – Alvaro Robles 0:3 (12:14, 6:11, 3:11)
Timo Boll – Alberto Mino 3:0 (18:16, 11:3, 11:3)
Anton Källberg – Alvaro Robles 3:0 (11:6, 13:11, 11:4)

Beitragsbild oben: Irvin Bertrand (Foto: Christian Habel)