TTCLM: VOM GEJAGTEN ZUM JÄGER



Im Final-Hinspiel der Champions League trifft Borussia Düsseldorf am kommenden Sonntag zuhause auf den TTC Fakel Gazprom. Während für die Russen um Deutschlands Nummer eins Dimitrij Ovtcharov alles andere als der Titel sicherlich eine Enttäuschung wäre, fühlt sich der deutsche Rekordmeister in seiner Rolle sichtlich wohl.

Timo Boll, Borussia Düsseldorf, Saison 2016/17

Mit Düsseldorf in ungewohnter Rolle: Timo Boll (MaJo-Foto)

„Der Jäger zu sein ist auch mal eine schöne Position“, findet Timo Boll – nämlich eine, die Rekordmeister und -pokalsieger Borussia Düsseldorf höchst selten bekleidet. Doch im Finale der Table Tennis Champions League Men (TTCLM) gegen das Star-Ensemble des TTC Fakel Gazprom kommt der Favorit ausnahmsweise einmal nicht aus dem Rheinland, sondern aus dem russischen Orenburg. Und die Gründe dafür heißen Jun Mizutani, Dimitrij Ovtcharov und Vladimir Samsonov, ihres Zeichens die Nummern fünf, sechs und 13 der Welt.

Am kommenden Sonntag (13 Uhr) steht für die Mannschaft um Borussia-Trainer Danny Heister eine Woche nach dem Einzug ins Liebherr TTBL-Finale das Hinspiel um den Titel in der europäischen Königsklasse auf dem Programm. Vor heimischem Publikum im vermutlich ausverkauften ARAG CenterCourt will sich Düsseldorf dann eine möglichst gute Ausgangsposition verschaffen. „Damit wir gegen Orenburg bestehen können, muss wirklich alles zusammenlaufen“, weiß Boll und erinnert sich an den Mai 2015. Damals stand die Borussia schon einmal gegen Orenburg im Finale. Nach einem 3:1-Sieg im Hinspiel musste Düsseldorf jedoch eine 0:3-Pleite hinnehmen und so am Ende den Russen den Vortritt lassen. „Wir sind heiß auf eine Revanche“, sagt Boll deshalb.

Orenburg unter Druck

Dimitrij Ovtcharov, TTC Fakel Gazprom, Saison 2016/17

Greift mit Orenburg nach Titel Nummer vier: Dimitrij Ovtcharov (Foto: Verein)

Heiß auf den Titel ist jedoch auch die Mannschaft um die ehemaligen Düsseldorfer Ovtcharov und Samsonov. Deren Coach Valerij Salabaev macht den Erfolg der Saison nicht zuletzt vom Titelgewinn in der Champions League abhängig. „Die Ergebnisse im TTCLM-Finale und in den Play-offs der russischen Premier League sind die beiden Hauptkriterien bei der Bewertung des Teams“, macht Salabaev gegenüber der Europäischen Tischtennis-Union unmissverständlich klar.

Nach ihrem dritten Triumph 2015 scheiterte Orenburg im vergangenen Jahr im Halbfinale überraschend an Pontoise-Cergy um den heutigen Borussen Kristian Karlsson. Mit den Franzosen gewann Karlsson anschließend den Titel. Borussia Düsseldorf stand zuletzt 2011 an Europas Spitze. Finalgegner damals: natürlich Orenburg.

Einen Livestream der Begegnung finden Sie auf LAOLA1.tv. Darüber hinaus begleiten wir das Heimspiel der Borussia in unserem Liveticker – gewohnt umfangreichen mit zahlreichen Daten zum Spielgeschehen.

Beitragsbild oben: BeLa Sportfoto