DIE FINAL-FOUR-TEAMS: TTF LIEBHERR OCHSENHAUSEN



Als Titelverteidiger richten sich besonders viele Augen am 4. Januar 2020 auf die TTF Liebherr Ochsenhausen. Der Lokalmatador möchte erneut beim Liebherr Pokal-Finale triumphieren, hat mit Borussia Düsseldorf aber eine harte Nuss im Halbfinale zu knacken.

Simon Gauzy

Beim 3:1 gegen Düsseldorf in der TTBL war Simon Gauzy der Matchwinner. (Foto: Nicolai Schaal)

Eines Trumpfs können sich die TTF Liebherr Ochsenhausen beim Liebherr Pokal-Finale gewiss sein: des Heimvorteils. Nur rund 40 Kilometer trennen Ochsenhausen und Neu-Ulm, entsprechend sind erneut zahlreiche Anhänger der Tischtennisfreunde in der ratiopharm arena zu erwarten. „Wir sind der Lokalmatador“, sagt TTF-Trainer Dmitrij Mazunov, „für uns ist Neu-Ulm fast ein Heimspiel. Daher hoffen wir auf die Unterstützung der Fans.“

Anders hätte es ausgesehen, hätte der TTC Neu-Ulm das Halbfinale erreicht. Dem Neuling wäre die Sympathie insbesondere der neutralen Zuschauer wohl gewiss gewesen. Dies aber verhinderte, ausgerechnet, der Lokalkonkurrent: Bereits im Achtelfinale war es zu der Paarung Ochsenhausen gegen Neu-Ulm gekommen, mit 3:2 mit dem besseren Ende für die TTF. Anschließend setzte sich Ochsenhausen auch im Viertelfinale durch, gegen den Post SV Mühlhausen gab es ein 3:0 – das Ticket für das Final Four war damit gelöst.

Mazunov erwartet „50:50-Spiel“

Und dort, in der ratiopharm arena, werden sich am 4. Januar etliche Augen auf Mazunovs Team richten. Die TTF reisen schließlich als Titelverteidiger an. Im vergangenen Jahr hatte sich Ochsenhausen im Halbfinale mit 3:0 gegen den TTC Zugbrücke Grenzau durchgesetzt und anschließend im Finale mit 3:1 gegen den SV Werder Bremen. Am Ende der Saison sicherte sich Ochsenhausen auch den Titel in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) und damit das erste Double seit 2004 – damals übrigens hatte der heutige Trainer Mazunov als Spieler mitgewirkt.

Stefan Fegerl

Stefan Fegerl freut sich auf den 4. Januar: „Das Final Four wird wieder eine ganz tolle Show mit hoffentlich vielen unserer Fans.“ (Foto: BeLa Sportfoto)

Wollen die Tischtennisfreunde diesen Coup wiederholen, müssen sie im Halbfinale den Rekordpokalsieger ausschalten: Es geht gegen Borussia Düsseldorf und damit gegen das Team, das den Titel vor dem letztjährigen Erfolg Ochsenhausens sechsmal in Folge gewonnen hatte. Mazunov erwartet ein Kräftemessen mit ungewissem Ausgang: „Es wird ein 50:50-Spiel“, sagt der 48-Jährige. „Natürlich gibt es leichtere Gegner als Borussia Düsseldorf. Aber wir haben gegen sie zuletzt einiges Selbstvertrauen gesammelt, und ich bin mir sicher: Sie werden ebenfalls nicht glücklich sein, gegen uns zu spielen.“

In der TTBL auf Augenhöhe

Die jüngsten drei Duelle mit der Borussia gewann Ochsenhausen schließlich, zuletzt im November mit 3:1. Simon Gauzy setzte sich sowohl gegen Kristian Karlsson als auch gegen Omar Assar durch und war damit der Matchwinner. Am 4. Januar dürfte Hugo Calderano eine Schlüsselrolle zukommen: Der Weltranglistensechste hatte im vergangenen Februar den Unterschied gemacht, als beide Teams in Bestbesetzung angetreten waren. Damals brachte Calderano die TTF mit Erfolgen gegen Assar und Timo Boll ins Doppel, in dem schließlich Stefan Fegerl und Gauzy zum 3:2-Sieg Ochsenhausens triumphierten.

Ähnlich eng dürfte es am kommenden Samstag zugehen, das legt jedenfalls der Blick auf die aktuelle Tabelle in der TTBL nahe: Dort rangieren Ochsenhausen und Düsseldorf im Spitzenquartett und mit je 24:8 Punkten auf Augenhöhe. Die Teilnahme an den Play-offs haben sie damit allerdings noch lange nicht sicher, der TTC Schwalbe Bergneustadt nämlich lauert mit zwei Punkten Rückstand auf Platz fünf. Spannende Begegnungen also stehen in beiden Wettbewerben bevor – da kommt jeder Trumpf gerade recht.

 

Das Team der TTF Liebherr Ochsenhausen

Hugo Calderano (TTBL-Bilanz 2019/20: 9:1; Weltranglistenplatz: 6; Geburtstag: 22.06.1996)

Simon Gauzy (TTBL-Bilanz 2019/20: 11:6; Weltranglistenplatz: 21; Geburtstag: 25.10.1994)

Jakub Dyjas (TTBL-Bilanz 2019/20: 10:4; Weltranglistenplatz: 71; Geburtstag: 09.10.1995)

Stefan Fegerl (TTBL-Bilanz 2019/20: 5:7; Weltranglistenplatz: 78; Geburtstag: 12.09.1988)

Vladimir Sidorenko (TTBL-Bilanz 2019/20: 3:2; Weltranglistenplatz: 169; Geburtstag: 07.04.2002)

Trainer: Dmitrij Mazunov (Geburtstag: 12.05.1971)

 

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Wer selbst dabei sein möchte am 4. Januar 2020 in der ratiopharm arena Ulm/Neu-Ulm, der sollte sich beeilen – die meisten Tickets nämlich sind bereits vergriffen. Diese kosten in der günstigsten Kategorie 15 € (ermäßigt 13 €). Für Gruppen und Vereine gibt es wieder das beliebte Gruppenticket zum Sonderpreis von 11,90 € ab zehn Tickets, Familien profitieren vom Familienticket.

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Beitragsfoto oben: Hugo Calderano (Foto: BeLa Sportfoto)