TTCLM AUSGELOST: MÜHLHAUSEN ERNEUT GEGEN ORENBURG



Gemischte Gefühle hat die Auslosung der Gruppenphase der Table Tennis Champions League Men (TTCLM) bei den drei Vertretern der Tischtennis Bundesliga (TTBL) hervorgerufen. Borussia Düsseldorf vermeidet eine Russland-Reise, der 1. FC Saarbrücken TT trifft auf einen Vorjahresgegner, und der Post SV Mühlhausen muss gegen den Titelverteidiger ran.

Düsseldorf und Saarbrücken waren aufgrund der Weltranglistenpunkte ihrer je drei besten Spieler ebenso als Gruppenköpfe gesetzt gewesen wie Fakel Gazprom Orenburg, ein Aufeinandertreffen mit dem Titelverteidiger daher nicht möglich. Dieses Los hat dafür Mühlhausen gezogen: Die Thüringer treffen in Gruppe A erneut auf das russische Spitzenteam um Dimitrij Ovtcharov. Bereits im Vorjahr war es zu diesem Duell gekommen, damals sicherte sich Mühlhausen als Tabellenzweiter das Ticket für die nächste Runde. Zudem geht es in der Gruppe gegen den französischen Vertreter und Vorjahres-Halbfinalisten VS Angers TT und die spanischen Newcomer von Leka Enea TDM.

„Wieder Orenburg in der Gruppe zu haben, ist natürlich Wahnsinn“, sagte Mühlhausens Manager Thomas Stecher im Anschluss an die Auslosung in Luxemburg. Die positiven Gefühle würden allerdings überwiegen. Nachdem es im vergangenen Jahr gegen den späteren Titelträger in Hin- und Rückspiel jeweils eine 0:3-Niederlage gegeben hatte, soll es dieses Mal zumindest mit einem Punkt klappen, so Stecher. Da auch Angers ein „Klasseteam“ habe, erwartet er einen harten Kampf um die Plätze.

Preuß: „Bin mir sicher, dass wir stark genug sind“

Borussia Düsseldorf ist derweil froh, eine Reise nach Russland vermieden zu haben. Mit dem TTSC UMMC Jekaterinburg hatte in Topf zwei ein unangenehmer Gegner gedroht. Der Vorjahresfinalist (2:3 gegen Orenburg) war nach dem Abschied des Chinesen Fang Bo in diesem Jahr nur auf Platz sechs gelistet. Doch: „Auch ohne Fang Bo haben sie ein sehr starkes Team“, sagte Düsseldorf-Manager Andreas Preuß. Stattdessen geht es für die Borussia in Gruppe D gegen GV Hennebont TT, den Sporting Clube de Portugal und STK Starr Croatia.

„Es hätte schlimmer kommen können“, urteilte Preuß, der einen Zweikampf um den Gruppensieg mit Hennebont erwartet. Die Franzosen hatten sich in der vergangenen Saison mit dem Finalsieg gegen Saarbrücken den Titel im ETTU-Cup gesichert. „Die Gruppe muss machbar für uns sein. Ich bin mir sicher, dass wir stark genug sind, auch wenn wir natürlich keinen Gegner unterschätzen dürfen“, ergänzte Preuß.

Unangenehmes Wiedersehen für Saarbrücken

Saarbrücken derweil haderte vor allem mit einem Los: Das Wiedersehen in Gruppe C mit K.S. Dartom Bogoria Grodzisk Mazowiecki hatte der Bundesliga-Finalist vermeiden wollen. Im vergangenen Jahr schließlich hatte eine 2:3-Niederlage gegen die Polen im letzten Spiel das Saarbrücker Aus in der Gruppenphase besiegelt. „Das ist aus unserer Sicht der unangenehmste der möglichen Gruppenzweiten“, räumte FCS-Teammanager Nicolas Barrois ein. Komplettiert wird die Gruppe durch den französischen Ping Pong Club Villeneuve und die Portugiesen von GDCS Juncal. „Das sind sicherlich Lose, mit denen wir leben können“, sagte Barrois, „auch wenn diese Vereine natürlich ebenfalls gute Spieler in ihren Reihen haben. Insgesamt können wir uns nicht beklagen.“

Keinen deutschen Vertreter gibt es in Gruppe B. Hier treffen die von Liam Pitchford angeführten Dänen von Roskilde Bordtennis BTK 61, der TTSC UMMC Jekaterinburg, die Österreicher der SPG Walter Wels und der Table Tennis Club Ostrava 2016 aus Tschechien aufeinander.

 

Die Gruppen in der Übersicht

Gruppe A

Fakel Gazprom Orenburg (RUS/Setzposition 1)

Post SV Mühlhausen (5)

VS Angers TT (FRA/9)

Leka Enea TDM (ESP/16)

Gruppe B

Roskilde Bordtennis BTK 61 (DEN/4)

TTSC UMMC Jekaterinburg (RUS/6)

SPG Walter Wels (AUT/11)

Table Tennis Club Ostrava 2016 (CZE/14)

Gruppe C

1. FC Saarbrücken TT (3)

KS Dartom Bogoria Grodzisk Mazowiecki (POL/7)

Ping Pong Club Villeneuve (FRA/12)

GDCS Juncal (POR/15)

Gruppe D

Borussia Düsseldorf (2)

GV Hennebont TT (FRA/8)

Sporting Clube de Portugal (POR/10)

STK Starr Croatia (CRO/13)

 

Beitragsfoto oben: Christian Habel