BAD KÖNIGSHOFEN STELLT OCHSENHAUSEN ERNEUT EIN BEIN



Der TSV Bad Königshofen mischt weiter die Tischtennis Bundesliga (TTBL) auf: Am Sonntag schlugen die Unterfranken zum zweiten Mal in dieser Saison die TTF Liebherr Ochsenhausen und dürfen so langsam sogar von der Teilnahme an den Play-offs träumen.

Simon Gauzy

Simon Gauzy sorgte gegen Abdel-Kader Salifou für den zwischenzeitlichen Ausgleich, musste sich später aber im Spitzeneinzel Bastian Steger geschlagen geben. (Foto: Nicolai Schaal)

Die Weihnachtspause hat der Topform des TSV Bad Königshofen offenkundig nichts anhaben können: Nachdem dem Team um Bastian Steger zum Abschluss der Hinrunde vier Siege in Folge gelungen waren, setzte es diese Serie zum Auftakt der Rückrunde nun fort. Mit 3:1 schlug Bad Königshofen am Sonntag die TTF Liebherr Ochsenhausen, wodurch die Unterfranken so langsam sogar in Richtung der Play-off-Plätze schielen dürfen. Mit 14:10 Punkten liegt der TSV als Tabellensechster nur noch knapp hinter dem TTC Neu-Ulm (14:8), der am Montag auf den SV Werder Bremen trifft. Ebenfalls 14:10 Punkte hat der 1. FC Saarbrücken TT auf dem Konto.

„Es war der perfekte Auftakt in die Rückrunde. Nach dem Erfolg in der Hinrunde hatten wir vorab auf einen erneuten Sieg spekuliert“, sagte Steger nach der Partie. In der Hinrunde war dem TSV ein 3:2-Erfolg gegen Ochsenhausen geglückt, mit dem die aktuelle Siegesserie eingeleitet wurde. „Wir haben heute sicherlich davon profitiert, dass Hugo Calderano nicht dabei war“, ergänzte Steger. „Aber Ochsenhausen hat auch ohne ihn eine starke Mannschaft, sie sind nicht umsonst Tabellenzweiter. Trotzdem haben wir heute am Ende verdient gewonnen.“

Steger fährt zwei Siege ein

Zuvor war Steger selbst zum Schlüsselspieler für Bad Königshofen geworden. Im Spitzeneinzel gegen Simon Gauzy zeigte der 39-Jährige sein bestes Tischtennis und zwang den Weltranglisten-20. mit 3:1 (11:7, 3:11, 11:6, 11:6) in die Knie, wodurch der siebte Saisonsieg des TSV perfekt war. Im Auftakteinzel hatte Steger den Nachmittag eingeleitet und Kanak Jha mit 3:0 (11:9, 11:6, 11:9) besiegt. Ebenfalls erfolgreich für Bad Königshofen war Kilian Ort, der beim 3:0 (11:5, 11:6, 11:8) gegen Samuel Kulczycki seinen siebten Einzelsieg einfuhr. Den einzigen Punkt der TTF holte Gauzy durch ein 3:0 (11:6, 11:7, 13:11) gegen Abdel-Kader Salifou.

„Heute lief es leider nicht so gut. Aber wir haben eine junge Mannschaft, das gehört zum Prozess dazu“, sagte TTF-Trainer Yong Fu, für dessen Team nun das erste Highlight der Saison bevorsteht. Am kommenden Samstag tritt Ochsenhausen beim Final Four an und bekommt es im Halbfinale mit dem TTC Schwalbe Bergneustadt zu tun. Alle Informationen zum Showdown im Deutschen Tischtennis-Pokal gibt es hier.

Der 12. Spieltag in der Übersicht

TTC OE Bad Homburg – Borussia Düsseldorf 1:3
Rares Sipos – Ricardo Walther 3:2 (9:11, 12:10, 9:11, 17:15, 11:9)
Lev Katsman – Anton Källberg 1:3 (11:3, 6:11, 6:11, 5:11)
Nils Hohmeier – Kristian Karlsson 0:3 (3:11, 5:11, 6:11)
Rares Sipos – Anton Källberg 0:3 (10:12, 9:11, 4:11)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – Post SV Mühlhausen 3:0
Ruwen Filus – Lubomir Jancarik 3:0 (11:9, 11:3, 11:7)
Fan Bo Meng – Steffen Mengel 3:2 (17:15, 3:11, 6:11, 11:9, 11:6)
Quadri Aruna – Daniel Habesohn 3:1 (6:11, 11:7, 11:5, 11:6)

TSV Bad Königshofen – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:1
Bastian Steger – Kanak Jha 3:0 (11:9, 11:6, 11:9)
Abdel-Kader Salifou – Simon Gauzy 0:3 (6:11, 7:11, 11:13)
Kilian Ort – Samuel Kulczycki 3:0 (11:5, 11:6, 11:8)
Bastian Steger – Simon Gauzy 3:1 (11:7, 3:11, 11:6, 11:6)

ASV Grünwettersbach – TTC Schwalbe Bergneustadt 3:2
Wang Xi – Alvaro Robles 0:3 (5:11, 11:13, 8:11)
Deni Kozul – Benedikt Duda 3:2 (2:11, 11:9, 7:11, 12:10, 11:8)
Dang Qiu – Stefan Fegerl 3:2 (12:10, 9:11, 11:4, 5:11, 11:7)
Wang Xi – Benedikt Duda 1:3 (11:6, 7:11, 12:14, 8:11)
Dang Qiu/Tobias Rasmussen – Alvaro Robles/Stefan Fegerl 3:2 (5:11, 9:11, 11:4, 14:12, 11:9)

TTC Zugbrücke Grenzau – 1. FC Saarbrücken TT 0:3
Cristian Pletea – Shang Kun 0:3 (3:11, 5:11, 4:11)
Tobias Sältzer – Darko Jorgic 0:3 (2:11, 12:14, 7:11)
Robin Devos – Tomas Polansky 1:3 (9:11, 13:11, 5:11, 5:11)

Montag, 4. Januar, 18 Uhr
TTC Neu-Ulm – SV Werder Bremen

Beitragsbild oben: Bastian Steger (Foto: Hermann Zacher)