SCHREYER: „WIR WERDEN VON SPIEL ZU SPIEL STÄRKER“



Mit zwei Siegen hat der Post SV Mühlhausen souverän den Sprung in das Viertelfinale im Europe Cup geschafft. Trainer Erik Schreyer sieht noch Steigerungsbedarf bei seinem Team, ist für die kommenden Aufgaben aber optimistisch – auch aufgrund von Extra-Motivation durch Lubomir Jancarik.

Herr Schreyer, wie schätzen Sie die Leistungen des Post SV Mühlhausen in den ersten beiden Partien im Europe Cup ein?

Zwei Spiele, zwei Siege, Gruppenerster – so war es geplant, daher bin ich natürlich zufrieden. Aber ich sehe auch bei allen Spielern noch Steigerungspotenzial, wobei das in dieser frühen Turnierphase durchaus normal ist. Wir müssen uns schließlich erst mal an die Bedingungen hier in Varaždin anpassen. Außerdem waren unsere Gegner krasse Außenseiter, sie konnten locker aufspielen, daher war es nicht ganz so leicht für uns. Und heute gegen STK Libertas Marinkolor waren wir schon einen Tick besser als gestern gegen Asisa Borges Vall. Daher bin ich davon überzeugt, dass wir auch im weiteren Turnierverlauf von Spiel zu Spiel stärker werden.

Sie haben sicherlich auch mal links und rechts auf die anderen Tische geschaut. Welche Mitfavoriten auf den Titel haben Sie ausgemacht?

Da muss ich auf jeden Fall AS Pontoise Cergy nennen, die mit unter anderen Adrien Mattenet, Patrick Baum und Quentin Robinot sehr stark aufgestellt sind. Heute haben sie gegen Top Spin Messin mit 3:1 gewonnen. Auch die Italiener stellen mit Joao Monteiro und Andrea Landrieu eine starke Mannschaft. Auch Walter Wels zähle ich mit all der Champions-League-Erfahrung und einer ausgeglichenen Mannschaft zum Favoritenkreis.

Am morgigen Freitag findet die Auslosung für die nächste Runde statt. Gibt es so etwas wie einen Wunschgegner für das Viertelfinale?

Ein Wunschlos haben wir nicht. Sonst bestünde die Gefahr, negativ überrascht zu werden. Stattdessen schauen wir lieber auf uns und bereiten uns in den Trainingseinheiten so gut wie möglich auf alle Eventualitäten vor. Wir müssen es ohnehin nehmen, wie es kommt – und wenn alle Spieler ihr volles Niveau abrufen, müssen wir uns gegen kein Team verstecken. Unser Ziel ist auf jeden Fall der Finaleinzug.

Für Lubomir Jancarik ist es das Abschiedsturnier, im Sommer wechselt er zum TTC OE Bad Homburg. Wie wirkt sich dieser Umstand auf Ihr Team aus?

Es ist kein Gehemins, dass wir einen ausgezeichneten Teamspirit haben. Daher freuen wir uns sehr, jetzt wieder im Mannschaftskreis zusammen zu sein. Und die Situation mit „Lubo“ ist in der Tat speziell, sie gibt uns noch einmal eine Extra-Motivation. Die Mannschaft kämpft für „Lubo“, und „Lubo“ kämpft für die Mannschaft. Er wird alles geben, um sich mit einem Titel zu verabschieden.

Beitragsbild oben: Erik Schreyer (Foto: Christian Habel)