OHNE FALCK: BREMEN MELDET SICH MIT ERFOLG GEGEN NEU-ULM ZURÜCK



Zwei wichtige Punkte im Kampf um die Play-offs hat der SV Werder Bremen gesammelt. Ohne Spitzenspieler Mattias Falck setzten sich die Hanseaten am 9. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) mit 3:1 gegen den TTC Neu-Ulm durch und glichen ihr Punktekonto damit aus.

Tiago Apolonia

Der 9. Spieltag war nicht der des Tiago Apolonia: Sowohl gegen Marcelo Aguirre als auch gegen Kirill Gerassimenko unterlag der Spitzenspieler des TTC Neu-Ulm. (Foto: BeLa Sportfoto)

Der 3:1-Sieg gegen den TTC Neu-Ulm könnte ein richtungweisender im Kampf um die Play-off-Plätze in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gewesen sein. Nachdem die Hanseaten in den ersten Wochen der Saison bereits vier Niederlagen kassiert hatten, stehen sie nun bei 8:8 Punkten. Damit ist Werder zwar weiterhin Tabellenachter, hat aber nach Punkten mit Saarbrücken, Grünwettersbach und Mühlhausen ausgeglichen – der Blick richtet sich also wieder nach oben. Für Neu-Ulm hingegen war es die dritte Niederlage in Serie, durch welche die Schwaben mit 10:6 Zählern auf den dritten Rang zurückgefallen sind.

Entscheidend für den Bremer Sieg waren letztlich zwei Faktoren. Einerseits die Nervenstärke von Kirill Gerassimenko: Aufgrund des Fehlens von Mattias Falck, der bei World Table Tennis in Macau ins Halbfinale vorgestoßen war, auf Position eins aufgeboten, traf der Kasache im Auftakteinzel auf Kay Stumper. Und die vermeintliche Pflichtaufgabe wurde zum heißen Tanz: Nach vergebenem Satzball im zweiten und einem völlig verkorksten dritten Satz, stand Gerassimenko angesichts eines 1:2-Satzrückstands mächtig unter Druck, zog aber noch einmal den Kopf aus der Schlinge und gewann letztlich 3:2 (11:6, 15:17, 7:11, 11:5, 11:8) zur Bremer 1:0-Führung. „Die Niederlage ist sehr ärgerlich“, sagte Stumper. „Ich habe einige Chancen liegengelassen.“

Gerassimenko ringt Apolonia nieder

Anderseits und somit zweiter Erfolgsfaktor war das Break von Marcelo Aguirre, der Tiago Apolonia im Anschluss mit 3:1 (16:14, 11:6, 6:11, 11:9) bezwang. Apolonia war bei Neu-Ulm anstelle von Emmanuel Lebesson und Hao Shuai, die beide am Sonntag nicht dabei waren, auf Position eins aufgeboten worden. Zwar verhinderte Vladimir Sidorenko das vorzeitige K.o. des TTC durch seinen dritten Saisonsieg beim 3:0 (11:9, 12:10, 11:6) gegen Hunor Szöcs. Im Spitzeneinzel schlug dann aber wieder Gerassimenko zu. Knackpunkt beim 3:1 (11:7, 11:13, 15:13, 11:9)-Erfolg des 23-Jährigen gegen Apolonia war der dritte Satz. Apolonia nämlich war bereits mit 8:3 enteilt, Gerassimenko aber bog den Satz mit 15:13 noch um und sicherte sich wenig später auch das Spiel.

„Der heutige Sieg war extrem wichtig“, sagte Werder-Trainer Cristian Tamas nach der Partie. „Wir können jetzt mit mehr Selbstvertrauen nach Grünwettersbach und Saarbrücken fahren und wollen nun weitere Siege einfahren.“ Kay Stumper anerkannte unterdessen: „Glückwunsch an Bremen. Alles in allem waren sie heute einfach ein Stück besser.“

Das Tischtennis-Wochenende in der Übersicht

TTF Liebherr Ochsenhausen – TSV Bad Königshofen 2:3
Simon Gauzy – Filip Zeljko 3:0 (11:9, 14:12, 11:9)
Samuel Kulczycki – Bastian Steger 1:3 (8:11, 12:10, 3:11, 8:11)
Kanak Jha – Kilian Ort 2:3 (9:11, 11:8, 11:4, 8:11, 8:11)
Simon Gauzy – Bastian Steger 3:2 (10:12, 11:7, 11:4, 9:11, 11:7)
Samuel Kulczycki/Kanak Jha – Kilian Ort/Filip Zeljko 1:3 (9:11, 4:11, 11:7, 8:11)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC OE Bad Homburg 3:1
Ruwen Filus – Lev Katsman 3:2 (11:6, 11:9, 9:11, 9:11, 11:6)
Fan Bo Meng – Rares Sipos 0:3 (9:11, 10:12, 7:11)
Quadri Aruna – Maksim Grebnev 3:0 (11:8, 11:5, 11:9)
Ruwen Filus – Rares Sipos 3:2 (12:14, 11:7, 11:6, 7:11, 11:5)

SV Werder Bremen – TTC Neu-Ulm 3:1
Kirill Gerassimenko – Kay Stumper 3:2 (11:6, 15:17, 7:11, 11:5, 11:8)
Marcelo Aguirre – Tiago Apolonia 3:1 (16:14, 11:6, 6:11, 11:9)
Hunor Szöcs – Vladimir Sidorenko 0:3 (9:11, 10:12, 6:11)
Kirill Gerassimenko – Tiago Apolonia 3:1 (11:7, 11:13, 15:13, 11:9)

TTF Liebherr Ochsenhausen – ASV Grünwettersbach 3:2
Simon Gauzy – Dang Qiu 1:3 (12:10, 9:11, 4:11, 8:11)
Kanak Jha – Wang Xi 1:3 (11:13, 6:11, 11:7, 3:11)
Samuel Kulczycki – Deni Kozul 3:1 (11:4, 5:11, 12:10, 12:10)
Simon Gauzy – Wang Xi 3:1 (11:5, 11:9, 5:11, 11:7)
Samuel Kulczycki/Maciej Kubik – Dang Qiu/Tobias Rasmussen 3:1 (11:9, 11:5, 8:11, 11:7)

Borussia Düsseldorf – 1. FC Saarbrücken TT 0:3
Timo Boll – Patrick Franziska 0:3 (8:11, 9:11, 8:11)
Anton Källberg – Darko Jorgic 2:3 (9:11, 7:11, 11:7, 11:6, 11:13)
Kristian Karlsson – Shang Kun 2:3 (11:6, 11:1, 8:11, 3:11, 10:12)

TSV Bad Königshofen – TTC Zugbrücke Grenzau 3:0
Bastian Steger – Robin Devos 3:1 (8:11, 11:6, 11:4, 11:6)
Filip Zeljko – Cristian Pletea 3:0 (11:7, 11:9, 11:8)
Kilian Ort – Aleksandar Karakasevic 3:0 (11:4, 11:9, 11:6)

TTC Schwalbe Bergneustadt – Post SV Mühlhausen 3:2
Benedikt Duda – Steffen Mengel 3:2 (13:11, 8:11, 11:3, 8:11, 11:8)
Stefan Fegerl – Daniel Habesohn 1:3 (11:13, 13:11, 11:13, 7:11)
Alvaro Robles – Ovidiu Ionescu 0:3 (10:12, 9:11, 8:11)
Benedikt Duda – Daniel Habesohn 3:0 (11:6, 11:8, 11:2)
Alvaro Robles/Stefan Fegerl – Ovidiu Ionescu/Lubomir Jancarik 3:1 (11:5, 11:8, 7:11, 11:7)

Beitragsbild oben: Kirill Gerassimenko (Foto: Jessica Bugajew)