TOPSPIELE SCHON IM ACHTELFINALE: EIN HEIßER POKAL-SONNTAG WARTET



Die Road to Final Four startet am Sonntag: Im Achtelfinale des Deutschen Tischtennis-Pokals steigen die Teams der Tischtennis Bundesliga (TTBL) in den Wettbewerb ein und wollen den ersten Schritt zum Titel machen. Vier Zweitligisten haben sich die Sensation vorgenommen.

Simon Gauzy

Simon Gauzy und die TTF Liebherr Ochsenhausen treten beim 1. FC Saarbrücken TT an. (Foto: BeLa Sportfoto)

Von einem „großen Sieg“ sprach Timo Boll im vergangenen Januar: Nach zwei Jahren Flaute hatte sich Borussia Düsseldorf im Liebherr Pokal-Finale durchgesetzt und damit den Deutschen Tischtennis-Pokal erobert. „Dieser Titel ist alles andere als selbstverständlich“, ergänzte Boll damals – und in der neuen Saison soll es nun natürlich mit der Titelverteidigung klappen. Allerdings: Die erste Hürde auf dem Weg dorthin ist gleich eine hohe. Am Sonntag tritt die Borussia im Achtelfinale beim TTC Neu-Ulm an und somit beim aktuellen Tabellenfünften der Tischtennis Bundesliga (TTBL).

„Das Losglück war nicht gerade auf unserer Seite“, sagt Manager Andreas Preuß und zählt die Stärken im Kader der Schwaben auf: „Neu-Ulm ist eine schwere Aufgabe. Mit den beiden Vize-Europameistern Vladimir Sidorenko und Lev Katsman sowie Kay Stumper hat Dmitrij Mazunov eine schlagkräftige Truppe. Dazu Tiago Apolonia, der jeden unserer Spieler schlagen kann. Wir brauchen eine Top-Leistung und sind heiß auf das Spiel.“

„Hammerlos“: Saarbrücken empfängt Ochsenhausen

Ein gar noch brisanteres Match steigt beim 1. FC Saarbrücken TT: Der amtierende Vizemeister hat die TTF Liebherr Ochsenhausen zu Gast. 2019 und 2020 hatte es dieses Duell jeweils im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gegeben, beide Teams hatten jeweils einmal das bessere Ende für sich. Von einem „Hammerlos“ spricht TTF-Trainer Fu Yong, dessen Team zuletzt dreimal in Folge in das Pokalfinale eingezogen war. Im vergangenen Jahr verlor Ochsenhausen mit 1:3 gegen Düsseldorf. „Saarbrücken hat auch dieses Jahr eine absolute Topmannschaft und ist in allen Wettbewerben als einer der großen Favoriten zu sehen“, ergänzt Fu. „Wir wollen uns mit unserer jungen Mannschaft bestmöglich präsentieren und Saarbrücken einen großen Kampf liefern.“

Highlightspiele warten auf vier Teams der zweiten Bundesliga: Der TTC Fortuna Passau, Hertha BSC, der 1. FSV Mainz 05 und der TTC GW Bad Hamm haben sich in der Vorrunde durchgesetzt und empfangen nun jeweils ein TTBL-Team – und nehmen die Überraschung ins Visier. Passau hatte im vergangenen Jahr den Post SV Mühlhausen kalt erwischt (3:2), Bad Hamm den TTC Zugbrücke Grenzau (3:1). Dieses Mal wollen die beiden Teams gegen den TTC OE Bad Homburg beziehungsweise den SV Werder Bremen erneut die Sensation schaffen. Hertha BSC bekommt es mit dem ASV Grünwettersbach zu tun, Mainz 05 empfängt den TTC Schwalbe Bergneustadt.

Mühlhausen wartet seit 2017, Fulda seit 2016

Der Post SV Mühlhausen und der TTC Zugbrücke Grenzau hingegen wollen es besser machen als im Vorjahr. Die Thüringer treffen auf den TSV Bad Königshofen – und werden nur ungern an das jüngste Duell mit Bastian Steger und Co. zurückdenken. Erst im August hatten sie die Unterfranken empfangen, am 2. TTBL-Spieltag gab es 2:3, insbesondere aufgrund eines bestens aufgelegten Maksim Grebnev. Die bis dato letzte Teilnahme am Final Four war Mühlhausen 2017 geglückt, damals gab es das Halbfinal-Aus gegen Saarbrücken.

Sogar seit einem Jahr mehr muss inzwischen der Gegner der Grenzauer auf die erneute Reise in die ratiopharm arena warten: Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell hatte zuletzt 2016 nach dem Titel gegriffen, am Sonntag soll nun erst mal der Einzug in das Viertelfinale gelingen. „Maximal fordern“ würden die Fuldaer sein Team, erwartet Grenzau-Coach Slobodan Grujic. Insbesondere Abwehrspieler Ruwen Filus bereite ihm noch Kopfzerbrechen. Dennoch: „Wir werden alles dafür tun, unsere Chancen zu suchen und zu nutzen“, sagt Grujic.

Das Pokal-Achtelfinale in der Übersicht

Sonntag, 10. Oktober, 15 Uhr
TTC Neu-Ulm – Borussia Düsseldorf
1. FC Saarbrücken TT – TTF Liebherr Ochsenhausen
TTC Fortuna Passau – TTC OE Bad Homburg
Hertha BSC – ASV Grünwettersbach
TTC GW Bad Hamm – SV Werder Bremen
Post SV Mühlhausen – TSV Bad Königshofen
1. FSV Mainz 05 – TTC Schwalbe Bergneustadt
TTC Zugbrücke Grenzau – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell

Die vier TTBL-internen Begegnungen sehen Sie live im Stream auf Sportdeutschland.TV; alle Partien können in unserem Liveticker verfolgt werden.

Beitragsbild oben: Timo Boll (Foto: BeLa Sportfoto)