FÜNF GRÜNDE, SICH AUF DIE NEUE SAISON ZU FREUEN



Die neue Saison in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) steht in den Startlöchern, und es gibt viele Gründe, sich auf die kommenden Monate zu freuen. Wir präsentieren Ihnen eine kleine Auswahl.

Shang Kun

Shang Kun und der 1. FC Saarbrücken TT sind die Gejagten in der neuen TTBL-Saison. (Foto: BeLa Sportfoto)

Der Titelverteidiger

Zum ersten Mal in der Geschichte der Tischtennis Bundesliga (TTBL) startet der 1. FC Saarbrücken TT als Titelverteidiger in eine Saison. Und die Saarländer haben guten Grund, mit großem Selbstvertrauen in die neue Spielzeit zu gehen: Mit Shang Kun stellen sie den besten Spieler der Vorsaison (23:4-Bilanz), mit Patrick Franziska den besten der Saison zuvor (27:5). Dahinter lauern mit Darko Jorgic und Tomas Polansky zwei Talente, die sich längst auf TTBL-Niveau etabliert haben und in Zukunft noch stärker werden dürften. Spektakuläres Tischtennis ist also garantiert. Zwar ist die Konkurrenz vielbeinig und nicht minder prominent besetzt, der Weg zum Titel aber dürfte nur über den FCS führen.

Die Verfolger

Nicht nur die Verfolger des Titelverteidigers sind zahlreich, auch die vier Play-off-Teilnehmer der Vorsaison können sich keineswegs sicher sein, erneut den Sprung unter die besten vier zu schaffen. Schließlich dürfen gleich neun Mannschaften als Anwärter auf die Play-offs gelten. Neben dem Quartett der Vorsaison – 1. FC Saarbrücken TT, Borussia Düsseldorf, TTF Liebherr Ochsenhausen, SV Werder Bremen – dürfte auch der Post SV Mühlhausen erneut ein Wörtchen mitreden. „Wir waren erst Sechster, dann Fünfter – ich hoffe, jetzt schaffen wir es“, sagte Daniel Habesohn dem MDR. Die Thüringer schließlich starten mit unverändertem Team und wollen die ganz Großen erneut ärgern. Ebenfalls als heiße Anwärter gelten der TTC Schwalbe Bergneustadt, Halbfinalist 2018/19, und der TTC Neu-Ulm, der sich unter anderen mit Emmanuel Lebesson verstärkt hat. Im erweiterten Kreis finden sich der ASV Grünwettersbach und der TSV Bad Königshofen.

Die Stars

Dass die TTBL als die stärkste Liga Europas gilt, liegt an den zahlreichen Top-Stars, die Jahr für Jahr an die Tische treten. Dabei dürfen sich die Fans in der neuen Saison auf das eine oder andere neue Gesicht freuen. Einen der spannendsten Transfers hat der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell getätigt, der mit Quadri Aruna den Weltranglisten-20. geholt hat. Der Nigerianer wird erstmals in der TTBL zu sehen sein und soll den Abgang von Tomislav Pucar auffangen. Ebenfalls neu ist Emmanuel Lebesson: Der Europameister von 2016 verstärkt den TTC Neu-Ulm und soll ein Puzzleteil auf dem Weg der Westschwaben nach vorne sein. Weiterhin mit dabei sind natürlich viele weitere Top-Stars: Borussia Düsseldorf wird von Timo Boll angeführt, der SV Werder Bremen von Mattias Falck, die TTF Liebherr Ochsenhausen schicken Hugo Calderano und Simon Gauzy ins Rennen, der 1. FC Saarbrücken TT setzt auf Patrick Franziska und Shang Kun, Bastian Steger geht in sein zweites Jahr beim TSV Bad Königshofen. Und dann wäre da ja auch noch Aleksandar Karakasevic: Der 44-Jährige kehrt zurück in die TTBL und verstärkt den TTC Zugbrücke Grenzau, um sich erneut mit den Besten der Welt zu messen.

Vladimir Sidorenko

Vladimir Sidorenko sieht seiner bereits dritten TTBL-Saison entgegen und gehört mit erst 18 Jahren zu den hoffnungsvollsten Talenten. In der neuen Spielzeit trägt er das Trikot des TTC Neu-Ulm. (Foto: Nicolai Schaal)

Das neue Team

Der TTC OE Bad Homburg fiebert seinem Debüt in der TTBL entgegen, am 6. September ist der Aufsteiger erstmals in der höchsten Spielklasse Deutschlands zu sehen. Und die Verantwortlichen haben einen spannenden Kader für die Premierensaison zusammengestellt: Angeführt von Routinier Gustavo Tsuboi, schickt Bad Homburg vier Youngster ins Rennen, darunter einige der größten Talente Europas. Mit welchem Erfolg, wird davon abhängen, wie schnell sich Nils Hohmeier (22), Rares Sipos (19), Lev Katsman (19) und Maksim Grebnev (18) an das Niveau in der TTBL anpassen. „Wir müssen über den Teamgeist punkten. Dann sehe ich eine Chance, in der TTBL zu bestehen“, sagte TTC-Trainer Tobias Kirch bei seiner Vorstellung. „Und wenn wir einen sehr guten Tag erwischen und der Gegner nicht in Topform ist, können wir möglicherweise auch mal einen Favoriten ärgern.“

Die Talente

Nicht nur der TTC OE Bad Homburg schickt einige vielversprechende Talente ins Rennen, auch zahlreiche andere Teams setzen auf die Jugend – und haben mit diesem Weg bereits gute Erfahrungen gemacht. Die jüngste Mannschaft bieten in der neuen Saison die TTF Liebherr Ochsenhausen auf, gerade einmal 20,8 Jahre sind die Spieler im Schnitt alt. Während Simon Gauzy (25) und Hugo Calderano (24) längst etabliert sind und zur Weltspitze gehören, machen Samuel Kulczycki (18) und Maciej Kubik (17) in der neuen Saison die ersten Schritte in der TTBL. Bereits im Vorjahr war Kanak Jha (20) zu sehen, der sich ebenfalls Ochsenhausen angeschlossen hat und weiter zur Liga-Spitze aufschließen soll. Ebenfalls spannend zu beobachten sein wird die weitere Entwicklung von Fan Bo Meng (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, 19), Cristian Pletea (20), Ioannis Sgouropoulos (beide TTC Zugbrücke Grenzau, 20), Vladimir Sidorenko (18), Kay Stumper (beide TTC Neu-Ulm, 17) und einigen weiteren. Es bewegt sich was in den Talentschmieden der TTBL.

 

Beitragsbild oben: Patrick Franziska (Foto: BeLa Sportfoto)