DÜSSELDORF UND SAARBRÜCKEN STEHEN IM LIEBHERR TTBL-FINALE



Borussia Düsseldorf und der 1. FC Saarbrücken TT haben auch die zweiten Play-off-Duelle in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) und damit die Best-of-3-Halbfinalserie jeweils für sich entschieden. Die beiden Teams kämpfen nun am 11. Juni im Liebherr TTBL-Finale in Frankfurt um die Deutsche Meisterschaft.

Anton Källberg

Anton Källberg gewann erneut gegen Alexandre Cassin und brachte Düsseldorf damit in Führung. (Foto: BeLa Sportfoto)

Nur ein Sieg trennt Borussia Düsseldorf und den 1. FC Saarbrücken TT noch vom Gewinn der Meisterschaft in der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Beide Teams gewannen am Sonntag jeweils auch ihr zweites Play-off-Duell und sicherten sich damit den erneuten Sprung in das Liebherr TTBL-Finale (Tickets für das Final-Event gibt es hier), in dem am 11. Juni in der Ballsporthalle Frankfurt die Titelentscheidung fällt. Düsseldorf setzte sich mit 3:0 gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell durch, während Saarbrücken zeitgleich ein 3:0 beim Post SV Mühlhausen einfuhr. In der Vorwoche hatten beide Teams bereits das erste Kräftemessen jeweils für sich entschieden. Für den FCS ist es der vierte Einzug in das Liebherr TTBL-Finale in Serie, die Borussia steht zum zweiten Mal in Folge im Endspiel. Im vergangenen Jahr hatte sich Düsseldorf mit 3:1 behauptet.

„Wir sind megahappy, wieder im Finale zu stehen. Ich bin sehr stolz auf die gesamte Mannschaft. Jetzt geben wir weiter Gas und werden versuchen, gegen Düsseldorf die kleine Sensation perfekt zu machen“, sagte Saarbrückens Patrick Franziska, nachdem der Finaleinzug geschafft war. „Es ist immer sehr schwer, in Mühlhausen zu spielen. Aber ich denke, dass wir am Ende verdient gewonnen haben.“ Düsseldorfs Dang Qiu erklärte: „Beide Spiele gegen Fulda waren hart umkämpft. Dass wir letzte Woche noch gewonnen haben, war ein Riesending und wichtig für unsere heutige Ausgangsposition. Aber heute ging es wieder bei null los, daher wollten wir von Anfang an Gas geben und nicht wieder in Rückstand geraten. Glücklicherweise ist uns das gelungen. Wir werden jetzt ein paar Tage Urlaub machen und dann unseren kompletten Fokus auf das Finale richten.“

Källberg wehrt Cassins Angriff ab

In der Vorwoche hatte sich Düsseldorf noch schwergetan gegen Fulda und sich nach 0:2-Rückstand ein 3:2 erkämpft. Das zweite Duell verlief dagegen relativ eindeutig, insbesondere dank des Auftakterfolgs von Anton Källberg, der sich erneut gegen Alexandre Cassin durchsetzte. Mit dem Franzosen auf Position zwei hatten die Gäste auf das Break gehofft, Källberg aber gewann mit 3:1 (11:6, 6:11, 12:10, 11:6). Knackpunkt war der dritte Satz: Cassin führte zunächst und sicherte sich mit 10:9 einen Satzball, Källberg wehrte jedoch ab, holte sich das 12:10 und hatte im vierten Satz dann alles im Griff.

Anschließend erhöhte Timo Boll auf 2:0. Gegen Quadri Aruna zeigte sich der 41-Jährige, der in der Vorwoche mit 2:3 gegen Fan Bo Meng verloren hatte, in deutlich besserer Verfassung und gewann mit 3:1 (11:6, 7:11, 11:6, 11:9). Den dritten Punkt holte schließlich Dang Qiu, der drei umkämpfte Sätze gegen Meng für sich entschied und seinen ersten Matchball zum 3:0 (11:9, 12:10, 11:9) nutzte. „Glückwunsch an Düsseldorf, sie haben verdient gewonnen“, sagte Meng anschließend. „Wir sind heute mit der Aufstellung etwas mehr Risiko gegangen und wollten mindestens ein 1:1 zur Pause. Leider hat das nicht geklappt. Trotz der Niederlage war es mit dem Halbfinal-Einzug im Pokal und in der Liga insgesamt eine tolle Saison.“

Jorgic dreht 0:2 gegen Ionescu

Darko Jorgic

Darko Jorgic lag bereits mit 0:2 Sätzen gegen Ovidiu Ionescu hinten, behielt im dritten Satz aber die Nerven und gewann mit 3:2. (Foto: BeLa Sportfoto)

Ebenfalls mit 3:0 setzte sich Saarbrücken in Mühlhausen durch und wiederholte damit den Erfolg aus der Vorwoche. Auch hier war das erste Duell der Schlüssel: Unter lautstarkem Jubel des Publikums in der ausverkauften Postsporthalle ging Ovidiu Ionescu mit 2:0 Sätzen gegen Darko Jorgic in Führung und ließ sein Team von der Führung träumen. Jorgic aber behielt die Nerven, verspielte im dritten Satz zwar zunächst fünf Satzbälle, nutzte dann aber den sechsten zum 1:2 – und hatte in den folgenden Sätzen alles im Griff. Am Ende gewann der Saarbrücker mit 3:2 (9:11, 8:11, 13:11, 11:4, 11:6) und holte damit das Break für die Gäste.

Im Anschluss erhöhte Patrick Franziska durch sein 3:0 (11:8, 11:6, 11:8) gegen Irvin Bertrand, sodass den FCS nur noch ein Sieg vom Einzug in das Liebherr TTBL-Finale trennte. Und diesen holte nach der Pause Tomas Polansky: Der 23 Jahre alte Tscheche stoppte den Comeback-Versuch von Daniel Habesohn im fünften Satz mit einem Time-out und sicherte sich wenige Ballwechsel später zwei Matchbälle, die in seinem 3:2 (9:11, 11:9, 11:8, 3:11, 11:9) und damit dem Saarbrücker 3:0-Erfolg mündeten. „Gegen so starke Mannschaften wie Saarbrücken kriegst du immer nur kleine Möglichkeiten. Und die haben wir leider nicht nutzen können“, sagte Ionescu. „Die Stimmung war mal wieder fantastisch, wir sind sehr dankbar für die tolle Unterstützung durch unsere Fans. Was wir dieses Jahr gemeinsam erreicht haben, ist ein Traum.“

Die Play-offs in der Übersicht

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – Borussia Düsseldorf 2:3
Alexandre Cassin – Kristian Karlsson 3:2 (9:11, 8:11, 11:8, 13:11, 11:9)
Fan Bo Meng – Timo Boll 3:2 (11:8, 10:12, 11:13, 13:11, 11:8)
Quadri Aruna – Dang Qiu 0:3 (5:11, 8:11, 6:11)
Alexandre Cassin – Anton Källberg 1:3 (13:11, 6:11, 10:12, 6:11)
Quadri Aruna/Fan Bo Meng – Kristian Karlsson/Dang Qiu 1:3 (6:11, 4:11, 11:6, 7:11)

1. FC Saarbrücken TT – Post SV Mühlhausen 3:0
Patrick Franziska – Daniel Habesohn 3:0 (11:6, 11:5, 11:6)
Darko Jorgic – Ovidiu Ionescu 3:1 (11:6, 6:11, 12:10, 17:15)
Tomas Polansky – Irvin Bertrand 3:1 (7:11, 11:7, 11:9, 11:9)

Borussia Düsseldorf – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:0
Anton Källberg – Alexandre Cassin 3:1 (11:6, 6:11, 12:10, 11:6)
Timo Boll – Quadri Aruna 3:1 (11:6, 7:11, 11:6, 11:9)
Dang Qiu – Fan Bo Meng 3:0 (11:9, 12:10, 11:9)

Post SV Mühlhausen – 1. FC Saarbrücken TT 0:3
Ovidiu Ionescu – Darko Jorgic 2:3 (11:9, 11:8, 11:13, 4:11, 6:11)
Irvin Bertrand – Patrick Franziska 0:3 (8:11, 6:11, 8:11)
Daniel Habesohn – Tomas Polansky 2:3 (11:9, 9:11, 8:11, 11:3, 9:11)

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Der Showdown naht: Im Liebherr TTBL-Finale kämpfen am 11. Juni in der Ballsporthalle Frankfurt (ehemals Fraport Arena) die zwei besten Teams der Saison um die Meisterschaft. Und Sie können live dabei sein und vor Ort mitfiebern: Tickets gibt es bereits ab 9,99 €!

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Beitragsbild oben: Timo Boll (Foto: BeLa Sportfoto)