„JEDER TRÄUMT VON DER PLAY-OFF-TEILNAHME“: ALEXANDRE CASSIN IM INTERVIEW



Mit Alexandre Cassin holt der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell einen ambitionierten Spieler in die Tischtennis Bundesliga (TTBL), der dabei helfen soll, das Team wieder in obere Tabellenregionen zu führen. Im Interview spricht der 22 Jahre alte Franzose über seinen Wechsel und das nahende Debüt in der TTBL.

Alexandre Cassin

Alexandre Cassin möchte dabei helfen, den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell wieder in obere Tabellenregionen zu führen. (Foto: ITTF)

Herzlich willkommen in der Tischtennis Bundesliga (TTBL)! Was hat Sie vom Wechsel zum TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell überzeugt?

Ich habe viele Gespräche mit verschiedenen Personen geführt, natürlich mit französischen Spielern, die die TTBL und den TTC bereits kennen. Sie haben mir viel über die Liga erzählt, über den Verein und seine Geschichte. Aber auch mit meinem Vater habe ich gesprochen und übrigens auch mit Quadri Aruna. Es war eine gute Gelegenheit für mich, einen besseren Eindruck davon zu gewinnen, was mich erwartet. Schließlich stand mein Entschluss fest, bei Fulda zu unterschreiben – und zum Sprung in die TTBL war ich ohnehin fest entschlossen. Ich möchte mich bei den Fuldaer Verantwortlichen dafür bedanken, dass sie mir die Chance geben und das Vertrauen schenken, diesen Schritt zu gehen.

Wie gut kennen Sie Ihre kommenden Teamkameraden Quadri Aruna, Ruwen Filus und Fan Bo Meng bereits?

Ruwen Filus habe ich natürlich schon häufiger bei internationalen Turnieren gesehen. Insgesamt aber kenne ich ihn und auch Fan Bo Meng noch nicht so gut. Quadri Aruna hingegen kenne ich, wie erwähnt, schon etwas besser, ich mag ihn nicht nur als Spieler sehr, sondern auch als Typ.

Mit Aruna und Filus hat Fulda zwei etablierte Leistungsträger im Team, mit Meng ein Eigengewächs, das aufgebaut werden soll. Wie sehen Sie Ihre Rolle im Team?

Fulda hat eine erfahrene Mannschaft und bereits wichtige Bausteine in der Mannschaft. Filus verfügt über viel Erfahrung, und Aruna steht ja nicht umsonst unter den besten Spielern der Weltrangliste. Meng ist noch ein junger Spieler, der sich nach und nach steigert. Es wird daher erst mal mein Ziel sein, bei meinen Einsätzen zu überzeugen und so viele Siege wie möglich zu holen. Außerdem möchte ich das Team motivieren, egal ob wir verlieren oder gewinnen. Am Ende werden wir sehen, wofür es reicht.

Die vergangene Spielzeit endete für Fulda auf Platz zehn, so wie bereits die Vorsaison. Auf welche Zielsetzung haben Sie sich mit den Verantwortlichen für die neue Runde verständigt?

Darüber haben wir natürlich gesprochen. In der neuen Saison möchte der Verein wieder zu den oberen Plätzen aufschließen – und natürlich träumt jeder von der Play-off-Teilnahme. Aber es wird mein erstes Jahr in Deutschland, daher wird es natürlich hart. Wichtig ist, dass das ganze Team ein Ziel hat, an das es glaubt. Es wird ein harter Kampf, weil es viele gute Mannschaften in der Liga gibt. Aber wir werden in jedem Spiel alles geben und um jeden Punkt kämpfen.

Bitte beschreiben Sie Ihren Spielstil in drei Sätzen. Auf was dürfen sich die Fans in Fulda freuen?

Ich würde sagen, dass ich einen eher kraftvollen und physisch orientierten Stil habe. Und ich hoffe, dass den Fans in Fulda dieser Spielstil gefällt. Außerdem glaube ich, dass ich für meine Gegner nur schwer auszurechnen bin.

Wie stark schätzen Sie die TTBL im Vergleich zur französischen Pro A ein?

Die TTBL ist meiner Meinung nach die stärkste Liga in Europa, fast alle Superstars spielen hier. Im Vergleich zur Pro A ist der Druck auf die Spieler daher höher, und die Ambitionen sind größer. Die Konkurrenz ist sehr stark, jedes Spiel ist schwer zu gewinnen. Aber ich bin bereit, diese Herausforderung anzunehmen.

Frankreich verfügt in Ihrer Generation über einige talentierte Spieler. Wie sehen Sie die Entwicklung des Tischtennis-Sports in Ihrer Heimat?

Wir haben tatsächlich viele talentierte Spieler, die in den kommenden Jahren noch viel erreichen können. Allerdings fällt es mir schwer, die generelle Entwicklung einzuschätzen – und ich will auch nicht für andere sprechen. Ich habe meine eigene Zielsetzung und meine eigenen Ambitionen, für die ich alles gebe.

Beitragsbild oben: Alexandre Cassin (Foto: ITTF)