NDM 2017: WER FOLGT AUF PATRICK BAUM?



Bei den 85. Nationalen Deutschen Meisterschaften wird am kommenden Wochenende in Bamberg Patrick Baums Nachfolger gesucht. Saarbrückens Titelverteidiger ist in der Brose Arena nicht am Start. Dafür greifen in diesem Jahr Deutschlands Topstars Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov ins Titelrennen ein.

Timo Boll, Europe Top 16, Antibes, 2017

Peilt Titel Nummer elf an: Timo Boll (Foto: ITTF)

Die gute Nachricht gleich vorne weg: Anders als im Vorjahr, als zeitgleich die Kuwait Open stattfanden, sind die deutschen Tischtennis-Asse bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften in der Brose Arena Bamberg bis auf wenige Ausnahmen vertreten. Abgesagt hat seine Teilnahme jedoch neben Titelverteidiger Patrick Baum Deutschlands Nummer drei Bastian Steger. Für den Bremer und gebürtigen Oberpfälzer kommen ‚die Deutschen‘ nach seiner langen Verletzungspause „leider noch viel zu früh“, wie er dem DTTB erzählte. 2011 konnte Steger in Bamberg einen seiner beiden Einzeltitel gewinnen.

Seinen mittlerweile elften Titel könnte am Wochenende wiederum Timo Boll gewinnen. Nach seiner Leistenverletzung ist der ehemalige Weltranglistenerste allerdings noch nicht wieder bei 100 Prozent und fiel in der Liga gegen Saarbrücken noch aus. „Ich würde mir natürlich gerne zum elften Mal den Titel holen. Aber die deutsche Konkurrenz ist stark“, so Boll.

Ovtcharov will zweiten Titel

Dimitrij Ovtcharov, Qatar Open, Doha, 2016

Geht als Topgesetzter ins Rennen: Dimitrij Ovtcharov (Foto: ITTF)

Zum Beispiel in Person von Dimitrij Ovtcharov, der sich zuletzt vor allem international in bestechender Form präsentierte und mit den India Open, den Swiss Open und dem europäischen Ranglistenturnier Europe Top 16 drei Turniere in Folge gewinnen konnte. „Ich freue mich sehr auf meinen Start in Bamberg“, so der 28-Jährige. „Ich bin in guter Form und hoffe, dass ich in Bamberg meinen zweiten Titel gewinnen kann.“

Aussichtsreiche Kandidaten finden sich auch hinter den beiden Topstars. So zum Beispiel das Bergneustädter Trio Steffen Mengel, Benedikt Duda und Ricardo Walther sowie Ruwen Filus. Gemeinsam mit Walther geht Fuldas Abwehr-Ass außerdem als Titelverteidiger im Doppel ins Rennen.

Das Turnier beginnt am heutigen Freitag mit der in Gruppen ausgetragenen Qualifikation der 32 ungesetzten Spieler. Für die 16 gesetzten Athleten beginnt der Wettbewerb mit der Hauptrunde am Samstag, bevor am Sonntag ab 14 Uhr die Finalspiele stattfinden.

Zahlreiche TTBL-Stars gefordert

Ihre nationalen Meister suchen an diesem ersten Märzwochenende neben Deutschland auch andere Nationen. In Frankreich etwa darf sich Ochsenhausens Nummer eins Simon Gauzy gute Chancen auf den Titel ausrechnen, in Schweden zählt Düsseldorfs Kristian Karlsson zu den Favoriten der nationalen Titelkämpfe. Die Besten ihres Landes suchen am Wochenende außerdem Polen (mit Jakub Dyjas), Portugal, England (mit Samuel Walker) und andere europäische Nationen.

Weitere Informationen zu Modus, Auslosung und Livestreaming finden Sie auf den Seiten des Deutschen Tischtennis Bundes (DTTB).