KOREA OPEN: FORMTEST FÜR TTBL-STARS



Die European Games sind gerade erst vorbei, da geht es für zahlreiche Spieler schon mit dem nächsten Turnier weiter: Bei den am morgigen Dienstag startenden Korea Open kämpfen auch zahlreiche Spieler aus der Tischtennis Bundesliga (TTBL) um eine gute Frühform, Weltranglistenpunkte und die insgesamt 150.000 US-Dollar Preisgeld.

Xu Xin

Xu Xin triumphierte in Sapporo dreifach – und will in Busan die nächsten Erfolge. (Foto: ITTF)

Die Konkurrenz hat es in sich bei den Korea Open, die vom 2. bis 7. Juli erstmals in Busan stattfinden. In der Hafenstadt nämlich gehen zahlreiche Topspieler an den Start: Mit Fan Zhendong, Xu Xin, Tomokazu Harimoto und Ma Long sind vier Spieler aus den Top fünf der Weltrangliste in Südkorea vertreten, lediglich Lin Gaoyuan ist nicht dabei.

Im Fokus dürfte dabei vor allem Xu Xin stehen, und das gleich aus mehreren Gründen. Einerseits ist der „Cloudwalker“ mit drei Triumphen der Rekordchampion des seit 2001 ausgespielten Turniers und kann seinen Vorsprung mit Titel Nummer vier ausbauen. Andererseits setzte sich Xu beim jüngsten Stopp der World Tour gleich dreifach durch: Bei den Japan Open siegte der 29-Jährige im Einzel, im Doppel und im Mixed. Ein Dreifachtriumph, der zuvor nur einem weiteren Spieler gelungen war: Jang Woojin – und zwar im Vorjahr bei den Korea Open. Auch in Busan tritt Xu in allen drei Wettbewerben an, neben dem Einzel im Mixed an der Seite von Liu Shiwen und im Doppel mit Fan Zhendong. Im Finale von Sapporo hatte diese Kombination das deutsche Doppel Benedikt Duda/Dang Qiu vor gut zwei Wochen 3:0 geschlagen.

Falck im Fokus

Aus Sicht der TTBL haben es zwei Akteure unter die 16 gesetzten Spieler des Einzels geschafft: Mattias Falck als Achter der Setzliste und Sathiyan Gnanasekaran (ASV Grünwettersbach) als 16. Nicht in Busan am Start sind Hugo Calderano (TTF Liebherr Ochsenhausen; Weltranglistenplatz 7), Timo Boll (Borussia Düsseldorf; 8), der das Turnier 2017 gewonnen hatte, Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken TT; 17) und Simon Gauzy (TTF Liebherr Ochsenhausen; 25).

Durch den Boll-Verzicht ist Falck als Weltranglistenneunter der höchsteingestufte Europäer. Ohnehin dürfte so manches Auge auf dem Schweden ruhen, der in der kommenden Saison beim SV Werder Bremen spielt. Nach dem sensationellen zweiten Platz bei der WM in Budapest und der Halbfinalteilnahme bei den Qatar Open steckte Falck zuletzt etwas im Formtief. Bei den China Open gab es das Aus im ersten Spiel gegen Yu Ziyang (3:4), bei den European Games in der Runde der letzten 32 gegen Alexander Shibaev (0:4). Zumindest im Team war der 27-Jährige in Minsk erfolgreich, mit Schweden gab es am vergangenen Samstag die Silbermedaille nach einer 0:3-Finalniederlage gegen Deutschland. Die erhoffte Olympia-Qualifikation allerdings wurde verpasst.

Duda/Qiu wollen erneut ins Finale

Bereits in der am morgigen Dienstag startenden Vorausscheidung sind weitere Spieler aus der TTBL gefordert: Ricardo Walther, Kristian Karlsson, Omar Assar, Anton Källberg, Kamal Achanta (alle Borussia Düsseldorf), Kirill Gerassimenko, Marcelo Aguirre, Hunor Szöcs (alle SV Werder Bremen), Benedikt Duda, Alvaro Robles (beide TTC Schwalbe Bergneustadt), Lubomir Jancarik (Post SV Mühlhausen), Anders Lind (TTC Zugbrücke Grenzau), Tomislav Pucar (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell), Dang Qiu (ASV Grünwettersbach) und An Jaehyun (TTC Neu-Ulm) kämpfen in drei Runden um den Einzug in die Hauptrunde.

Im Doppel-Wettbewerb möchten Duda/Qiu den Silber-Erfolg von Sapporo wiederholen. In der Vorausscheidung treffen sie auf die Franzosen Benjamin Brossier/Alexandre Robinot. Ebenfalls im Doppel starten An (mit Cho Daeseong), Gnanasekaran (mit Anthony Amalraj) sowie Jancarik und Achanta, die an der Seite ihrer Partner Pavel Sirucek beziehungsweise Harmeet Desai gleich in der ersten Runde aufeinandertreffen. Bereits für die Hauptrunde gesetzt sind Karlsson/Källberg. Im Mixed-Wettbewerb starten zudem Gnanasekaran (mit Archana Girish Kamath), Achanta (mit Manika Batra), Qiu (mit Nina Mittelham) und Assar (mit Dina Meshref).

 

Beitragsfoto oben: ITTF