TROTZ DEBÜT VON HAO SHUAI: BERGNEUSTADT KNACKT NEU-ULM



Der TTC Schwalbe Bergneustadt hat ein dickes Ausrufezeichen im Kampf um die Play-offs gesetzt: Mit 3:1 fügten die Oberberger dem TTC Neu-Ulm die erste Saisonniederlage in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) zu und trotzten dabei dem erfolgreichen Debüt von Hao Shuai.

Emmanuel Lebesson

Emmanuel Lebesson legt bisher eine starke TTBL-Debütsaison hin, beim TTC Schwalbe Bergneustadt hatte der Franzose nun aber zweimal das Nachsehen. (Foto: BeLa Sportfoto)

Tischtennis auf höchstem Niveau hatte die Begegnung zwischen dem TTC Schwalbe Bergneustadt und dem TTC Neu-Ulm versprochen, und dieser Erwartungshaltung wurde die Partie am Sonntag allemal gerecht. Mehr als drei Stunden duellierten sich die beiden Anwärter auf die Play-offs der Tischtennis Bundesliga (TTBL), dann stand der 3:1-Erfolg Bergneustadts fest, durch den die Oberberger den dritten Tabellenrang mit nun 10:4 Punkten gefestigt haben. Weiterhin auf Platz zwei stehen die Neu-Ulmer, für die es die erste Niederlage der TTBL-Saison war und die bei nun 10:2 Punkten stehen.

Dabei hatte zunächst alles nach dem sechsten Sieg der Schwaben in Serie ausgesehen: Erstmals war Neu-Ulm mit Hao Shuai angetreten, und der ehemalige chinesische Nationalspieler erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen prompt. Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten im ersten Satz gegen Benedikt Duda drehte Hao auf und gewann beim Debüt mit 3:2 (5:11, 11:8, 13:11, 4:11, 11:7) zur Neu-Ulmer Führung. Anschließend aber schaffte auch Bergneustadt das Break: Mit vollem Risiko spielte Stefan Fegerl gegen Emmanuel Lebesson und erkämpfte ein 3:2 (4:11, 11:8, 11:6, 6:11, 11:9) zum 1:1-Pausenstand.

Auch Duda schlägt Lebesson

Und nach der Pause gehörten alle Punkte den Gastgebern. Zunächst stellte Alvaro Robles gegen Tiago Apolonia seine Formstärke unter Beweis. Hin und her wogte das Match, das bessere Ende aber hatte der Spanier für sich mit 3:1 (14:12, 14:16, 11:7, 13:11) zur 2:1-Führung Bergneustadts. „Stefan hat uns zurückgebracht ins Spiel, Alvaro hat dann erneut ein starkes Spiel abgeliefert“, resümierte Duda nach der Partie. „Anschließend wollte ich es mir nicht nehmen lassen, den Sieg perfekt zu machen.“ Der 26-Jährige nämlich legte nach und bezwang ebenfalls Lebesson. Entscheidend war seine Nervenstärke: Im vierten Satz führte Lebesson bereits mit 8:5 und schien dem Entscheidungssatz nahe; Duda jedoch erzielte sechs Punkte in Folge und tütete seinen 3:1 (11:13, 13:11, 11:7, 11:8)-Erfolg ein.

„Im ersten Einzel habe ich sehr unpräzise gespielt. Das wollte ich im zweiten Spiel besser machen und habe es zum Glück geschafft“, sagte Duda. Den Sieg und Tabellenplatz drei wollte er aber nicht überbewertet wissen: „Wir spielen zwar weiter oben mit, aber die Hinrunde ist noch lang.“ Ähnlich äußerte sich Apolonia, der nach der ersten Niederlage den Blick nach vorne richtete: „Wir haben heute gegen eine sehr starke Mannschaft verloren. Aber wir müssen nach vorne und auf die kommenden Aufgaben blicken“, sagte der Portugiese. Schon am Mittwoch geht es schließlich weiter für Neu-Ulm, dann ist Borussia Düsseldorf zu Gast in Pfaffenhofen. Bergneustadt hingegen hat nun zwei Wochen Pause und ist das nächste Mal am 29. November im Heimspiel gegen den Post SV Mühlhausen gefordert.

Das Tischtennis-Wochenende in der Übersicht

Pokal

Borussia Düsseldorf – TTC GW Bad Hamm 3:0
Timo Boll – Olav Kosolosky 3:0 (11:8, 11:6, 14:12)
Anton Källberg – Gerrit Engemann 3:0 (11:6, 11:6, 11:7)
Kristian Karlsson – Laurens Devos 3:0 (11:3, 11:7, 11:9)

TTBL

TTC Schwalbe Bergneustadt – TTC Neu-Ulm 3:1
Benedikt Duda – Hao Shuai 2:3 (11:5, 8:11, 11:13, 11:4, 7:11)
Stefan Fegerl – Emmanuel Lebesson 3:2 (4:11, 11:8, 11:6, 6:11, 11:9)
Alvaro Robles – Tiago Apolonia 3:1 (14:12, 14:16, 11:7, 13:11)
Benedikt Duda – Emmanuel Lebesson 3:1 (11:13, 13:11, 11:7, 11:8)

TTC Zugbrücke Grenzau – Post SV Mühlhausen 0:3
Ioannis Sgouropoulos – Steffen Mengel 1:3 (11:8, 4:11, 8:11, 6:11)
Cristian Pletea – Daniel Habesohn 0:3 (5:11, 7:11, 6:11)
Robin Devos – Lubomir Jancarik 1:3 (5:11, 11:5, 7:11, 9:11)

Beitragsbild oben: Benedikt Duda (Foto: Frederik Duda)