SAARBRÜCKEN FOLGT DÜSSELDORF IN DAS LIEBHERR TTBL-FINALE



Der 1. FC Saarbrücken TT hat auch das zweite Halbfinal-Duell mit den TTF Liebherr Ochsenhausen für sich entschieden. Am Samstagabend fuhr der amtierende Meister der Tischtennis Bundesliga (TTBL) erneut ein 3:2 ein und schaffte damit den Sprung in das Liebherr TTBL-Finale 2020/21, in dem der FCS auf Borussia Düsseldorf trifft.

Simon Gauzy

Simon Gauzy musste sich Darko Jorgic dieses Mal mit 2:3 geschlagen geben. (Foto: BeLa Sportfoto)

Die Teilnehmer des Liebherr TTBL-Finals 2020/21 stehen fest: Mit 3:2 hat der 1. FC Saarbrücken TT am Samstag auch das zweite Spiel gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen und damit zugleich die Best-of-3-Halbfinalserie für sich entschieden. Im Endspiel um die Meisterschaft der Tischtennis Bundesliga (TTBL) trifft der Titelverteidiger auf Borussia Düsseldorf. Zuletzt hatte es dieses Finalduell in der Saison 2015/16 gegeben, damals mit 3:1 mit dem besseren Ende für Düsseldorf. Für die Saarbrücker ist es die dritte Teilnahme am Liebherr TTBL-Finale in Folge. Die erste Begegnung gegen Ochsenhausen hatte der FCS am vergangenen Donnerstag ebenfalls mit 3:2 gewonnen.

„Zwei derart ausgeglichene Spiele habe ich in meiner Karriere selten erlebt. Es ging die ganze Zeit hin und her“, sagte Saarbrückens Patrick Franziska im Anschluss. „Wir sind superhappy, beide Spiele gewonnen zu haben – eigentlich hatten die Duelle keinen Verlierer verdient. Düsseldorf ist das Nonplusultra derzeit, aber wir werden uns bestmöglich auf das Finale vorbereiten und alles geben.“ TTF-Trainer Fu Yong meinte: „Wie schon am Donnerstag ist auch unsere heutige Niederlage etwas unglücklich. Aber wir haben alles gegeben und alles versucht, ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen. Insgesamt hat unsere junge Mannschaft eine sehr gute Saison abgeliefert.“

Dieses Mal behält Jorgic die Oberhand

Ochsenhausen ging im Vergleich zum ersten Match mit unveränderter Aufstellung in das Duell, erneut kamen Hugo Calderano, Simon Gauzy und Samuel Kulczycki zum Einsatz. Bei Saarbrücken wurden dagegen die Positionen getauscht: Patrick Franziska kam auf Position zwei zum Einsatz, Shang Kun auf Position drei; Darko Jorgic wurde erneut als Spitzenspieler aufgeboten.

Und zunächst lieferten die beiden Einser der Teams: Calderano zeigte sich gegen Franziska in beeindruckender Verfassung, leistete sich keinerlei Schwächephase und brachte die TTF durch sein 3:0 (11:3, 11:8, 11:7) in Führung. Das zweite Match ging dagegen an Saarbrücken. Jorgic revanchierte sich bei Gauzy für die 0:3-Niederlage von Donnerstag und glich mit 3:2 (17:19, 11:6, 12:10, 6:11, 11:6) für den FCS aus. In einem Spiel auf höchstem Niveau und mit zahlreichen spektakulären Ballwechseln behielt der 22-Jährige vor allem bei den schnellen Rallys die Oberhand und drängte Gauzy immer wieder in die Defensive.

Calderano bringt Ochsenhausen ins Doppel

Den zweiten Sieg für Saarbrücken fuhr im Anschluss Shang durch ein 3:0 (14:12, 11:5, 11:9) ein. Zwar brachte Kulczycki den Chinesen im Laufe des Duells phasenweise in Bedrängnis und wehrte im ersten Satz sogar gleich fünf Satzbälle ab, am Ende aber setzte sich souverän die Erfahrung Shangs durch. Der FCS also hatte mit 2:1 die Nase vorne und benötigte nur noch einen Sieg für den Sprung in das Liebherr TTBL-Finale.

Calderano machte dem amtierenden Meister aber zunächst einen Strich durch die Rechnung: Nachdem er Jorgic am Donnerstag noch mit 2:3 unterlegen war und dabei vermehrt hohe Führungen verspielt hatte, machte er es dieses Mal besser und schlug den Slowenen mit 3:1 (11:8, 6:11, 12:10, 11:7), wenngleich Jorgic erneut mehrere starke Comebacks hinlegte. Es ging also wieder ins Doppel, dort erneut in den Entscheidungssatz – und wiederum triumphierten Franziska/Shang. Mit dem 3:2 (13:11, 10:12, 6:11, 11:8, 11:7)-Erfolg machte das Saarbrücker Duo den Einzug des Titelverteidigers in das Liebherr TTBL-Finale perfekt.

Die Play-offs in der Übersicht

ASV Grünwettersbach – Borussia Düsseldorf 0:3
Wang Xi – Timo Boll 0:3 (6:11, 5:11, 8:11)
Dang Qiu – Anton Källberg 2:3 (11:9, 8:11, 7:11, 11:5, 9:11)
Deni Kozul – Kristian Karlsson 2:3 (8:11, 5:11, 11:9, 11:8, 13:15)

Borussia Düsseldorf – ASV Grünwettersbach 3:0
Anton Källberg – Dang Qiu 3:1 (21:19, 14:12, 5:11, 11:5)
Kristian Karlsson – Wang Xi 3:2 (11:6, 11:9, 5:11, 9:11, 11:7)
Timo Boll – Deni Kozul 3:0 (12:10, 11:3, 11:5)

1. FC Saarbrücken TT – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:2
Darko Jorgic – Simon Gauzy 0:3 (8:11, 5:11, 6:11)
Shang Kun – Hugo Calderano 0:3 (10:12, 4:11, 7:11)
Patrick Franziska – Samuel Kulczycki 3:2 (11:5, 11:5, 7:11, 11:13, 14:12)
Darko Jorgic – Hugo Calderano 3:2 (6:11, 12:10, 2:11, 12:10, 11:9)
Patrick Franziska/Shang Kun – Simon Gauzy/Samuel Kulczycki 3:2 (8:11, 11:9, 7:11, 11:6, 11:9)

TTF Liebherr Ochsenhausen – 1. FC Saarbrücken TT 2:3
Hugo Calderano – Patrick Franziska 3:0 (11:3, 11:8, 11:7)
Simon Gauzy – Darko Jorgic 2:3 (19:17, 6:11, 10:12, 11:6, 6:11)
Samuel Kulczycki – Shang Kun 0:3 (12:14, 5:11, 9:11)
Hugo Calderano – Darko Jorgic 3:1 (11:8, 6:11, 12:10, 11:7)
Simon Gauzy/Samuel Kulczycki – Patrick Franziska/Shang Kun 2:3 (11:13, 12:10, 11:6, 8:11, 7:11)

Beitragsbild oben: Shang Kun (Foto: BeLa Sportfoto)